Reisekrankheit streckt Urlauber hin – kleine Punkte auf dem Handy sollen helfen

Reisekrankheit streckt Urlauber hin – kleine Punkte auf dem Handy sollen helfen
View on original source
Category: Health
Share
Archive
Like
Wer auf dem Beifahrersitz oder im Zug auf das Handy schaut, kennt das Problem oft nur zu gut. Plötzlich meldet sich der Magen und eine unangenehme Übelkeit breitet sich aus. Mediziner bezeichnen dieses Phänomen als Reisekrankheit oder Kinetose. Ausgelöst wird das flaue Gefühl durch unerwartete Bewegungen des Fahrzeugs, während die Augen starr auf den Bildschirm gerichtet sind. Genau an diesem Punkt greift eine neue Funktion für mobile Geräte ein. Mit dem Update auf Android 17 rollt Google den sogenannten visuellen Bewegungsausgleich aus. Zunächst profitieren Besitzer von Pixel-Smartphones von der Neuerung. Auf dem Display tauchen dabei dezent gefärbte Punkte an den Rändern auf, die der Technologiekonzern als bewegende Formen oder Bubbles bezeichnet. Ursache ist ein Sinneskonflikt: Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet Bewegung, während die Augen (z. B. beim Blick auf ein Buch oder Handy in der Kabine) Stillstand melden. Das Gehirn kann die widersprüchlichen Signale nicht auflösen – das löst Übelkeit, Blässe, Kaltschweiß und Schwindel aus. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet Bewegung, während die Augen (z. B. beim Blick auf ein Buch oder Handy in der Kabine) Stillstand melden. Das Gehirn kann die widersprüchlichen Signale nicht auflösen – das löst Übelkeit, Blässe, Kaltschweiß und Schwindel aus. Fast jeder ist grundsätzlich anfällig: Nur Menschen ohne funktionierendes Gleichgewichtsorgan sind praktisch immun. Besonders empfindlich sind Kinder zwischen etwa 2 und 12 Jahren; im Erwachsenenalter nimmt die Anfälligkeit meist ab. Frauen sind statistisch häufiger betroffen als Männer. Nur Menschen ohne funktionierendes Gleichgewichtsorgan sind praktisch immun. Besonders empfindlich sind Kinder zwischen etwa 2 und 12 Jahren; im Erwachsenenalter nimmt die Anfälligkeit meist ab. Frauen sind statistisch häufiger betroffen als Männer. Selbst steuern hilft: Wer selbst fährt, wird kaum seekrank, weil das Gehirn die Bewegung vorhersagen kann. Deshalb wirken auch Beifahrersitz, Blick auf den festen Horizont, frische Luft und liegende Kopfhaltung – und Lesen oder Displaynutzung verschlimmern es. Wer selbst fährt, wird kaum seekrank, weil das Gehirn die Bewegung vorhersagen kann. Deshalb wirken auch Beifahrersitz, Blick auf den festen Horizont, frische Luft und liegende Kopfhaltung – und Lesen oder Displaynutzung verschlimmern es. Der Körper gewöhnt sich (Habituation): Bei anhaltender Reizsituation, etwa auf einem Schiff, lässt die Übelkeit meist nach 2–3 Tagen von selbst nach. Medikamentös helfen Antihistaminika wie Dimenhydrinat oder Scopolamin-Pflaster – am besten vorbeugend eingenommen, da sie bei bereits bestehender Übelkeit deutlich schlechter wirken. Während der Fahrt wandern diese Markierungen immer leicht in die Richtung, die das Auto oder der Bus gerade einschlägt. Dadurch erhält das Gehirn subtile Informationen über die tatsächliche Bewegungsrichtung. Die Technik schließt auf diese Weise die Lücke zwischen der visuellen Wahrnehmung und der körperlichen Bewegung. Im besten Fall verhindert dieser simple Trick das Aufkommen der lästigen Übelkeit komplett. Nutzer können den visuellen Bewegungsausgleich ganz nach ihren eigenen Vorlieben anpassen. Sobald das Gerät eine Fahrt registriert, schaltet sich das Feature auf Wunsch völlig automatisch ein. Zudem lässt sich die praktische Hilfe direkt in den Schnelleinstellungen platzieren. Wer möchte, kann außerdem die Form, die Farbe und die Deckkraft der angezeigten Punkte individuell verändern. Zu finden ist die Neuerung in den Einstellungen unter dem Menüpunkt Google-Dienste oder Google. Weitere News für dich: Bisher mussten Android-Nutzer auf Apps von Drittanbietern zurückgreifen, um der Reisekrankheit den Kampf anzusagen. Bei der Konkurrenz gehört ein solches Feature dagegen schon länger zum Standard. Auf iPhones und iPads schlummert die Funktion bereits seit der Veröffentlichung von iOS 18 im Jahr 2024. Apple weist seine Kunden allerdings darauf hin, dass der Trick mit den Punkten am besten funktioniert, wenn man in Fahrtrichtung sitzt. Auf den Geräten mit dem Apfel-Logo versteckt sich die Hilfe in den Einstellungen unter Bedienungshilfen, Bewegung und schließlich Fahrzeug-Bewegungshinweise. Genau wie bei Android bietet das System eine automatische Aktivierung an. Ebenso existiert ein Schnellzugriff über das Kontrollzentrum, um die Punkte bei Bedarf sofort auf den Bildschirm zu holen. Dieser Artikel erschien zuerst unter Reisekrankheit streckt Urlauber hin – kleine Punkte auf dem Handy sollen helfen auf DerWesten.de.

(0)Comments

 

A note on cookies

Newshunt uses essential cookies to keep you signed in and to remember your language and country, so the site works the way you expect. With your permission, we'd also like to use analytics cookies to understand how people use Newshunt and improve it over time.

Accepting only affects analytics. To learn more, view our Privacy Policy or Terms & Conditions.