Habeck als Kanzlerkandidat 2029: Planen die Grünen sein Comeback?

Habeck als Kanzlerkandidat 2029: Planen die Grünen sein Comeback?
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Category: Politics
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Habeck-Comeback? Grüne schmieden am großen Kanzler-Plan für 2029 Von: Lisa Mahnke Drucken Teilen Die Grünen richten sich schon jetzt auf die Bundestagswahl 2029 aus. Intern gilt Robert Habeck dabei als stärkster Name. Ein Zeitplan lässt aufhorchen. Magdeburg – Politisch wollte Robert Habeck (Grüne) länger die Füße hochlegen. Doch ganz so leicht lassen ihn die Grünen offenbar nicht davonkommen. Ihnen fehlt ein populäres Gesicht für die Bundestagswahl 2029, und der Ex-Vizekanzler ist unter Parteikollegen ein klarer Favorit. Zur Wahlkampfunterstützung zeigt sich Habeck bereits in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt – die Vorbereitung für ein Comeback? Prominente Wahlkampfunterstützung bei den Grünen: Auch in Mecklenburg-Vorpommern war Robert Habeck unterwegs. © picture alliance/dpa | Ulrich Perrey Noch ist davon offiziell keine Rede. Doch bei den Grünen sind Planungen für die nächste Bundestagswahl bereits in vollem Gange. 'Mit allem, was wir tun, arbeiten wir strategisch auf 2029 hin', betonte Parteichef Banaszak laut der Rheinischen Post. Der Name Habeck fällt dabei immer öfter bei der Frage nach möglichen Kanzlerkandidaten. 'Wir haben keinen größeren Publikumsmagneten als Robert', sagte ein anonymer Spitzen-Grüner der Bild. Grünen fehlt das Zugpferd für Kanzlerfrage: Parteispitze überzeugt nicht, Özdemir und Baerbock fallen raus Cem Özdemir wird vereinzelt als Option gehandelt, doch er ist als Ministerpräsident von Baden-Württemberg politisch gebunden. Auch die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock dürfte erst einmal ausscheiden. Sie soll in den kommenden drei Jahren als Professorin an der Columbia University in New York arbeiten. Aus der Parteispitze bei den Grünen sticht aktuell keine Person im selben Maß hervor. Dafür fehlt etwa den Parteivorsitzenden Felix Banaszak und Franziska Brantner die Bekanntheit. Auch die Fraktionschefinnen Katharina Dröge und Britta Haßelmann können nicht mit Habecks Bekanntheitsgrad konkurrieren. Dazu kommt Kritik aus der Parteibasis, wo man der Parteispitze ungenutztes Potenzial ankreidet. Die Parteispitze kreise zu sehr um sich selbst, meint ein Grünen-Politiker gegenüber der Rheinischen Post. Bundestagswahl 2025: Von 'Tünkram' bis zum 'Tor zur Hölle' – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf Fotostrecke ansehen Währenddessen berichtet die Berliner Morgenpost, dass Banaszak und Brantner nach der Bundestagswahl damit beschäftigt waren, Konflikte zwischen den Flügeln der Partei in Zaum zu halten. Nicht gerade ideale Bedingungen, um sich an der Startlinie für die Kanzlerfrage zu positionieren. In den Ostbundesländern mit Landtagswahlen versuchten Banaszak und Brantner es dennoch mit Habecks 'fahrender Küchentisch'-Strategie, auf Tour mit den Formaten 'Feierabend mit Franziska' oder 'Taxi Banaszak'. Grünen-Wähler setzen auf Habeck – Umfragen sehen Grüne teils vor SPD Nur ist das Original offenbar weiterhin schwer zu ersetzen. In einer INSA-Umfrage für die Bild gaben 61 Prozent der Grünen-Wähler an zu glauben, dass die Grünen mit Habeck erfolgreicher wären. 21 Prozent zeigten sich unentschlossen und lediglich 18 Prozent gaben an, die Grünen wären mit Habeck nicht erfolgreicher. Auch wegen aktueller Umfragen dürften die Grünen wohl bereits über mögliche Kanzlerkandidaten nachdenken. In einer INSA-Umfrage vom 5. September lagen SPD und Grüne gleichauf, bei je 13 Prozent. In einer Infratest-dimap-Umfrage vom 3. September lagen die Grünen mit 15 Prozent sogar vor der SPD (13 Prozent). Sollte sich der Trend verfestigen, dürfte die Partei um die Kanzlerfrage kaum herumkommen. Auch die Unbeliebtheit des Kanzlers Friedrich Merz (CDU) könnte den Grünen in die Karten spielen. Für Kanzlerkandidatur zur Bundestagswahl: Habeck könnte 2027 zurückkommen Habeck selbst hält sich bezüglich möglicher politischer Ambitionen bisher bedeckt. Auch eine Grünen-Politikerin sagte der Bild: 'Momentan ist Robert noch ein wenig im Abklingbecken und freut sich, als Freigeist unterwegs zu sein.' Derzeit lebt der Ex-Vizekanzler in Kopenhagen, tritt in Podcasts, im Fernsehen und auf Bühnen auf und ist als Gastprofessor aktiv. Kürzlich hat er zudem ein Buch geschrieben. Mit seinem Abschied von der Bundespolitik hatte Habeck im Interview mit der Tageszeitung (taz) betont, er müsse 'Abstand zu dem zu engen Korsett des Berliner Politikbetriebs gewinnen'. Bis zu seinem Comeback brauche es noch Zeit, heißt es laut der Bild. 'Wenn er jetzt schon den Kopf aus der Hecke stecken würde, würde er wieder abgeschlagen', sagte eine interne Stimme. Etwa im Herbst 2027 müsse man Habecks Rückkehr in die Politik einleiten, damit im Jahr 2028 seine Kandidatur für 2029 angekündigt werden könne. Parteichef Banaszak hält zumindest die Möglichkeit einer Rückkehr offen. Im Juni sagte er der Deutschen Welle (DW): 'Ich habe zum Glück nie von ihm gehört, dass seine politische Zeit beendet ist.' (Quellen: Bild, Rheinische Post, Berliner Morgenpost, Tageszeitung, Deutsche Welle) (lismah)

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