Berlin Art Week: Die 11+ Ausstellungen, Performances und Events sollten Sie nicht verpassen

Berlin Art Week: Die 11+ Ausstellungen, Performances und Events sollten Sie nicht verpassen
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Category: Entertainment
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Die Berlin Art Week feiert in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag und wartet mit mehr Kunstprogramm auf, als man schaffen kann. Wir bieten Tipps zur Orientierung! Das, was in Paris 'La Rentrée' ist, ist in Berlin die Art Week. Mit ihr geht nach einem hoffentlich langen und in Salzwasser und Sonnenlicht getränkten Sommer der Herbst los. Die Luft wird klarer, der erste Wollpullover wird aus dem Schrank gezogen und einebeginnt. Mittelpunkt ist auch in diesem Jahr wieder der 'Berlin Art Week Garten' vor der Neuen Nationalgalerie und der Gemäldegalerie, wo man den vorangegangenen Kunstbesuch besprechen, aber auch Talks lauschen oder Filmscreenings besuchen kann. Außerdem findet hier in diesen Tagen das 5. Performance-Art-Festival PERFORM! der Neuen Nationalgalerie statt, bei dem in diesem Jahr Performances von u. a. Trisha Brown oder Kianí Del Valle zu sehen sind. Es sind vollgepackte fünf Tage, die sich da vom 9. bis 13. September abspielen werden, wenn die Art Week zum immerhin 15. Mal stattfindet. Etliche Museen eröffnen ihre neuen Ausstellungen, am 10. September findet die Gallery Night statt, bei der alle Galerien bis 22 Uhr geöffnet haben, die Kunstmesse Positions wartet mit einem Türkei-Schwerpunkt auf und wieder einmal öffnen etliche Privatsammlungen ihre Türen. Umso wichtiger ist es, zumindest einen groben Überblick zu bekommen über das, was in der Stadt passiert und welche Highlights es gibt. Wobei das Überraschende, das, was man nicht erwartet hat, und die Ausstellung, in die man ganz zufällig gespült wird, ja oft das eigentliche Highlight sind. Doch damit das passieren kann, braucht man erstmal einen Plan, von dem man abweichen kann. Ein paar Highlights, zu denen man sich spülen lassen sollte, haben wir hier zusammengetragen.sehen. Egal ob im Theater oder in der Kunst, oft auch in Magazinen, blickt einem die Österreicherin entgegen. Und die Öffentlichkeitund übersieht dabei meistens, dass die Nacktheit das absolut am wenigsten Spektakuläre an ihrem Werk ist. Wenn man also dieser Tage ins Kino International geht, wird sie einem dort auch begegnen, was nur konsequent ist. Und in diesem ersten Kinofilm von Holzinger wird deutlich, worum es in ihrem Werk vielleicht eigentlich geht: Was zur Hölle machen wir eigentlich mit unserem Planeten? Ein Thema, das bereits in ihrem österreichischen Pavillon auf der diesjährigenweitaus schockierender war als die mittlerweile gewohnte Nacktheit oder die Haken im Fleisch der Performerinnen. In dem Film zieht eine Gruppe Freundinnen auf der Flucht vor der Klimakatastrophe in die Arktis. Was dort passiert, kann man im Kino sehen. Tickets erforderlich. , so viel steht fest. Doch der Grund, warum es sich für immer in das kollektive popkulturelle Gedächtnis eingeschrieben hat, ist der Moment, in dem Michael Jackson seinen nur wenige Monate alten Sohn Blanket aus dem Fenster seiner Kempinski-Suite hielt. Einen kleinen, dicken Babykörper sah man da, dessen Gesicht mit einem weißen Tuch verdeckt war. Das war 2002. Da war die Welt noch eine andere, aber auch schon damals produzierte das einen handfesten Skandal um das Wohl des Kindes. In genau diese Suite hat die Künstlerin Sunny Pudert weitere Künstlerinnen wie Cammisa Buerhaus, Zack Darsee, Kevin Kemter und Magdalena Mitterhofer eingeladen, sich schreibend und situativ mit dem Ort zu beschäftigen, der so sehr zwischen Weltruhm, Wahnsinn und Kontrollverlust changiert. Pre-Registrierung erforderlich. Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich die US-amerikanische Künstlerin in Fotografien, Videos und Installationen mit Fragen von Macht und Erinnerung auseinander und thematisiert und hinterfragt dabei besonders Konstruktionen vonund Weiblichkeit. Wer wird gesehen, wer bleibt unsichtbar und wer entscheidet darüber? Nun zeigt das C/O Berlin eine umfassende Retrospektive der 1953 geborenen Carrie Mae Weems. Darin zu sehen sind mehr als 100 Fotografien und Videos von ihrem Frühwerk bis heute, die ganz persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und historischen Fragestellungen verbinden. So etwa die Reihe 'Family Pictures and Stories' , die Weems' Fotografien von Familienmitgliedern mit autobiografischen Texten kombiniert, ihre 'Kitchen Table Series' , in der sie den Blick auf den häuslichen Raum als Bühne zwischenmenschlicher Beziehungen richtet, oder die Werkgruppe 'Preach' , die sich mit Schwarzen Glaubensgemeinschaften beschäftigt. Startet in Berlin zur Art Week: Die Ausstellung 'The Heart of the Matter' im C/O Berin mit Werken der US-amerikanischen Künstlerin Carrie Mae Weems. Welcome Home, 1978–84 © Carrie Mae Weems. Courtesy the artist and Gladstone Gallery, New York, Fraenkel Gallery, San Francisco, and Galerie Barbara Thumm, Berlin. Es ist Sophia Süßmilchs erste Inszenierung am Theater. Dabei erscheint der Sprung naheliegend, wenn man ihre Arbeiten kennt, die schon immer geradezu dramaturgisch aufgeladen schienen. Süßmilchs Arbeit beschäftigt sich mit dem weiblichen Körper, den Erwartungen, die an ihn gestellt werden, und der politischen Dimension dahinter. In ihrem Werk dreht sie die Idee, dass ein weiblicher Körper etwas ist, über das verfügt wird, schon mal um. Was wäre, wenn jemand ganz radikal frei über seinen eigenen Körper entscheidet? Wenn man aufhört, die angestaute Wut brav herunterzuschlucken?gezeigt wurde. Der Körper ist nicht nur metaphorisch ein gefährliches Gebiet. Auch ganz konkret entlädt sich bei dieser Inszenierung eine Wut, die sich über Jahrhunderte in weibliche Körper eingeschrieben hat. Es ist ein Gedankenspiel, das Süßmilch hier konsequent durchdekliniert: Was passiert, wenn 'fressen und gefressen werden' mehr wird als eine bloße Phrase? Die Wilhelm Hallen sind schon lange kein Geheimtipp mehr und trotzdem erhält sich etwas von dem, was das Berlin der 90er umwehte, wenn man in den riesigen Industriehallen steht. Mit Hallen 07 präsentieren sich, bereits zum siebten Mal, Museen, Galerien und Künstlerinnen und zeigen, wie eng das Ökosystem Kunst verwoben ist. Auf beeindruckenden 9000 Quadratmetern werden Werke von über 50 Künstlerinnen gezeigt. Neben großen Galerien wie Esther Schipper oder Chert Lüdde zeigen auch Institutionen wie die Berlinische Galerie Werke, und sogar die Schirn Kunsthalle aus Frankfurt ist angereist, um sich in Berlin zu zeigen. Jede Institution bringt etwas mit und so funktionieren die Hallen wie ein kleines Schaufenster, durch das sich die jeweiligen Institutionen zeigen und einen Aus- und Einblick in ihre Arbeit bieten können. Zu sehen gibt es dann einiges: von Jeewi Lee über Christian Jankowski bis zu einer Installation von Julien Charrière und sogar Daniel Spoerri. Wer sich also überhaupt mal einen Überblick über die aktuelle Kunstproduktion verschaffen möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch in den Hallen. In einer der 'Hallen' gibt es zusätzlich auch Design zu bestaunen: Zum zweiten Mal präsentiert The Foundry, ein Projekt des kanadischen Designstudios Bocci, hier eine von der Kuratorin Anna Carnick zusammengestellte Gruppenausstellung. Unter dem Titel 'The Overview Effect' werden Arbeiten von Designer:innen wie Fernando Laposse , Tara Sakhi , Studio Lél , Studio Furthermore oder Marten Herma Anderson gezeigt, die untersuchen, wie Design Menschen mit der Natur und untereinander verbinden kann. Heinz Mack ist eigentlich für seine Lichtinstallationen und Lichtreliefs, die er als Mitbegründer der ZERO-Gruppe vor allem in den 60er- und 70er-Jahren schuf, bekannt. In ihnen gab er dem formlosen Licht Kontur und eine Richtung. Mack ist der Darstellung von Bewegung und Schnelligkeit vielleicht nähergekommen als jeder andere. Zugunsten der Installationen hatte er die Malerei bis in die frühen 90er-Jahre aufgegeben. Doch seitdem malt er beständig weiter und so kann man jetzt den Werkzyklus, den der mittlerweile 95-Jährige im vergangenen Jahr geschaffen hat, in der St.-Matthäus-Kirche, direkt neben der Neuen Nationalgalerie, bestaunen. Denn auch bei der Malerei Macks geht es immer ums Licht, um die Sonne und auch um die Übersetzung von Bewegung ins Bild. In den 24 Bildern hat er den Verlauf der Sonne über einen Tag festgehalten. Und so changieren sie in dem ruhigen Kirchenraum, in den das Licht weicher rieselt als anderswo, zwischen knallbunt und tiefblau, als intensive Farbstudien über den Verlauf des Sonnenlichts. Johanna-und-Eduard-Arnhold-Platz, 10785 Berlin Mit Ersan Mondtag verhält es sich ähnlich wie mit Florentina Holzinger: Beide durchbrechen die Grenzen zwischen bildender Kunst, Film und Theater und sind gerade überall. Bereits 2024 bespielte der Theatermacher Ersan Mondtag den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig, jetzt entwickelte er eine Co-Produktion zwischen dem Berliner Ensemble und der Gemäldegalerie. Was kommt dabei heraus, wenn man diese Welten mischt, und welche Geschichten vermag Mondtag den alten Meistern zu entlocken, die noch nicht erzählt sind? 30 Performerinnen, unter ihnen DJ Westbam und Udo Kittelmann, ehemaliger Direktor der Neuen Nationalgalerie, bewegen sich dabei durch die Gemäldegalerie. Sie tauchen auf, ziehen sich an, entkleiden sich und verschwinden wieder. Sie wirken, als seien sie ein selbstverständlicher Teil der Sammlung. Das zentrale Werk der Performance, das man als Ausgangspunkt verstehen soll, ist Lucas Cranachs d. Ä. Gemälde "Der Jungbrunnen' . Dabei geht es weniger um die Eitelkeit des Gemäldes, in dem alte Frauen nach dem Bad im Brunnen verjüngt auftauchen, als um Transformation und vor allem Vergänglichkeit. Es ist ein ewiger Kreislauf, den Mondtag hier inszeniert und der eine gegenwärtige Auseinandersetzung mit jahrhundertealter Kunst zulässt. Bei jeder neuen Ausstellung merkt man, wie toll die Architektur von Mies van der Rohe ist, die er sich für die Neue Nationalgalerie ausgedacht hat. Wobei die Pläne ursprünglich für ein Verwaltungsgebäude des Rum-Fabrikanten Bacardi auf Kuba gedacht waren. Doch daran merkt man, dass gute Architektur immer gut aussieht, egal, womit man das Gebäude am Ende füllt. In diesem Fall werden die Arbeiten des Preisträgers des 'Preis der Nationalgalerie' Maurizio Cattelan gezeigt. Ein Preis, der im Vorfeld kritisch betrachtet wurde: Ursprünglich war er ein Nachwuchspreis, der sich an in Berlin arbeitende Künstlerinnen unter 40 richtete. Im 25. Jahr seines Bestehens wurde die Idee geändert und es sollte jemand ausgezeichnet werden, der bereits über internationales Renommee verfügt, aber noch keine große institutionelle Einzelausstellung in Berlin hatte. Beides trifft auf Cattelan zu, der spätestens, seit er 2019 eine Banane mit Gaffatape an den Stand seiner Galerie auf der Art Basel in Miami Beach klebte, kollektives Kopfkratzen hervorrief und Kritiker:innen in Erklärungsnöte brachte, die Kunst noch gegen den allseits beliebten 'Das könnte ich auch'-Reflex zu verteidigen. Umso interessanter ist es, sich anzuschauen, was er jetzt in Berlin zeigt. Dabei geht es nicht um den sonst manchmal bei ihm vermuteten Klamauk, sondern um die großen, die existenziellen Themen: Kindheit, Glaube, Autorität und generationsübergreifende Traumata. Außerdem greift er in die Architektur ein und verändert sie. Bei einem so guten Gebäude, das selbst nie hinter der Kunst zurücktreten muss, scheint es nur folgerichtig, es mitzudenken. Neben Werken Cattelans, die mittlerweile fast selbst ikonisch geworden sind, gibt es also auch Neues und Überraschendes zu sehen. Im CCA Berlin an der Gedächtniskirche eröffnet zur Art Week die erste umfassende, posthume Ausstellung der beiden polnischen Künstlerinnen und Zwillinge Alicja und Bożena Wahl. Die beiden rückten in ihren Zeichnungen, Malereien und Bühnenbildern den Körper als Ort des Begehrens, der Verletzlichkeit und Projektion in den Mittelpunkt. 1979 eröffnete Alicja Wahl außerdem eine der ersten privaten Galerien in der Volksrepublik Polen und prägte damit 20 Jahre lang das kulturelle Leben Warschaus. Ein häufiges Motiv in den Zeichnungen der Schwestern sind ineinander verwobene, abstrakte Körperkreaturen, die in einem scheinbaren Ringen zwischen Unabhängigkeit und Verbundenheit stehen – ganz wie in einer Schwesternbeziehung selbst. Neben Zeichnungen werden im CCA auch Archivmaterialien präsentiert, etwa Fotos und Briefe, die ein Netzwerk der Wahls außerhalb des Eisernen Vorhangs offenbaren und ihr Werk in einen internationalen Kontext einordnen lassen. Dieses Sonderprojekt der Berlin Art Week dürfte Ihnen möglicherweise schon auf Social Media untergekommen sein – das Soft Power Festival bringt nämlich so einige bekannte Namen aus Kunst, Musik und Kulinarik zusammen.initiierten Festival möchte diese ihren Blick darauf richten, wie Kultur uns heute beeinflussen kann – und zwar in ihren subtileren, weniger druckbehafteten undFormen und besonders dann, wenn Menschen zusammenkommen. Zentrales Element ist eine von Sadighi und María Inés Plaza Lazo kuratierte Ausstellung, die rund 40 internationale Künstler:innen aus den Bereichen zeitgenössische Kunst, Kunsthandwerk, Performance und Kulinarik vereint. Dazu kommen hochkarätig besetzte tägliche Talks , Konzerte , ein 36-Stunden-Musikprogramm von Refuge Worldwide und 48 Stunden DJ-Sets im Sonnenraum von etwa Marie Lung, Muallem oder DJ Fart in the Club. Das Berliner Architekturbüro Gonzales Haase zeichnet sich für die räumliche Gestaltung in der historischen Lagerhalle des Haus der Visionäre verantwortlich. Tickets werden benötigt und lassen sichJede Menge! Wie eingangs geschrieben – am besten lassen Sie sich treiben und stoßen unterwegs auf immer neue Ideen. Hier sind noch ein paar weitere mit Mode-/Lifestylebezug:Fotografien aus den vergangenen drei Jahrzehnten, in denen er sich besonders mit queeren Menschen, Körpern und Momenten sowie den Themen Schönheit, Erinnerung und Vergänglichkeit beschäftigt. Die Ausstellung feiert ihr Debüt bei einem Preview-Dinner am 8. September in der St.-Elisabeth-Kirche, anschließend sind Teile davon im Byredo-Store in Berlin-Mitte zu sehen. bringt zur Art Week die Galerie WolffJordan Werke von Alissa Ritter und Malte Bartsch zusammen, die hier vom 10. -20. September zu sehen sind.wird die Art Week in diesem Jahr mit gleich acht Installationen von Designer:innen , Brands und Künstler:innen gefeiert – darunter Isabell Heimerdinger, Taiga Takahashi oder Südpfeil und Saskia Diez. Alles zu erleben im Store 81 und 77 . Dana Vowinckel über ihren neuen Roman: "Der deutsche Blick auf Juden ist oft entweder von einer extremen Faszination oder von einer extremen Abstoßung geprägt"

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