Im Münchner Westend fällt bei einer Auseinandersetzung zwischen drei Männern ein Schuss – vermutlich aus einer Schreckschusswaffe. Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an. Es stellt sich heraus: Alle drei Beteiligten sind polizeibekannt.
Ein Schuss bei einer Auseinandersetzung zwischen drei Männern hat am Montagnachmittag in München einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Die Hintergründe sind dabei noch unklar.
Ein Passant verständigte gegen 13.25 Uhr die Polizei wegen einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen im Innenhof eines Mehrfamilienhauses in der Trappentreustraße. Dabei sei auch ein Schuss gefallen. Vor Ort trafen Polizeibeamte einen 33-jährigen Mann an. Nach seinen Angaben geriet er aus noch ungeklärten Gründen mit zwei weiteren Männern in Streit.
Im Verlauf der körperlichen Auseinandersetzung soll einer der Männer mit einer Schreckschusspistole einen Schuss abgegeben haben. Die Ermittler stellten später am Tatort die Hülse einer Schreckschusswaffe sicher. Die Waffe selbst wurde nicht gefunden. Aufgrund der Aussage des 33-Jährigen leitete die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein.
Bei einer Verkehrskontrolle nahmen Einsatzkräfte in der Nähe einen 22-Jährigen fest. Er gab den Beamten den Hinweis zu einem 17-Jährigen aus München, der ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein soll. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem 33-Jährigen um einen türkischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München. Der 22- und der 17-Jährige sind deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitzen im Landkreis und in der Stadt München.
Der Jugendliche und die beiden Männer sind bereits mehrfach mit Straftaten in Erscheinung getreten, unter anderem mit Gewalt-, Drogen- und Eigentumsdelikten. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zu den Hintergründen der Auseinandersetzung und dazu, wer den Schuss abgegeben hat. Der 33-Jährige und der 22-Jährige wurden nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. An dem Einsatz waren rund 25 Streifen der Münchner Polizei, Kräfte der Bundespolizei und Diensthunde beteiligt.
Während der Fahndung fuhren S-Bahnen zwischenzeitlich an der Donnersberger Brücke ohne Halt durch die Station. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand der Polizei zufolge nicht.
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