Nach dem schlechten Abschneiden bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zieht die CDU erste Konsequenzen. Noch-Ministerpräsident Sven Schulze kündigte die Neuwahl des CDU-Landesvorstand an.
Sachsen-Anhalts derzeitiger Ministerpräsident Sven Schulze zieht Konsequenzen nach der Niederlage bei der Landtagswahl. Im Herbst soll es eine Neuwahl für den CDU-Landesvorstand geben.
Magdeburg. - Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze angekündigt, dass es im Herbst eine Neuwahl des Landesvorstands geben wird. Dieser solle Ende November oder Anfang Dezember stattfinden, sagte Schulze nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg.
Der 47-Jährige hatte die Christdemokraten als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt. Seine Partei stürzte bei der Wahl von 37,1 im Jahr 2021 auf 17,2 Prozent ab. Die CDU-Landtagsfraktion schrumpfte von 40 auf 15 Abgeordnete.
Bereits wenige Stunden zuvor hatte Schulze in Berlin Konsequenzen angekündigt. "Ich bin dort als Spitzenkandidat angetreten und werde daraus natürlich auch entsprechende Konsequenzen ziehen", sagte der 47-Jährige nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei am Mittag in Berlin. "Wir haben als CDU keinen Regierungsauftrag mehr, wir sind Opposition. Der Regierungsauftrag liegt jetzt bei der AfD."
Sepp Müller will neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden
Derweil scheint ein möglicher Kandidat für die Nachfolge bereits in den Startlöchern zu stehen: Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller will nach der Wahlschlappe seiner Partei neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden.
Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller bei der Verkündung seiner Kandidatur für den Sitz als CDU-Landesvorsitzender.
Foto: dpa/Klaus-Dieter Gabbert
"Ich kandidiere als Landesvorsitzender", sagte der 37-Jährige nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg.
(0)Comments