Im Ortsteil Hürtgen der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren sind am Dienstagnachmittag mehrere Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Rund 360 Menschen müssen deshalb vorsorglich ihre Häuser verlassen. Das sagte Joachim Hannen, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Kämmerer der Gemeinde Hürtgenwald, dem WDR.
Altenheime sind laut Hannen nicht von der Evakuierung betroffen. Geräumt werden Wohnhäuser. Freiwillige Feuerwehr, Polizei und weitere Einsatzkräfte unterstützen die betroffenen Menschen bei der Evakuierung.
Erste kontrollierte Sprengung um 18:45 Uhr
Bis 18:45 Uhr "wird es zu einer kleineren, kontrollierten Sprengung kommen" , so die Gemeinde. Dann ist auch die Straße "Im Endgesfeld" vollständig gesperrt. Auch die Ortsdurchfahrt B399, die Höhenstraße, wird gesperrt werden, sobald alle Straßen evakuiert sind.
Die Gemeinde hofft, die Arbeiten bis etwa 19:30 Uhr abschließen zu können.
Fliegerbombe soll entschärft werden
Bei einem der gefundenen Kampfmittel handelt es sich um eine große Fliegerbombe. Sie soll vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Zwei weitere kleinere Kampfmittel sollen voraussichtlich kontrolliert gesprengt werden.
Welche Häuser von der Evakuierung betroffen sind, hatte die Gemeinde zuvor auf einer Karte veröffentlicht. Die betroffenen Haushalte werden von Beschäftigten der Gemeinde, Polizei und Feuerwehr informiert.
Anlaufstelle im Rathaus
Für Betroffene hat die Gemeinde im großen Sitzungssaal des Rathauses eine Anlaufstelle eingerichtet. Sie kann bei Bedarf genutzt werden.
(0)Comments