Münsterplatz Basel: Sandskulptur «For Sand» kracht einen Tag vor Vernissage zusammen

Münsterplatz Basel: Sandskulptur «For Sand» kracht einen Tag vor Vernissage zusammen
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Mit einer Skulptur auf dem Basler Münsterplatz wollte der Schweizer Künstler Klaus Littmann dem Publikum vermitteln, dass Sand knapp ist. Doch vor der Vernissage am Dienstag stürzte sie ein. Panne vor Eröffnung : Kunstwerk zerfällt: Plötzlich war da nur noch ein Sandhaufen Darum gehts Am Montag stürzte eine Skulptur aus Sand von Klaus Littmann auf dem Basler Münsterplatz ein. Die Kernaussage der Skulptur: Sand wird weltweit immer knapper, so der Künstler. Die Vernissage findet dennoch statt; ursprünglich sollte die Skulptur erst über die Ausstellung hinweg durch die Witterung langsam zerfallen. Eigentlich sollte die Skulptur «For Sand» am Dienstagabend auf dem Basler Münsterplatz mit einer Vernissage enthüllt werden. Einen Tag vorher kam es jedoch zum Unglück. Wer zurzeit über den Platz schlendert, sieht statt eines kunstvollen Quaders einen riesigen Sandhaufen. Das Kunstwerk, das auf die Knappheit von Sand aufmerksam machen soll, sollte sechs Meter hoch werden, wie auf einem Plakat neben dem Haufen steht. Seit Montag liegt dort jedoch nur noch ein circa drei Meter hoher Sandberg, umgeben von den Elementen, die den Sand während des Aufbaus hätten stützen sollen. Werbung Künstler war vor Ort, als alles auseinanderfiel Doch wie konnte das Missgeschick passieren? Beim Aufbau wurde der Sand stufenweise eingefüllt und verdichtet. Die Konstruktion besteht aus schweren Schaltafeln, erklärt der Schweizer Künstler Klaus Littmann. Als diese Schaltafeln gelöst wurden, passierte das Unglück. «Ich war bei der Entschalung vor Ort», so Littmann. Wieso die Skulptur auseinanderbrach, kann man nicht sagen, so der Künstler. Es würde für ihn auch kein Problem darstellen, dass der Sand nicht in der geplanten Form stehen geblieben sei. «Mich stört der Zerfall nicht, der Inhalt des Projektes ist deswegen nicht verschwunden. Und die Menge Sand nimmt trotzdem Bezug darauf, wie viel Sand verbraucht wird. Der Sand ist eine Ressource, die nicht unendlich ist», beschreibt Littmann gegenüber 20 Minuten. Ist und Soll: Auf dem Münsterplatz steht ein Sandhaufen (links), statt eines säuberlichen Quaders (rechts). Visualisierung: Axel Vansteenkiste & 20 Minuten/ Pina Wiemer Den Zerfall hat der Künstler mit eingeplant. Doch eigentlich hätte er erst langsam über die vier Wochen Ausstellungszeit eintreten sollen. Jetzt zerfiel die Installation schon vor der feierlichen Eröffnung: Littmann wird die Vernissage trotzdem am Dienstagabend feiern, wie er sagt. Werbung Das sagen Passanten Ein Paar aus Hannover, das gerade die zerfallene Skulptur bestaunt, sagt über den Haufen: «Die Botschaft, dass zu viel Sand, etwa für einen Bau, genutzt wird, verstehen wir ja trotzdem.» Was hältst du davon, dass die Kunstinstallation in Basel bereits vor der Eröffnung eingestürzt ist? Das ist ein peinlicher Vorfall für den Künstler. Jetzt sollte es für Kinder als riesiger Sandkasten freigegeben werden. Es unterstreicht die Vergänglichkeit der Kunst – genau das ist spannend. Solche Pannen passieren bei Kunst im öffentlichen Raum eben. Trotzdem finde ich das Kunstprojekt informierend. Werbung

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