Zwar sei das Sex-Treffen im Maschinenraum einvernehmlich gewesen. Der 24-jährige Matrose aber habe seiner Kollegin weisgemacht, dass sie unbeobachtet seien, obwohl er wusste, dass ein 25 Jahre alter Kollege das Geschehen über die Überwachungskamera verfolgt.
11.000 Schadenersatz an KameradinNeben dem Livestream fertigte er auch Fotos und Ausdrucke der Bilder an. Insofern habe er die intimen Bilder verbotenerweise öffentlich gemacht, befand das Gericht. Es verurteilte die beiden zu gemeinnütziger Arbeit und einer militärischen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Beide müssen zusammen rund 11.000 Euro Schadenersatz an die Frau zahlen.
Dass es an dem Abend auf dem Schiff zu starkem Alkoholkonsum kam, entschuldige die Situation in keiner Weise, betonte das Gericht. Es handle sich um ein vollkommen inakzeptables Verhalten, sagten die Richter auch mit Blick auf die übrigen Matrosen, die den Livestream verfolgten.
Die Matrosen hätten das Vertrauen einer Kameradin schwer missbraucht und ihre sexuelle Integrität grob verletzt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch diese Geschichte noch lange Zeit innerhalb des Verteidigungsministeriums die Runde machen werde, wodurch das Opfer immer wieder damit konfrontiert werden werde.
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