– Foto: Timo Babic
Der Sparta Göttingen hat den RSV Göttingen mit 3:1 geschlagen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte Mario Kame Sparta kurz vor der Pause in Führung. RSV Göttingen glich aus und drängte anschließend auf das zweite Tor, doch Joshua Drevenstedt brachte Sparta erneut nach vorn. In der Nachspielzeit fiel die Entscheidung.
In den ersten 25 Minuten ließ der RSV wenig zu, blieb selbst allerdings ebenfalls ohne gefährliche Abschlüsse. Trainer Lasse Ahl sah darin einen ordentlichen Beginn, der jedoch nicht belohnt wurde: 'Sehr ärgerliche Niederlage gegen einen sehr starken Gegner. Wir kamen gut rein, waren die ersten 25 Minuten sehr stabil, ohne gefährlich zu werden.'
Kurz vor der Pause fand Göttingen allerdings wieder zurück in die Partie. Der RSV wurde mutiger und nahm diese Haltung mit in die zweite Hälfte. Das sollte sich schnell auszahlen: In der 53. Minute erzielte Tom Stahlke, der zur Pause eingewechselt worden war, den 1:1-Ausgleich.
Dann geriet die Partie aus Sicht des RSV ins Wanken. In der 40. Minute brachte Mario Kame Sparta mit 1:0 in Führung. Ahl ärgerte sich vor allem über die Entstehung des Gegentreffers: 'Wir fangen uns leider ein vermeidbares Gegentor, was Sparta dann einiges an Aufwind gab, und schwammen dann circa zehn Minuten.'
Der Treffer veränderte die Dynamik erneut. Sparta geriet nun seinerseits unter Druck, während der RSV die Gelegenheit bekam, das Spiel vollständig zu drehen. Aus Sicht von Lasse Ahl war genau das möglich: 'Folgerichtig machen wir kurz nach der Pause auch das 1:1 und das wiederum brachte Sparta dazu, etwas zu schwimmen."
Doch statt des RSV ging Sparta wieder in Führung. In der 61. Minute sorgte Joshua Drevenstedt mit einer Einzelaktion für das 2:1. Für Lasse Ahl war es genau diese individuelle Qualität, die den Unterschied machte: 'Wir müssen eigentlich das 2:1 machen, bekommen es aber aufgrund einer überragenden Einzelaktion von Drevenstedt.'
In der Folge wurde die Partie aus Sicht des RSV zusätzlich von Entscheidungen des Unparteiischen beeinflusst. Ahl kritisierte mehrere Situationen. Besonders eine Szene blieb ihm dabei im Gedächtnis: 'Dann folgten leider, wie schon das gesamte Spiel über, einige sehr unglückliche Entscheidungen des unter Beobachtung stehenden Unparteiischen, unter anderem ein klarer Elfmeter, der uns nicht gegeben wird.'
Der RSV versuchte weiter, auf den Ausgleich zu drängen. Sparta verteidigte die Führung und brachte das Ergebnis schließlich über die Zeit. Als Göttingen in der Schlussphase auflöste, nutzte Sparta den dadurch entstandenen Raum endgültig. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Lasse Schmidt das 3:1.
Trotz des Ergebnisses sah der RSV-Trainer keinen klaren Leistungsunterschied über die gesamte Spielzeit. 'An so einem Tag entscheiden Kleinigkeiten. Das war so ein Spiel, in dem Sparta sich das Spielglück durch ihre Einzelkönner erarbeitet hat. Alles in allem wäre ein Remis allerdings leistungsgerecht gewesen.'
Für Sparta Göttingen ist es der dritte Sieg im fünften Saisonspiel. Mit neun Punkten steht die Mannschaft auf Rang fünf der Bezirksliga Braunschweig Staffel 4. Der RSV Göttingen rangiert mit sechs Punkten auf dem elften Tabellenplatz.
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