Elversbergs Trainer Vincent Wagner sieht in Mönchengladbach Gelb-Rot. Der Einspruch des Vereins gegen eine Sperre bleibt ohne Erfolg.
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Frankfurt/Main (dpa) - Elversbergs Trainer Vincent Wagner ist trotz eines Einspruchs nach der Gelb-Roten Karte im Spiel bei Borussia Mönchengladbach vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für eine Partie gesperrt worden. Der Coach des Bundesliga-Aufsteigers darf damit ausgerechnet im Heimspiel gegen Rekordmeister FC Bayern München am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) nicht auf der Bank sitzen.
Das Sportgericht wies den vom Verein fristgerecht eingereichten Einspruch gegen eine automatische Sperre für den 40-Jährigen ab. «Das Sportgericht sah keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters gemäß § 11 Nr. 3 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung und damit für eine ausnahmsweise Aufhebung der automatischen Sperre», hieß es zur Begründung in einer Mitteilung des DFB.
Einspruch ist möglich
«Nach der Rechtsprechung der UEFA ist ein solcher Ausnahmetatbestand nur dann gegeben, wenn eine Personenverwechselung vorliegt oder es zwischen Trainer und Schiedsrichter keinerlei Kontakt gab und sich der vom Platz gestellte Trainer auch sonst in keiner Weise sportwidrig verhalten hat», urteilte das Sportgericht.
Das Gremium sah zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass die automatisch eintretende Sperre grob unbillig oder willkürlich sein könne. Gegen die Entscheidung kann binnen 24 Stunden Einspruch beim DFB-Sportgericht eingelegt werden.
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Umstrittener Platzverweis
Wagner war beim 4:3-Sieg der Saarländer in Mönchengladbach am vergangenen Samstag von Schiedsrichter Martin Petersen wegen unsportlichen Verhaltens auf die Tribüne geschickt worden. Die Entscheidung war zumindest umstritten, weil Wagner den Unparteiischen weder physisch noch verbal angegriffen hatte.
«In der ersten Szene ist es so, dass der Trainer Wagner auf das Feld läuft und das ist per se schon eine Unsportlichkeit und wird dann mit Gelb bestraft. In der zweiten Szene ist es so, dass er in der Halbzeit auch in meine Richtung geht und das ist eben auch unsportlich. In Summe dann Gelb-Rot», begründete Petersen seine Entscheidung.
Martin Petersen zeigt Trainer Vincent Wagner die Gelb-Rote Karte. (David Inderlied/dpa)
Wagner hatte darauf mit Unverständnis reagiert. «Ich habe wirklich nichts gemacht. Gemeckert habe ich nicht. Das möchte ich mal festhalten. Ich bin auch nicht gerannt, habe auch nicht gewunken», sagte der 40-Jährige. Die Sperre empfinde er als «krass, weil das gefühlt eine Dreifachbestrafung ist».
Selbst Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hatte sich kritisch über den Platzverweis geäußert. «Im Nachgang betrachtet wären Möglichkeiten dagewesen, die hätten gezogen werden können, sodass es nicht zu der Gelb-Roten Karte hätte kommen müssen. Am Ende des Tages war das in Summe eine unglückliche Situation», sagte Kircher im «Doppelpass» bei Sport1.
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