Baspo-Langzeitstudie zeigt: Die Fitness von männlichen Rekruten geht zurück, während sich Frauen sportlich verbessern.
Die Studie wurde von der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen, der Schweizer Armee und der Universität Zürich durchgeführt. Bei Männern sank die durchschnittliche Punktzahl im Fitnesstest der Armee zwischen 2006 und 2024 von 74.2 auf 70.4.
Gleichzeitig stieg der Anteil der Männer, die sich selbst als «trainiert» bezeichneten, von 40 auf 56 Prozent. Forschende sehen hier eine Tendenz zur Selbstüberschätzung. Laut den Studienautoren trugen strukturelle Gründe wie das gestiegene Rekrutierungsalter und Bewegungseinschränkungen während der Covid-19-Pandemie zum Leistungsabfall bei.
Zudem seien die Testübungen nicht spezifisch auf moderne oder beliebte Sportarten ausgerichtet. Der Fitnesstest umfasst fünf Übungen: Standweitsprung, Medizinballstoss, Rumpfkrafttest, Einbeinstand und Ausdauerlauf. Frauen, die sich freiwillig für den Militärdienst meldeten, verbesserten ihre Fitnesstestergebnisse von 45.4 auf 49.9 Punkte.
Zudem stieg der Anteil der als «trainiert» eingestuften Frauen von 50 auf 64 Prozent. Forschende betonen jedoch, dass es sich um eine körperlich motivierte und selektierte Gruppe handelt. Die Ergebnisse der Studie, die rund 700'000 Stellungspflichtige und freiwillige Frauen erfasste, wurden im Fachjournal «BMJ Open» publiziert.
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