Erst streiten sich die Töchter, dann Rapper Bushido und Unternehmer Jochen Schweizer: Wie aus einer unerfreulichen Begegnung an einer Bushaltestelle ein öffentlicher Schlagabtausch wurde.
Bushido und der Unternehmer Jochen Schweizer hatten an einer Bushaltestelle in München offenbar eine Begegnung der eher unerfreulichen Art. - Erst streiten sich die Töchter, dann Rapper Bushido und Unternehmer Jochen Schweizer: Wie aus einer unerfreulichen Begegnung an einer Bushaltestelle ein öffentlicher Schlagabtausch wurde.
Am Morgen des 2. September begleitete Rapper Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, seine Töchter im Münchner Nobelvorort Grünwald zur Bushaltestelle. Nicht ohne Grund, denn schon länger soll die Tochter eines Nachbarn die Kinder der Ferchichis gemobbt und geschubst haben, so zumindest die Darstellung von Bushidos Frau Anna-Maria Ferchichi.
An jenem Morgen traf der Rapper an der Haltestelle schließlich auf den Vater des Mädchens, dessen Name auch zahlreichen Menschen etwas sagen dürfte: Es handelt sich dabei um den Unternehmer Jochen Schweizer, der unter anderem aus der Vox-Show 'Die Höhle der Löwen' bekannt ist. Bushido wusste das zu diesem Zeitpunkt aber offenbar nicht. Laut Anna-Maria Ferchichi, die den Streit wenig später in mehreren Instagram-Storys öffentlich machte, sprach ihr Mann Schweizers Tochter auf ihr Verhalten an.
Danach soll Schweizer gegenüber anderen Eltern an der Haltestelle abfällig über Bushido gesprochen und ihn als 'hochkriminell' bezeichnet haben.
'Der ist nicht kriminell, auch nicht hochkriminell', schrieb Ferchichi in ihrer Story. Außerdem erhob sie den Vorwurf, Schweizer habe ihre Kinder geschubst.und in einem ausführlichen Gedächtnisprotokoll, das er nach eigenen Angaben noch am selben Tag verfasste, grundlegend anders. Demnach sei ein ihm zunächst unbekannter Mann auf seine 15-jährige Tochter zugegangen und habe sie in einem 'deutlich unangemessenen sowie aggressiven und einschüchternden Ton' angesprochen.
Als Schweizer sich vorstellte, habe der Mann geantwortet: 'Es ist mir scheißegal, wer du bist', Grünwalder 'Wer-ist-wer-Vorstellungen' brauche es nicht. Später habe Bushido sinngemäß angeboten, 'um die Ecke zu gehen, um die Sache persönlich zu erledigen' - eine Formulierung, die Schweizer als indirekte Drohung wertete. Ein Schubsen habe 'tatsächlich nicht stattgefunden', betont er. Den Vorwurf, Bushido als 'hochkriminell' bezeichnet zu haben, lässt Schweizer in seinem Protokoll unbeantwortet.
Dass Anna-Maria Ferchichi Schweizers minderjährige Tochter in ihren Instagram-Storys namentlich nannte, sorgte für zusätzliche Kritik. Schweizer selbst betonte, er halte den Weg über soziale Medien für 'den falschen Weg, der nicht im Interesse der Kinder beider Parteien ist'. Eigentlich habe er den Vorfall gar nicht öffentlich machen wollen, habe sich dann aber doch dazu entschieden, nachdem Vorwürfe gegen ihn erhoben worden seien.
Den Konflikt wolle er lieber unter Erwachsenen oder über die Schule klären, sagte er gegenüberEin unbeschriebenes Blatt ist Bushido nicht, denn der Rapper ist vorbestraft: 2015 wurde er wegen eines vorgetäuschten Einbruchs in sein Berliner Aquaristik-Geschäft zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt, ein Jahr später folgte ein Strafbefehl über 135.000 Euro wegen Steuerhinterziehung. Dazu kommen frühere Verurteilungen wegen Körperverletzung und Beleidigung.
Jahrelang war Bushido zudem eng mit dem Clan-Chef Arafat Abou-Chaker verbunden, gegen den er schließlich selbst als Zeuge und Nebenkläger vor dem Berliner Landgericht auftrat.
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