Nordkorea: Kim Jong-un rüstet Marine zur nuklearen Streitmacht auf

Nordkorea: Kim Jong-un rüstet Marine zur nuklearen Streitmacht auf
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Category: Politics
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Kim Jong-un stellt neuen Zerstörer in Dienst: Nordkorea rüstet Marine zur nuklearen Streitmacht auf Von: Bedrettin Bölükbasi Drucken Teilen Kim Jong-un will Nordkoreas Marine zur Atomstreitmacht machen. Ein neuer Zerstörer soll Teil eines Systems für nukleare Vergeltung werden. Pjöngjang – Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treibt den Ausbau seiner Marine voran – und verbindet ihn zunehmend mit dem Atomprogramm des Landes. Bei der feierlichen Indienststellung des neuen Zerstörers 'Kang Kon' in der Hafenstadt Wonsan erklärte Kim, die Marine müsse zu einer 'nuklear bewaffneten Streitmacht' entwickelt werden. Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un. © IMAGO/Ekaterina Shtukina Nordkorea stellt neuen Zerstörer vor: 'Nukleare Waffensysteme' 'Wir müssen sicherstellen, dass nukleare Waffensysteme für einen tatsächlichen Krieg vielseitig und wirksam eingesetzt werden können', sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Der neue Zerstörer solle Teil eines staatlichen nuklearen Reaktionssystems werden, das auch 'vernichtende Vergeltungsschläge' ermöglichen könne. Ob die 'Kang Kon' tatsächlich Atomwaffen an Bord trägt, ist allerdings unklar. KCNA machte dazu keine konkreten Angaben. Das Schiff gehört zur 5000-Tonnen-Klasse und ist bereits der zweite moderne Zerstörer dieser Bauart. Erst vor rund drei Monaten hatte Nordkorea die 'Choe Hyon' in Dienst gestellt und anschließend mehrere Waffentests durchgeführt. Analysten sehen in Kims Ankündigung dennoch einen deutlichen Hinweis auf eine neue Dimension des nordkoreanischen Atomprogramms. Die Zerstörer könnten demnach künftig als Plattformen für eine seegestützte nukleare Abschreckung dienen. Der südkoreanische Experte Lim Eul-chul von der Kyungnam University wertete Kims Äußerungen als öffentliche Erklärung, dass die Schiffe für eine solche Abschreckung eingesetzt werden sollen. Kim Jong-un stärkt Armee: Neue Zerstörer für Nordkoreas Marine Kim kündigte zugleich einen weiteren Ausbau der Seestreitkräfte an. Nordkorea wolle neue Marineeinheiten schaffen, verschiedene Klassen von Kriegsschiffen bauen und an der Ostküste neue Marinestützpunkte errichten. Bereits in acht Monaten soll laut KCNA die nächste Stufe des Marineausbaus präsentiert werden. Was genau damit gemeint ist, ließ Kim offen. Experten halten es für möglich, dass Pjöngjang dann ein weiteres strategisch wichtiges Waffensystem vorstellt. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit Kims umfassenderem Ziel, Nordkoreas nuklearfähige Streitkräfte auszubauen. Nach Angaben südkoreanischer Behörden beschäftigt sich Pjöngjang bereits seit dem Parteitag im Februar verstärkt mit der Möglichkeit einer nuklear bewaffneten Marine. 250 Jahre USA: Trump feiert auf MAGA-Art – das Jubiläum in Bildern Fotostrecke ansehen Inhalt anzeigen Südkoreas Militärmanöver vor Jeju: Antwortet Nordkorea mit neuem Zerstörer? Die Ankündigung fällt zeitlich mit einem gemeinsamen Militärmanöver von Südkorea, den USA und Japan zusammen. Vor der südkoreanischen Insel Jeju begann am Montag die fünftägige Übung 'Freedom Edge'. Beteiligt sind größere maritime und Luftstreitkräfte der drei Länder. Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs dient das jährlich stattfindende Manöver der Abschreckung und soll die Reaktionsfähigkeit gegenüber Nordkoreas Atom- und Raketenbedrohung verbessern. Pjöngjang betrachtet solche Übungen dagegen regelmäßig als Vorbereitung auf einen Angriff und dürfte die zeitliche Nähe zu Kims Ankündigung entsprechend als weiteres Argument für den Ausbau seiner Streitkräfte nutzen. Bemerkenswert ist dabei auch die Rolle von Kims Tochter Ju Ae. Sie nahm bei der Zeremonie zur Indienststellung der 'Kang Kon' eine auffällig prominente Stellung an der Seite ihres Vaters ein. Südkoreas Geheimdienst geht davon aus, dass sie zunehmend als mögliche Nachfolgerin ihres Vaters in Position gebracht wird. Trump setzt auf Gespräch mit Kim Parallel zu der militärischen Aufrüstung gibt es weiterhin Signale für eine mögliche diplomatische Annäherung. US-Präsident Donald Trump hatte im August überraschend angekündigt, gemeinsame Militärübungen mit Südkorea deutlich zurückzufahren. Er verwies dabei auf seine nach eigener Darstellung 'sehr gute Beziehung' zu Kim und erklärte, er rechne damit, den nordkoreanischen Machthaber noch in diesem Jahr zu treffen. Kim hat sich zu dem Gesprächsangebot bislang nicht öffentlich geäußert. Während Washington damit auf einen diplomatischen Durchbruch hofft, schafft Pjöngjang zugleich neue militärische Fakten. Mit dem Ausbau der Marine und der möglichen Einbindung von Atomwaffen in die Seestreitkräfte könnte Nordkorea seine nukleare Abschreckung künftig nicht mehr nur auf landgestützte Raketen stützen – sondern zunehmend auch auf See. (Quellen: dpa, Reuters) (bb)

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