Hamburg - Nach dem Wahl-Fiasko in Sachsen-Anhalt liegen die Nerven in der CDU blank. Ein langjähriges Mitglied hat die Nase nun endgültig voll und ist ausgetreten: Trash-TV-Queen und Unternehmerin Claudia Obert (64).
Trash-TV-Queen und Unternehmerin Claudia Obert (64) ist aus der CDU ausgetreten. (Archivfoto) ©
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Gegenüber "BILD" rechnet die 64-Jährige mit der Partei und den Entscheidungsträgern ab - insbesondere mit Kanzler Friedrich Merz (70). "Ich habe das Gefühl, er macht Politik zum Selbstzweck. Die Leistung ist mangelhaft. In jedem Unternehmen würde er sofort gefeuert werden", so Obert.
Beispielhaft für dessen Versagen nennt sie die Krankschreibung ab dem ersten Tag. "Jeder Arzt ist auch Geschäftsmann und schreibt den Arbeitnehmer krank, damit er wieder abzischt. Und dann gleich für eine ganze Woche. Sonst wäre der Arbeitnehmer vielleicht nur einen Tag zu Hause geblieben. Das ist weltfremd! Merz hat noch nie an der Front gearbeitet", poltert sie weiter.
Generell sei der Erfolg der AfD ein Zeichen für das Versagen der CDU, urteilt Obert. "Es ist eine reine Protestwahl, was man ja auch verstehen kann. Das ist ja im wahren Leben auch so: Wenn du mit deinem Ehemann unzufrieden bist, musst du die Biege machen - solange du noch kannst", erläutert sie.
Das Problem der CDU? Obert: "Mit der SPD zusammen wird immer nur der kleinste gemeinsame Nenner gesucht. Seit knapp anderthalb Jahren sind sie jetzt schon gemeinsam an der Regierung, aber es gibt in dieser Zeit nicht einen einzigen 'Big Point', den die Koalition gemacht hat."
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