Nach zwei Jahren Bauzeit hat Finnland einen 200 Kilometer langen Stacheldrahtzaun an der Grenze zu Russland fertiggestellt. »Der Grenzzaun an der Ostgrenze ist in diesen unvorhersehbaren Zeiten ein wesentlicher Bestandteil eines wirksamen Grenzsicherheitssystems«, sagte die finnische Innenministerin Mari Rantanen laut einer Pressemitteilung. Er solle auch dabei helfen, »Menschen bei Bedarf vom finnischen Hoheitsgebiet fernzuhalten«.
Der Zaun wurde seit August 2024 an mehreren Abschnitten der mehr als 1.300 Kilometer langen Grenze zu Russland gebaut, an denen »der operative Bedarf am größten und der Bau am wirtschaftlich sinnvollsten« gewesen sei, teilte der finnische Grenzschutz mit. Neben dem rund 4,5 Meter hohen Zaun wurde auch ein technisches Überwachungssystem installiert.
Im Dezember 2023 hatte Finnland die Grenze zu Russland komplett geschlossen, nachdem mehr als 1300 Migranten ohne Visa versucht hatten, ins Land zu kommen. Finnland warf dem Nachbarland vor, die Menschen als Teil einer »hybriden Kriegsführung« gezielt an die Grenze geführt zu haben. Russland wies die Anschuldigung zurück.
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