Das neu formierte Schweizer Curling-Team greift in die neue Saison ein – und hat bereits bewiesen, was es draufhat.
Ein neu formiertes Team, neue Rollenverteilungen und trotzdem ein vertrautes Ziel: Team Pätz will im Schweizer Frauen-Curling an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Skip Alina Pätz, die unter der zurückgetretenen Silvana Tirinzoni bereits die geteilte Verantwortung für das Team hatte, ist das prägende Gesicht der Equipe.
Mit Renée Frigo und Stefanie Berset sind zwei neue Spielerinnen dazugekommen, Selina Witschonke blieb Pätz erhalten. Die ersten Schritte in neuem Gewand sind gemacht – und gleich erfolgreich. Im schottischen Stirling bestritt das Team seinen ersten Ernstkampf. Und wie: Pätz, Witschonke, Frigo und Berset konnten das Turnier gewinnen.
Nun geht es weiter nach Kanada, wo weitere hochkarätige Turniere auf dem Programm stehen. Pätz nun als Skip unterwegs Trotz des starken Auftakts will sich die 34-jährige Pätz nicht auf diesem ersten Erfolg ausruhen: «Wir können es besser, als wir es in Stirling gezeigt haben. Es stimmt uns aber positiv. » In ihrer neuen Rolle als Skip müsse sich die Urdorferin erst einmal zurechtfinden.
«Es ist noch zu früh, dass ich es geniessen kann. » Gleichzeitig war die neue Herausforderung entscheidend, was ihre Zukunft betrifft: «Es hat mich motiviert, weiterzuspielen. » Mit Berset stiess eine Spielerin zum Team, die Pätz bereits aus der Zeit mit Tirinzoni kannte. Die 29-Jährige war in der Vergangenheit als Ersatzspielerin bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen mit dabei.
«Ich weiss, was in den letzten Jahren gelaufen ist. Und man will diesem Erfolg natürlich auch gerecht werden», so die Bernerin. Druck verspüre sie bis anhin aber noch nicht, da mit Olympia 2030 das klare Fernziel noch relativ weit weg liegt. Frigo die Jüngste im Team Ganz neu im Team ist die erst 21-jährige Frigo.
«Selina Witschonke hat mich an einem Freitagabend angerufen. Mir ging nach dem Telefonat ganz viel durch den Kopf, doch mir wurde schnell bewusst, dass es eine coole Chance ist, die ich nutzen will», erklärt die Bündnerin den jüngsten Schritt. Kurzfristig richtet sich für das Team Pätz der Fokus auf die grossen Turniere der Curling-Saison – insbesondere die Weltmeisterschaft im März.
Bis dahin bleibt für das Quartett vor allem eines: zusammenwachsen, weiterarbeiten – und zeigen, dass der erfolgreiche Auftakt in Stirling mehr als nur ein vielversprechender Start war.
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