Chevron Aktie: 600.000 Barrel aus Venezuela geplant

Chevron Aktie: 600.000 Barrel aus Venezuela geplant
View on original source
Category: Business
Share
Archive
Like
Während US-Energieminister Chris Wright am heutigen Montag in Caracas erwartet wird, rücken die weitreichenden Ausbaupläne von Chevron in Südamerika in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der US-Ölmulti bereitet derzeit die finale Unterzeichnung umfangreicher Abkommen vor, die eine massive Ausweitung der Förderung in Venezuela vorsehen. Ziel ist es, die Produktion innerhalb der nächsten fünf Jahre auf rund 600.000 Barrel pro Tag (bpd) zu verdoppeln. Strategischer Vorsprung durch jahrzehntelange Präsenz Chevron-CEO Mike Wirth betonte in einem aktuellen Interview mit Bloomberg die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Er erklärte, dass sich Geduld in diesem schwierigen Marktumfeld ausgezahlt habe. Während die direkten Wettbewerber ExxonMobil und ConocoPhillips das Land bereits im Jahr 2007 nach Verstaatlichungswellen verließen, blieb Chevron über ein Jahrhundert vor Ort aktiv. Diese Beständigkeit ermöglicht es dem Unternehmen nun, als einziger großer US-Produzent von den neuen Abkommen zwischen Washington und Caracas zu profitieren. Im Rahmen der aktuellen Verhandlungen wird Chevron über 7 Milliarden US-Dollar in seine venezolanischen Projekte investieren. Das Kapital soll primär in die Erschließung neuer Schwerölreserven fließen. Parallel dazu besucht Energieminister Chris Wright das Land, um die strategische Zusammenarbeit zu festigen. Die US-Regierung sichert sich damit über verschiedene Partnerschaften Zugriff auf bedeutende Reserven, wobei Chevron als operative Speerspitze fungiert. Anzeige Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Chevron ? Fokus auf Schwerölfelder im Orinoco-Gürtel Ein Kernbestandteil der neuen Strategie ist die Ausweitung der Bohrrechte in den Feldern Carabobo 1 und Carabobo-2-South-A, die im ressourcenreichen Orinoco-Gürtel liegen. Laut Berichten von PDVSA-Präsident Héctor Obregón hat Chevron zudem seinen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Petroindependencia auf 49 Prozent aufgestockt. Im Gegenzug gibt der Konzern Beteiligungen an weniger rentablen Gasfeldern wie Macuira und Loran auf, um sich vollständig auf die hocheffiziente Ölförderung zu konzentrieren. Die wirtschaftlichen Eckdaten dieser Projekte sind für Anleger attraktiv: Die Förderkosten werden auf weniger als 20 US-Dollar pro Barrel beziffert. Dies verleiht dem Konzern eine hohe Resilienz gegenüber Preisschwankungen am Weltmarkt. Während die aktuelle Produktion in Venezuela noch bei etwa 1,21 Millionen bpd liegt, soll der Beitrag von Chevron bis zum Ende des Jahrzehnts eine zentrale Säule für das angepeilte nationale Ziel von 2 Millionen bpd bilden. Marktreaktion und geopolitische Risiken An der Börse wird die konsequente Expansionsstrategie positiv aufgenommen, auch wenn das Papier am heutigen Handelstag mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent bei 179,38 € in den Markt startete. Die langfristige Entwicklung zeigt jedoch eine deutliche Aufwärtstendenz: Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 39 Prozent. Unterstützt wird die Stimmung durch Berichte, wonach auch Dienstleister wie Halliburton über die Bereitstellung von spezialisierter Ausrüstung für die neuen Schwerölprojekte verhandeln. Analysten von Oxford Economics sehen in den Abkommen zwar ein enormes wirtschaftliches Potenzial für den Konzern und den venezolanischen Staatshaushalt, verweisen jedoch auf verbleibende Unwägbarkeiten. Politische Instabilität und mögliche rechtliche Hürden bei Regierungswechseln in den USA oder Venezuela könnten die Umsetzung der 25-Jahres-Verträge erschweren. Dennoch positioniert sich Chevron durch den exklusiven Zugang zu Reserven von geschätzt 65 Milliarden Barrel in den assoziierten Projektgebieten als dominanter Akteur in der Region. Die offizielle Bekanntgabe weiterer Details zu den neuen Schwerölfeldern wird für den kommenden Mittwoch in Caracas erwartet. Anzeige Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 7. September liefert die Antwort: Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist. Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen... Alle Aktien des Tages Aktienanalysen News Kolumnen Videos

(0)Comments

 

A note on cookies

Newshunt uses essential cookies to keep you signed in and to remember your language and country, so the site works the way you expect. With your permission, we'd also like to use analytics cookies to understand how people use Newshunt and improve it over time.

Accepting only affects analytics. To learn more, view our Privacy Policy or Terms & Conditions.