Oscarpreisträgerin Susan Sarandon sagt, sie verliere aufgrund ihres Aktivismus weiterhin Rollen. Am Filmfestival Venedig stellt die 79-Jährige nun ihren neuen Film «The Echo Chamber» vor.
Wegen Palästina-Engagement: «Mir wurden erst kürzlich wieder Filme weggenommen» Oscarpreisträgerin Susan Sarandon sagt, sie verliere aufgrund ihres Aktivismus weiterhin Rollen. Am Filmfestival Venedig stellt die 79-Jährige nun ihren neuen Film «The Echo Chamber» vor.
«Mir wurden erst kürzlich wieder Filme weggenommen, weil es Agenturen gibt, die den Leuten immer noch sagen, sie sollten mich nicht engagieren», sagte Sarandon laut dem britischenSarandon hatte bereits kurz vor Beginn des Gazakriegs berufliche Konsequenzen zu spüren bekommen. Im November 2023 trennte sich die renommierte Talentagentur UTA von ihr, nachdem die Schauspielerin an propalästinensischen Kundgebungen teilgenommen hatte. Für Kritik sorgte insbesondere eine Äusserung Saradons über die Situation jüdischer Menschen in den USA.
Sie sagte damals, viele hätten Angst, jüdisch zu sein, und bekämen nun einen Eindruck davon, «wie es sich anfühlt, in diesem Land Muslim zu sein». Die öffentliche Wahrnehmung des Nahostkonflikts habe sich seither stark verändert, sagte die Schauspielerin in Venedig. Auch die US-Unterstützung für Israel werde inzwischen kritischer betrachtet. In der Filmbranche spüre sie davon allerdings nur bedingt etwas.
International fühle sie sich hingegen willkommen. Sarandon ist nach Italien gereist, um ihren neuen Film «The Echo Chamber» von Regisseur Andrea Pallaoro vorzustellen. In dem Film spielt sie eine alternde Sängerin, die für ein Comeback-Album einen Musikproduzenten engagiert, der sich von einer Drogensucht erholt. Der Film basiert auf dem letzten Drehbuch des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci und gehört zu den 21 Werken im Wettbewerb um den Goldenen Löwen.
Die Auszeichnung ist der Hauptpreis der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wird am 12. September vergeben.ist seit 2023 Sitemanagerin und Nachrichtenjournalistin bei der Redaktion Tamedia. Zuvor hat sie bei mehreren Schweizer Medien als News-Redaktorin gearbeitet.
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