Laut Statcounter kommt Windows 10 im August 2026 in Deutschland wieder auf 25 Prozent Marktanteil, Windows 11 fällt auf 72,7 Prozent. Wer beim Vorgänger bleibt, bekommt über das ESU-Programm hierzulande weiter kostenlos Sicherheitsupdates.
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In Deutschland fällt diese Bewegung deutlich abrupter aus als weltweit. Global legt Windows 10 seit Mai Monat für Monat zu. In Deutschland verharrte der Wert dagegen bis Juli bei 21,5 Prozent und sprang erst im August. Ein Teil dieser Entwicklung dürfte dabei wohl auf die Messmethoden von Statcounter zurückgehen, ein anderer aber wiederum auf eine Entscheidung aus Redmond vom Juni.
Windows 10 in Deutschland: 25 Prozent Marktanteil im August
Statcounter hat für August 2026 einen Windows-10-Anteil von 25,15 Prozent an allen Windows-Installationen auf deutschen Desktop-PCs und Notebooks ausgewiesen. Wer den Umstieg auf Windows 11 bislang noch aufschiebt, sieht damit erstmals seit dem Support-Ende wieder einen Anstieg statt eines Rückgangs für Windows 10.
Im Juli lag der Wert noch bei 21,5 Prozent. Der Zuwachs von 3,5 Prozentpunkten ist der stärkste Monatssprung, den der deutsche Datensatz seit dem Support-Ende im Oktober 2025 verzeichnet. Windows 11 sinkt im Gegenzug von vormals 76,33 auf 72,45 Prozent, ein Minus von 3,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat.
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Windows 10 legte im August 2026 in Deutschland erstmals seit langer Zeit wieder zu.
Die übrigen Versionen von Windows spielen kaum noch eine ernsthafte Rolle: Windows 7 kommt auf 1,89 Prozent, Windows 8.1, Windows XP und Windows Vista teilen sich zusammen weniger als ein halbes Prozent.
Für die Einordnung zählt vor allem der Augustsprung, weil er die bisherige Richtung umkehrt. Ein Jahr zuvor, im September 2025, lag Windows 10 hierzulande noch bei 51,18 Prozent. Der Anteil hat sich seither mehr als halbiert.
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Windows 10 kommt laut Statcounter in Deutschland aktuell auf jedem vierten PC zum Einsatz.
Diese Zahlen stammen aus unserer eigenen Auswertung des von Statcounter bereitgestellten Rohdatensatzes, welcher am 7. September 2026 erhoben wurde.
Die Steam-Umfrage widerspricht Statcounter
Auf Steam fällt Windows 10 im August 2026 auf 24,37 Prozent aller Windows-Systeme, ein Minus von 0,51 Prozentpunkten gegenüber Juli. Windows 11 klettert dort auf 75,53 Prozent und setzt damit den Trend fort, welchen die Steam-Hardware- & Software-Umfrage von Valve seit Monaten zeigt.
Aufschlussreich ist der Vergleich der absoluten Werte. Statcounter sieht Windows 10 in Deutschland bei 25,0 Prozent, Valve weltweit bei 24,37 Prozent. Die Werte liegen damit nur rund einen halben Punkt auseinander, entwickeln sich aber in entgegengesetzte Richtungen.
Valves Umfrage erfasst ausschließlich Spiele-PCs und befragt pro Monat etwa ein Zwölftel der aktiven Nutzer; Büro- und Behördenrechner tauchen darin nicht auf. Ein rein deutscher Ausschlag würde sich in einer weltweiten Stichprobe kaum abzeichnen. Als Bestätigung für ein Comeback taugt die Hardware-Umfrage trotzdem nicht.
Wie belastbar die Zahlen von Statcounter sind
Der deutsche Statcounter-Datensatz weist 2026 Sprünge aus, die sich mit realem Nutzerverhalten kaum erklären lassen. Der Anteil von Windows 7 pendelt hierzulande zwischen 0,36 Prozent im Februar und 3,45 Prozent im Mai. Ein Betriebssystem, dessen Support-Ende im Jahre 2020 erfolgte, gewinnt und verliert keine Millionen Installationen im Monatsrhythmus. Auch der Jahresbeginn liefert ein Beispiel: Windows 10 stürzte demnach von Januar auf Februar von 35,27 auf 24,57 Prozent ab.
Der Grund liegt in der Methode. Statcounter zählt Seitenaufrufe über Zählpixel auf teilnehmenden Websites, keine installierten Systeme. Verschiebt sich der Traffic-Mix, etwa weil eine reichweitenstarke Seite ein- oder aussteigt oder die Bot-Filterung anders greift, verändern sich die Anteile ohne jede Veränderung im Gerätebestand. Wir haben bereits vor einem Jahr auf diese Schwankungen hingewiesen.
Der laufende Monat liefert das nächste Beispiel: Für den 1. bis 6. September weist Statcounter Windows 10 in Deutschland wieder mit 22,62 Prozent aus. Der Wert ist ein Zwischenstand aus sechs Tagen und wird sich bis Monatsende noch verschieben. Er zeigt aber, wie schnell der Augustsprung wieder verschwinden kann.
ESU bis Oktober 2027 nimmt den Druck aus dem Umstieg
Microsoft hat das ESU-Programm für private Windows-10-Geräte Ende Juni 2026 um ein Jahr bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Angekündigt wurde der Schritt nicht. Er tauchte lediglich als Änderung auf der Support-Seite auf. Für Privatnutzer im Europäischen Wirtschaftsraum bleibt die Teilnahme kostenlos.
Hinweis zum ESU-Programm: Voraussetzungen sind Windows 10 in Version 22H2 und ein Microsoft-Konto, welches bis zu zehn Geräte abdeckt. Außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums werden einmalig 30 US-Dollar oder 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte fällig. Bereits registrierte Rechner laufen ohne weiteres Zutun weiter.
Damit ist der Stichtag im Oktober 2026 vom Tisch, und der Druck zum Wechsel sinkt genau in dem Herbst, in dem er am größten gewesen wäre. Wie groß der Bestand ist, hat HP im Mai beziffert: Rund 30 Prozent der eigenen Geräte liefen noch unter Windows 10. Im selben Datensatz klettert Linux auf deutschen Desktop-Rechnern von 5,12 Prozent im März auf 7,71 Prozent im August.
Das Wichtigste in aller Kürze Windows-10-Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum können ihre Geräte dank kostenloser ESU-Sicherheitsupdates bis Oktober 2027 weiter absichern und müssen nicht sofort auf Windows 11 wechseln.
Der starke August-Anstieg bei Statcounter ist kein belastbarer Beleg für ein Windows-10-Comeback, da die Messmethode deutliche monatliche Schwankungen verursachen kann.
PC-Spieler sollten den Trend besonders vorsichtig einordnen, weil die Steam-Umfrage Windows 10 weiterhin im Rückgang und Windows 11 bei steigender Verbreitung zeigt.
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Quelle: Statcounter
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