An der Spitze der AfD steht mit Alice Weidel zwar eine Frau, doch schaut man in die Parlamente, sieht man oft große Männerrunden. Besonders deutlich wird das im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt, wo nur zwei von 39 AfD-Abgeordneten weiblich sind. Die Dominanz von Männern in der lokalen Politik ist auch in Leipzig sichtbar: im Stadtrat und bei der anstehenden OBM-Wahl.
Unter den 83 Abgeordneten, die am Sonntag
Verantwortlich ist vor allem die AfD. Die Rechtsradikalen waren schon 2016 und 2021 mit jeweils nur zwei Frauen in den Landtag eingezogen. Damals hatten sie allerdings insgesamt nur rund ein Viertel aller Sitze im Landtag. Im neuen Landtag wird die AfD einen Stimmenanteil von knapp 47 Prozent haben – es bleibt allerdings bei zwei Frauen. Fun Fact: In der neuen AfD-Fraktion wird es mehr Matthias-Abgeordnete als weibliche Abgeordnete geben.
Zudem drückt die CDU-Fraktion wieder einmal den Frauenanteil deutlich nach unten: Nur zwei von 16 Abgeordneten sind weiblich. In den Fraktionen von Linken, SPD und Grünen ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen; beim BSW gibt es drei Männer und zwei Frauen.
CDU, AfD und BSW drücken Frauenanteil im Leipziger Stadtrat
Dass rechte und konservative Parteien vor allem Männer mit Sitzen in Parlamenten und anderen Volksvertretungen versorgen, ist derzeit auch im Leipziger Stadtrat zu beobachten. Sabine Heymann ist in der CDU-Fraktion die einzige Frau neben 13 Männern. Selbst die AfD kommt mit drei Frauen und zehn Männern auf eine bessere Quote.
Eine Fraktion im Leipziger Stadtrat schafft es aber tatsächlich, die CDU noch zu unterbieten: Beim BSW findet man nur im Namen der Partei eine Frau. Die Fraktion besteht seit ihrer Gründung vor zwei Jahren aus sieben Männern. Selbst zwei Mandatswechsel im vergangenen Jahr haben daran nichts geändert.
Sehr überschaubar ist auch das Angebot an weiblichen Kandidat*innen bei der Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Von den acht Parteien mit mindestens zwei Sitzen im Stadtrat schickt
Bei den Grünen sollte wohl eigentlich Jugendbürgermeisterin Vicki Felthaus kandidieren – doch daraus wurde aus gesundheitlichen Gründen nichts. Nun tritt Sachsens ehemaliger Umweltminister Wolfram Günther für die Partei an.
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