Ermittlungen gegen OGP-Vizechef Kropiwa im NABU-Fall 'Karthago': Luxusimmobilien und russische Pässe in der Familie
Nach Angaben von 5 канал — Політика: Im Rahmen einer Recherche von hromadske steht Serhij Kropiwa, stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit im Generalstaatsanwaltbüro (OGP), im Fokus der NABU-Sonderoperation 'Karthago'. Journalisten deckten auf, dass Kropiwa und seine Familie im Besitz von exklusiven Immobilien sind und zudem russische Pässe besitzen. Auch finanzielle Transaktionen der Familie wurden dokumentiert. Wichtige Informationen zu Kropiwa
Der 42-jährige Serhij Kropiwa bekleidet seit 2022 die Position des stellvertretenden Abteilungsleiters im Bereich internationale Zusammenarbeit beim OGP. Zwischen 2023 und 2024 war er auch Stellvertreter des Leiters der Militärverwaltung der Region Odessa, Oleg Kiper. Bereits 2020 fungierte er als Erster Stellvertretender Leiter der Cyberpolizeiabteilung. Zudem besitzt Kropiwa eine privat erworbene Wohnung in Zolotonosha.
Immobilienbesitz der Eltern von Kropiwa: Seine Mutter, Walentina Kropiwa, erwarb ab 2020 eine Wohnung im Wohnkomplex 'Comfort Town', ein Grundstück in Lisnyky, einen Toyota RAV4 sowie eine weitere Wohnung im Wohnkomplex 'Faina Town'.
Der Wert des Grundstücks in Lisnyky wird auf 200.000 US-Dollar geschätzt, die Wohnung in 'Faina Town' kostet über 160.000 US-Dollar.
Sein Vater, Wassyl Kropiwa, gründete im Jahr 2021 mehrere Einzelunternehmen und wurde 2023 Miteigentümer einer Firma.
2024 erwarb Wassyl eine Wohnung im Wohnkomplex UNIT.Home, und im Jahr 2025 kaufte er ein 500 Quadratmeter großes Gebäude in Boyarka.
Familie seiner Ehefrau und russische Pässe: Kropiwas Ehefrau, Iryna, kaufte 2023 einen Mercedes-Benz GLE-Class im Wert von über 130.000 US-Dollar.
Iryna besaß einen russischen Pass, der ihr 2004 ausgestellt wurde, der mittlerweile aber ungültig ist.
Auch Irynas Eltern verfügen über gültige russische Pässe, die sie Anfang der 2000er Jahre erhielten.
Vermögen einer weiteren Person aus dem 'Karthago'-Fall: Im Jahr 2025 erwarb Jeliszaveta Iwahnjenko in Kiew ein gewerbliches Objekt mit 150 Quadratmetern für mehr als 160.000 US-Dollar.
Den Ermittlungen zufolge ließ Kropiwa Immobilien im Luxushotel Glacier in der Region Iwano-Frankiwsk auf Dritte eintragen.
Die illegale Vergütung soll laut Ermittlung über 42 Millionen Griwna betragen haben. Details zum Fall
Die Sonderoperation 'Karthago' sorgte in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen, da sie die finanziellen Verstrickungen von Regierungsbeamten beleuchtet. Die Untersuchungen dauern an und könnten bald weitere wichtige Erkenntnisse zutage fördern. Die Operation 'Karthago' zeigt die Bedeutung von Transparenz im öffentlichen Dienst auf, insbesondere hinsichtlich finanzieller Verbindungen und möglicher Interessenkonflikte.
Vor dem Hintergrund steigender Erwartungen an ethisches Verhalten von Amtsträgern können solche Enthüllungen das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen nachhaltig beeinflussen. Weitere Recherchen könnten umfassendere Einblicke in die Strukturen der Korruption liefern und so Impulse für gesetzliche oder politische Reformen im Bereich der öffentlichen Verwaltung geben.
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