Nach der Sachsen-Anhalt-Wahl bleibt die Stimmungslage bundesweit weitgehend stabil. Die AfD verharrt bei 28 Prozent vor der Union, die auf 21 Prozent kommt. Im Osten würden derweil 45 Prozent aller Wähler für die AfD stimmen.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt sich das politische Stimmungsbild auf Bundesebene zunächst weitgehend stabil. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer des Instituts Forsa bleibt die AfD mit 28 Prozent auf ihrem bisherigen Höchststand und führt damit weiterhin deutlich vor CDU und CSU, die unverändert 21 Prozent erreichen. Die Grünen kommen erneut auf 16 Prozent, die SPD auf zwölf Prozent. Einzig die Linke verliert gegenüber der Vorwoche einen Punkt und liegt nun bei elf Prozent.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht wird mit drei Prozent wieder separat ausgewiesen. Hierdurch sinkt der Anteil der sonstigen Parteien auf fünf Prozent. Die FDP verharrt bei vier Prozent. Auffällig bleibt der große Anteil von Befragten, die sich nicht festlegen wollen oder nicht wählen würden. Er liegt bei 29 Prozent und damit erheblich über dem Nichtwähleranteil bei der Bundestagswahl 2025, der 17,9 Prozent betragen hatte.
Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede weiterhin in Ostdeutschland. Bei einer dort abgehaltenen Bundestagswahl käme die AfD laut Umfrage auf 45 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten Linke und Union: Die Linke würde 15 Prozent erzielen, CDU und CSU zwölf Prozent. SPD und Grüne lägen jeweils bei neun Prozent, während BSW und sonstige Parteien auf jeweils fünf Prozent kämen.
Auch bei der Frage nach der politischen Problemlösungskompetenz ist kein breites Vertrauen in die Parteien erkennbar. 55 Prozent der Befragten trauen keiner politischen Kraft am ehesten zu, die zentralen Probleme Deutschlands zu bewältigen. Unter den Parteien liegt die AfD mit 13 Prozent knapp vor der Union mit zwölf Prozent. Die Grünen verbessern sich auf acht Prozent, die SPD kommt auf fünf Prozent. Für die Linke sprechen sich nur noch vier Prozent aus.
Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt zugleich mit sehr niedrigen Zustimmungswerten konfrontiert. 13 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 85 Prozent äußern Unzufriedenheit. In Ostdeutschland fällt die Zustimmung mit sieben Prozent noch geringer aus als im Westen, wo 15 Prozent Merz positiv bewerten. 91 Prozent äußern im Osten zudem Unzufriedenheit an seiner Arbeit.
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