PISA-SCHOCK FÜR DEUTSCHLAND! SCHÜLER SO SCHLECHT WIE NOCH NIE – MATHE, LESEN UND NATURWISSENSCHAFTEN STÜRZEN AB!

PISA-SCHOCK FÜR DEUTSCHLAND! SCHÜLER SO SCHLECHT WIE NOCH NIE – MATHE, LESEN UND NATURWISSENSCHAFTEN STÜRZEN AB!
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Category: SciTech
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Deutschland erlebt einen Bildungs-Schock, der Eltern, Lehrer und Politik gleichermaßen aufrütteln dürfte: Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben bei der internationalen PISA-Studie 2022 in allen drei untersuchten Kernbereichen so schlecht abgeschnitten wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000. Getestet wurden die Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-Jährigen in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften – und ausgerechnet in allen drei Bereichen rauschten die Ergebnisse auf historische Tiefstände. Besonders dramatisch fällt der Absturz in Mathematik aus. Deutschlands Jugendliche erreichten dort im Durchschnitt nur noch 475 Punkte, nachdem es bei der vorherigen PISA-Erhebung 2018 noch 500 Punkte gewesen waren. Das bedeutet einen Absturz um 25 Punkte innerhalb nur einer Erhebungsrunde. Beim Lesen sieht es kaum besser aus: Dort sank das Ergebnis von 498 Punkten im Jahr 2018 auf nur noch 480 Punkte im Jahr 2022 – ein Minus von 18 Punkten. Auch bei den Naturwissenschaften ging es kräftig bergab: von 503 Punkten auf 492 Punkte. Damit erreichte Deutschland in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften jeweils die schlechtesten PISA-Werte seiner bisherigen Teilnahme. Die OECD macht deutlich, wie gewaltig dieser Einbruch tatsächlich ist: Allein der Leistungsrückgang zwischen 2018 und 2022 in Mathematik und Lesen entspricht ungefähr dem Lernfortschritt, den Schülerinnen und Schüler im Alter von etwa 15 Jahren normalerweise innerhalb eines ganzen Schuljahres erzielen. Deutschland hat damit rechnerisch binnen weniger Jahre einen Bildungsrückstand in einer Größenordnung aufgebaut, die kaum noch als kleine Schwankung abgetan werden kann. Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass Deutschland zwar nicht am unteren Ende der Tabelle steht, seinen früheren Vorsprung gegenüber vielen anderen Industriestaaten aber weitgehend eingebüßt hat. Der OECD-Durchschnitt lag 2022 in Mathematik bei 472 Punkten, beim Lesen bei 476 Punkten und in den Naturwissenschaften bei 485 Punkten. Deutschland lag damit in Mathematik und Lesen nur noch knapp beim OECD-Mittel und in den Naturwissenschaften etwas darüber. Ganz anders sieht es an der Weltspitze aus: Singapur kam auf sensationelle 575 Punkte in Mathematik, 543 Punkte beim Lesen und 561 Punkte in den Naturwissenschaften. Japan erreichte 536 Punkte in Mathematik, 516 beim Lesen und 547 in den Naturwissenschaften, Estland kam auf 510, 511 und 526 Punkte. Der Abstand zwischen Deutschland und den stärksten Bildungssystemen der Welt ist damit gewaltig. Die OECD spricht ausdrücklich davon, dass die Ergebnisse von 2022 in allen drei Bereichen die niedrigsten sind, die für Deutschland jemals bei PISA gemessen wurden. Zwar spielte die Corona-Pandemie mit Schulschließungen und Einschränkungen eine Rolle, doch das Problem begann nicht erst mit Corona: Schon ungefähr seit den PISA-Runden um 2012 beziehungsweise 2015 hatte sich der zuvor positive Trend in Deutschland gedreht. Das Statistische Bundesamt weist ebenfalls darauf hin, dass die durchschnittlichen Kompetenzen schon vor der Pandemie zurückgegangen waren. Noch alarmierender wird das Bild, wenn man nicht nur auf Durchschnittswerte schaut, sondern darauf, wie viele Jugendliche grundlegende Fähigkeiten überhaupt noch beherrschen. In Mathematik erreichten in Deutschland nur noch 70 Prozent der getesteten Schülerinnen und Schüler mindestens Kompetenzstufe 2. Anders gesagt: Rund 30 Prozentlagen unter dieser grundlegenden Schwelle. Der OECD-Durchschnitt lag bei 69 Prozent, die mindestens Stufe 2 erreichten. Besonders erschreckend ist der langfristige Vergleich: Gegenüber dem Jahr 2012 stieg der Anteil der Jugendlichen unterhalb der Mindestkompetenz in Mathematik um satte 12 Prozentpunkte. Beim Lesen erhöhte sich dieser Anteil um 11 Prozentpunkte, ebenso in den Naturwissenschaften um 11 Prozentpunkte. Beim Lesen erreichten 2022 noch 75 Prozent der deutschen Jugendlichen mindestens Kompetenzstufe 2, während es im OECD-Durchschnitt 74 Prozent waren. Diese Mindeststufe bedeutet unter anderem, dass Jugendliche die Hauptaussage eines mittelschweren Textes erkennen und Informationen anhand vorgegebener Kriterien finden können. Etwa jeder vierte getestete Jugendliche in Deutschland erreichte diese Schwelle beim Lesen nicht. In den Naturwissenschaften kamen 77 Prozent mindestens auf Kompetenzstufe 2, gegenüber 76 Prozent im OECD-Schnitt. Gleichzeitig wird auch an der Spitze sichtbar, wie begrenzt die Gruppe der besonders leistungsstarken Schüler inzwischen ist. In Mathematik erreichten lediglich 9 Prozent der deutschen Jugendlichen die höchsten Kompetenzstufen 5 oder 6 – exakt so viele wie im OECD-Durchschnitt. Zum Vergleich: In Singapur schafften dies unglaubliche 41 Prozent, in Chinesisch Taipei 32 Prozent, in Macau 29 Prozent, in Hongkong 27 Prozent sowie in Japan und Südkorea jeweils 23 Prozent. Beim Lesen gehörten in Deutschland 8 Prozent zu den Spitzenkräften, verglichen mit 7 Prozent im OECD-Durchschnitt. In den Naturwissenschaften erreichten immerhin 10 Prozent der deutschen Schüler die Stufen 5 oder 6, während der OECD-Durchschnitt bei 7 Prozent lag. Doch hinter diesen Durchschnittswerten verbirgt sich ein weiteres massives Problem: Bildungserfolg hängt in Deutschland weiterhin besonders stark von der sozialen Herkunft ab. Sozial besser gestellte Jugendliche aus dem oberen Viertel der sozioökonomischen Verteilung erzielten in Mathematik im Durchschnitt 111 Punkte mehr als Jugendliche aus dem unteren Viertel. Im OECD-Durchschnitt betrug diese Differenz lediglich 93 Punkte. Der sozioökonomische Status erklärte in Deutschland rund 19 Prozent der Unterschiede bei den Mathematikleistungen; im OECD-Durchschnitt waren es nur 15 Prozent. Gleichzeitig schafften es lediglich rund 10 Prozent der sozial benachteiligten Jugendlichen, trotz ihrer Ausgangslage zum leistungsstärksten Viertel ihres Landes zu gehören. Auch zwischen Mädchen und Jungen zeigen sich deutliche Unterschiede. Jungen lagen in Deutschland in Mathematik im Durchschnitt 11 Punkte vor den Mädchen, während Mädchen beim Lesen satte 19 Punkte besser abschnitten als Jungen. Unter Kompetenzstufe 2 lagen in Mathematik 28 Prozent der Jungen und 31 Prozent der Mädchen. Beim Lesen sah es anders aus: Dort unterschritten 22 Prozent der Mädchen und 29 Prozent der Jungen die Mindestkompetenz. Unter den Mathematik-Spitzenkräften befanden sich 10 Prozent der Jungen, aber nur 7 Prozent der Mädchen. Beim Lesen dreht sich das Verhältnis um: 9 Prozent der Mädchen und 7 Prozent der Jungen schafften die höchsten Kompetenzstufen. Diese Zahlen zeigen: Deutschlands Bildungskrise betrifft längst nicht nur einzelne Schulformen, einzelne Bundesländer oder eine kleine Problemgruppe – sie zieht sich tief durch das gesamte System. Die Dimension der Untersuchung macht die Ergebnisse zusätzlich brisant. Weltweit nahmen an PISA 2022 rund 690.000 Schülerinnen und Schüler teil. Sie stehen statistisch für ungefähr 29 Millionen 15-Jährige in den Schulen der insgesamt 81 teilnehmenden Länder und Volkswirtschaften. Allein in Deutschland wurden 6.116 Jugendliche an 257 Schulen getestet. Diese Stichprobe repräsentiert nach Angaben der OECD ungefähr 681.400 deutsche 15-Jährige und damit schätzungsweise 92 Prozent der gesamten Altersgruppe. Die PISA-Erhebung 2022 war ursprünglich bereits für 2021 geplant gewesen, wurde wegen der COVID-19-Pandemie jedoch um ein Jahr verschoben. Deutschland erfüllte nach Angaben der OECD sämtliche vorgeschriebenen Qualitätsstandards der Erhebung, sodass die Ergebnisse als belastbar gelten. Und genau deshalb lässt sich der historische Absturz nicht einfach wegdiskutieren: 475 Punkte in Mathematik, 480 Punkte beim Lesen und 492 Punkte in Naturwissenschaften stehen schwarz auf weiß – ebenso der massive Rückgang gegenüber 500, 498 und 503 Punkten im Jahr 2018. Deutschlands Schüler sind damit in allen drei zentralen PISA-Bereichen auf dem niedrigsten Leistungsstand angekommen, der seit dem Einstieg Deutschlands in die Studie im Jahr 2000 gemessen wurde. Besonders bitter: Während Deutschland lange Zeit glaubte, die Folgen des ersten großen 'PISA-Schocks' überwunden zu haben, zeigen die aktuellen Langzeitdaten eine deutliche Trendwende. Die Ergebnisse hatten sich zunächst verbessert, doch seit ungefähr 2012 beziehungsweise 2015 geht es je nach Kompetenzbereich wieder nach unten. Corona hat die Entwicklung verschärft, erklärt sie aber nicht vollständig. Die entscheidende Frage lautet deshalb längst nicht mehr, ob Deutschland ein Bildungsproblem hat – sondern wie tief dieses Problem inzwischen reicht und wie schnell Schulen, Politik und Gesellschaft gegensteuern können. Denn PISA misst nicht nur auswendig gelerntes Schulwissen. Die Studie prüft, ob Jugendliche Wissen anwenden, Probleme lösen, kritisch denken und Informationen verstehen können – also genau jene Fähigkeiten, die sie später in Ausbildung, Studium, Beruf und Alltag benötigen. Wenn fast jeder dritte Jugendliche bei Mathematik grundlegende Kompetenzanforderungen verfehlt und etwa jeder vierte beim Lesen die entsprechende Mindestschwelle nicht erreicht, geht es nicht mehr um ein paar Punkte in einer internationalen Rangliste. Es geht um die Zukunftschancen einer ganzen Generation und um die Frage, ob Europas größte Volkswirtschaft ihren Nachwuchs noch ausreichend auf eine zunehmend komplizierte, technische und wissensbasierte Welt vorbereitet. Während Spitzenreiter wie Singapur Deutschland in Mathematik um 100 Punkte übertreffen, ist die einstige Bildungsnation tief ins internationale Mittelfeld gerutscht. Die Ergebnisse der PISA-Studie sind deshalb mehr als eine schlechte Schulnote für die Jugendlichen – sie sind ein unüberhörbares Alarmsignal für das gesamte deutsche Bildungssystem. Der neue PISA-Schock ist da – und diesmal sind die Ergebnisse schlechter als je zuvor! Bitte Telegram-Kanal folgen http://t.me/pressecop24 Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

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