Wie läuft die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ab? Landeswahlleiter Christian Boden war am Montagabend zu Gast bei NDR 1 Radio MV und beantwortete Ihre Fragen zur Landtagswahl.
In knapp zwei Wochen können rund 1,3 Millionen Menschen einen neuen Landtag wählen. Landeswahlleiter Christian Boden geht davon aus, dass am Wahlsonntag alle Wahllokale in Mecklenburg-Vorpommern besetzt sein werden.
Damit die Wahl reibungslos läuft, werden im ganzen Land rund 18.000 Menschen im Einsatz sein - in den Verwaltungen ebenso wie als ehrenamtliche Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Warum sich Prognosen und Hochrechnungen am Wahlabend unterscheiden, wollte Eckhard Fischer aus Pöglitz wissen. Laut Landeswahlleiter Christian Boden basieren Prognosen auf Umfragen, Hochrechnungen dagegen auf bereits ausgezählte Wahlbezirken, die auf das gesamte Land hochgerechnet werden.
"Weil die Wahlbezirke unterschiedlich schnell ausgezählt werden und sich die Ergebnisse der Wahlbezirke unterscheiden, können die Hochrechnungen im Laufe des Abends immer wieder schwanken". Doch das pendele sich im Laufe des Wahlabends ein. Gegen Mitternacht könnte laut Boden ein vorläufiges Ergebnis vorliegen. Grundsätzlich darf jeder Mensch wählen, sofern ihm nicht das Wahlrecht entzogen wurde.
Das gelte auch für Menschen mit Demenz.
"Das Wahlrecht ist höchstpersönlich", sagte Christian Boden. Entscheidend sei aber, dass die Wahlberechtigen ihren Willen zur Wahl selbst äußern können.
"Wahlberechtigte müssen eine Willenserklärungen abgegeben können und wenn eine Person das nicht mehr kann, dann sollte man sie auch nicht bedrängen". Auch ein Vormund dürfe das nicht. Pflegebedürftige Menschen können aber Unterstützung bekommen, etwa von ihren Angehörigen oder von einer Hilfsperson, die nach ihrem Willen den Stimmzettel ausfüllt. Für Menschen, die nicht ins Wahllokal kommen können, kann eine Gemeinde einen mobilen Wahlvorstand organisieren, der beispielsweise in ein Pflegeheim kommt.
Einige Hörer von NDR 1 Radio MV berichteten, dass sie noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen haben. Laut Landeswahlleiter Boden hätten die Benachrichtigungen bis zum 29. August verschickt sein müssen. Wer noch keine Benachrichtigung erhalten hat, solle sich an die zuständige Amtsverwaltung wenden.
Diese könne eine neue ausstellen. Auch Fragen zur Briefwahl beantwortete der Landeswahlleiter.
"Ich bin sicher, dass die Briefwahl eine sichere Form der Stimmabgabe ist". Im Grund sei die Briefwahl der Urnenwahl ähnlich. Die Briefwahlunterlagen würden in verschlossenen Urnen gesammelt und dürften erst am 20. September ausgezählt werden.
Aber wer Zweifel an der Briefwahl habe, dem rät Boden, sich die Auszählung im Wahllokal selbst einmal anzuschauen. FAQ: Alles Wichtige zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-VorpommernFAQ: Alles Wichtige zur Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-VorpommernDas Wahl-Navi MV: So positionieren sich die Kandidierenden
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