KNDS Aktie: Partnerschaft mit Niewiadow für LU 211

KNDS Aktie: Partnerschaft mit Niewiadow für LU 211
View on original source
Category: Business
Share
Archive
Like
Auf der MSPO präsentiert KNDS neue Systeme und eine Fertigungspartnerschaft in Polen. Der Auftragsbestand beträgt 33,1 Milliarden Euro. Illustration, KI-generiert KNDS nutzt die Rüstungsmesse MSPO in Kielce, um seine Position in Polen und der Region auszubauen. Auf der am heutigen Dienstag eröffneten Messe zeigt der Rüstungskonzern ein breites Portfolio, das von Panzermunition bis zu Systemen gegen Drohnen reicht. Partnerschaft mit Niewiadow und neue Munition Im Zentrum des Auftritts steht eine Partnerschaft mit dem polnischen Unternehmen Niewiadow zur Produktion der LU 211-Munition vor Ort. Damit reagiert KNDS auf den in Polen zunehmend geforderten Lokalisierungsanspruch bei Rüstungsbeschaffungen. Zusätzlich präsentiert das Unternehmen die 105-mm-Haubitze LG1 mit ERG3-Munition, die eine Reichweite von bis zu 17 Kilometern erreicht. Bei der 155-mm-Munition zeigt KNDS sowohl das Projektil BONUS als auch die LU211-Geschosse, die mit 39-Kaliber-Rohren bis zu 30 Kilometer und mit 52-Kaliber-Rohren bis zu 40 Kilometer Reichweite erzielen sollen. Ergänzt wird das Portfolio um das C-UAV-System TARGAS zur Drohnenabwehr, das Mehrzweckfahrzeug MTO-T sowie das Radschützenpanzerfahrzeug CELERIS 8x8. Die breite Produktpalette unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, sich als Systemanbieter für regionale strategische Unabhängigkeit zu positionieren – ein Thema, das angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Osteuropa an Gewicht gewinnt. Geschäftszahlen als Rahmen KNDS beschäftigt nach eigenen Angaben rund 11.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Deutlich größer fällt der Auftragsbestand aus: Mit 33,1 Milliarden Euro liegt er beim mehr als Siebenfachen des Jahresumsatzes und signalisiert eine über Jahre gesicherte Auslastung der Produktion. Die Lokalisierungsstrategie in Polen fügt sich in ein größeres Muster ein. Der Oberst Robert Frommholz von der polnischen Rüstungsagentur betonte in diesem Zusammenhang, dass Polen bei Beschaffungsprogrammen zunehmend auf heimische Fertigungsanteile besteht. Als Beispiele nannte er das Opel-Werk in Gliwice im Rahmen des F-16-Programms sowie das Wisła-Luftabwehrprogramm, bei dem polnische Firmen wie WZU und PIT-Radwar Komponenten liefern. Auch beim Raketenprogramm Narew soll der polnische Konzern PGZ künftig CAMM-ER-Flugkörper produzieren. Wettbewerbsumfeld in Kielce KNDS trifft in Kielce auf internationale Konkurrenz. Hyundai Rotem stellt mit dem K2PL eine polenspezifische Panzervariante vor, deren Fertigung gemeinsam mit dem lokalen Partner Bumar-Łabędy voranschreitet. Hanwha Aerospace zeigt ein breites Spektrum an Luftverteidigungs- und unbemannten Systemen. Der Wettbewerb um polnische Rüstungsaufträge verschärft sich damit spürbar, wobei lokale Fertigungsanteile zunehmend zum entscheidenden Kriterium werden. Für KNDS bedeutet der Auftritt in Kielce eine Fortsetzung der Strategie, sich durch lokale Partnerschaften und ein diversifiziertes Produktportfolio in einem Markt zu behaupten, in dem nationale Wertschöpfung für Auftraggeber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der hohe Auftragsbestand gibt dem Unternehmen dabei Rückhalt für langfristige Investitionen in Produktionskapazitäten vor Ort.

(0)Comments

 

A note on cookies

Newshunt uses essential cookies to keep you signed in and to remember your language and country, so the site works the way you expect. With your permission, we'd also like to use analytics cookies to understand how people use Newshunt and improve it over time.

Accepting only affects analytics. To learn more, view our Privacy Policy or Terms & Conditions.