Das 31 Jahre alte Tier ist unerwartet gestorben. Untersuchungen ergaben eine Darmembolie als Todesursache.
Der Chinesische Riesensalamander (Andrias davidianus) im Tierpark Chemnitz ist unerwartet am Montag, dem 31. August, im Alter von 31 Jahren gestorben. Mehr als drei Jahrzehnte gehörte das Tier zur Einrichtung.
Da es sich um das letzte Tier dieser Art im Tierpark Chemnitz handelte, endet die Haltung des Chinesischen Riesensalamanders dort zunächst.
Es wird jedoch geprüft, unter welchen Voraussetzungen künftig wieder ein Riesensalamander im Tierpark Chemnitz gehalten werden könnte.
Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben ergeben, dass eine Darmembolie die Todesursache war. Aufgrund des Krankheitsbildes und der damit verbundenen Prognose bestand keine realistische Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung.
Auch wenn der Verlust für den Tierpark und die Besucher bedauerlich ist, war das Tier bis zu seinem plötzlichen Tod in einer sehr guten körperlichen Verfassung.
Sein hohes Alter und der über viele Jahre stabile Gesundheitszustand zeugen von der fachgerechten Haltung und kontinuierlichen Betreuung im Tierpark Chemnitz.
Die wissenschaftliche Untersuchung durch das Leibniz-IZW bietet darüber hinaus die Möglichkeit, wertvolle Erkenntnisse über die Gesundheit und mögliche Erkrankungen dieser seltenen und bedrohten Amphibienart zu gewinnen.
Solche Erkenntnisse können langfristig dazu beitragen, die Haltung und tiermedizinische Versorgung von Riesensalamandern weiterzuentwickeln.
Besonders erfreulich ist, dass das Leibniz-IZW bei dem männlichen Tier Sperma gewinnen und sichern konnte. Dieses genetische Material kann für künftige Zuchtbemühungen von Bedeutung sein und möglicherweise einen Beitrag zum Erhalt dieser stark bedrohten Art leisten.
Die Sicherung von genetischem Material ist insbesondere bei seltenen Tierarten ein wichtiger Bestandteil moderner Zucht- und Artenschutzprogramme.
Der Chinesische Riesensalamander ist die zweitgrößte Amphibienart der Welt und in seinem natürlichen Lebensraum massiv bedroht.
Die Bestände in China sind in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch die intensive Nutzung der Tiere für den menschlichen Verzehr stark zurückgegangen.
Der Erhalt der Art stellt daher auch zoologische Einrichtungen vor besondere Herausforderungen.
Tierpark Chemnitz: täglich von 9 bis 19 Uhr
Wildgatter Oberrabenstein: täglich von 9 bis 18 Uhr
Letzter Einlass und Kassenschluss sind jeweils eine Stunde vor Schließung.
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