Landkreis Osterholz baut ÖPNV weiter aus: Neue Linie und mehr Fahrten

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Category: Politics
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Die Verknüpfung wichtiger Buslinien mit der Regionalbahn ist eines der erklärten Landkreis-Ziele im sogenannten Osterholz-Takt. Christian Kosak Die Nettoausgaben des Landkreises Osterholz für den ÖPNV steigen 2026 erstmals auf fast 11,1 Millionen Euro, vorrangig für den Ausbau des Busnetzes laut Kämmerer Florian Hinzelmann. Mit Fahrplanwechsel Mitte Dezember wurden Taktverdichtungen im Busverkehr eingeführt. Für die Regionalbuslinie 677 ist eine Verdichtung und Umbenennung, eventuell zur Jahresmitte 2026, geplant. Wegen Schienensanierung zwischen Bremen und Oldenbüttel von Juli bis Dezember 2027 wird es Sperrungen und Ersatzbusse geben. Auswirkungen auf Bus- und Bahnverkehr werden laut Dominik Vinbruck erwartet. Unser Artikel wurde mit KI für Sie zusammengefasst. → Mehr Infos Mehr anzeigen Weniger anzeigen Der Landkreis Osterholz lässt sich den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eine schöne Stange Geld kosten. Kämmerer Florian Hinzelmann taxiert die Nettoausgaben 2026 auf fast 11,1 Millionen Euro – das sind abermals 460.000 Euro mehr als im Vorjahr und rund 4,3 Millionen Euro mehr als 2022. Während für das Angebot auf der Schiene das Land zuständig ist, sind es auf Landkreis-Seite die Schul- und Linienbusse, von denen immer mehr nach dem sogenannten Osterholz-Takt verkehren – also in der Hauptverkehrszeit montags bis sonnabends mindestens stündlich auf den wichtigen Verkehrsachsen zwischen Orten mit mehr als 3000 Einwohnern. Wie berichtet, hat es mit dem Fahrplan-Wechsel Mitte Dezember gerade erst einige Taktverdichtungen und -anpassungen gegeben. Das aber ist, bildlich gesprochen, durchaus noch nicht die Endstation, wie Dezernatsleiter Dominik Vinbruck ausführt. Neben der allgemeinen Teuerung seien bereits weitere Verbesserungen eingepreist. Da ist zunächst die BSAG-Buslinie N 8 vom Bahnhof Vegesack über Aumund und Blumenthal nach Schwanewede-Nord (Am Spreeken). Sie ersetzt das sogenannte Nacht-Taxi N 94 und verkehrt ab 5. Januar in den Nächten auf Sonnabend und Sonntag jeweils bis 3 Uhr alle 30 Minuten und anschließend stündlich. In den übrigen Nächten gibt es täglich drei Fahrten zwischen 0 und 3 Uhr. Osterholz ist an den Kosten der N 8 finanziell beteiligt. Das Angebot war schon seit längerer Zeit geplant; es dürfte insbesondere auch für jüngere Fahrgäste interessant sein, die es ins Bremer Nachtleben zieht, zumal in Vegesack ohne lange Wartezeit umgestiegen werden kann. Linie 677 fährt häufiger Auch die zweite für 2026 vorgesehene Leistungsausweitung betrifft in erster Linie den Westkreis, denn für die letzte verbliebene Regionalbuslinie nach den oben genannten Kriterien gilt beim 677er bislang noch nicht der Osterholz-Takt. Für die Verbindung von Vegesack über Schwanewede und Meyernburg nach Uthlede bedeutet das erheblich mehr Fahrten und erstmalig auch sonntags überhaupt ein Angebot (alle zwei Stunden). Vinbruck sagt, "eventuell zur Jahresmitte" könne der dichtere Takt eingeführt werden; es seien aber noch Gespräche mit der Gemeinde Schwanewede nötig. Weil der Osterholz-Takt für alle Linien mit der Endziffer -0 gilt, wird die Linie 677 dann in 620 oder 690 umbenannt, kündigt der Dezernatsleiter an. Einstweilen gilt der 677er-Fahrplan bis einschließlich 12. August, also den letzten Tag der Sommerferien. Verwaltungsschätzungen zufolge muss der Landkreis Osterholz wegen der geplanten Verdichtung mit jährlichen Mehrkosten von rund 300.000 Euro rechnen, die 2026 dann zunächst nur anteilig fällig werden. Generell sei die Kostenentwicklung im ÖPNV sehr dynamisch und – Stichwort Deutschlandticket – für die Aufgabenträger schwer vorhersehbar. Schon jetzt aber sei festzustellen, dass das verbesserte Angebot zu mehr Nachfrage führt. Vinbruck: "Die Busse werden von Monat zu Monat voller." Belastbare Fahrgastzahlen seien vorerst allerdings noch nicht zu erwarten, zu unbeständig ist vor allem auch das Nahverkehrsangebot der Deutschen Bahn und der Nordwestbahn – was wiederum an der Digitalisierung der Weichen, Übergänge und Signale liegt, die zwischen Bremen und Oldenbüttel an das modernisierte Stellwerk Bremen-Burg anzubinden sind. Und die eigentliche Generalsanierung der Schienenstrecke kommt erst noch. Kurzfristig wurde bereits der planmäßige Fünf-Minuten-Puffer zwischen der Bremer RS-2-Ankunft am Bahnhof Osterholz-Scharmbeck und der Abfahrt der Regionalbuslinie 680 auf sieben Minuten vergrößert. Generalsanierung bringt Einschränkungen Vinbruck macht sich keine Illusionen: Die Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge, so sagt er, werde sich erst dann signifikant verbessern können, wenn der Zustand der Gleise und Oberleitungen generell auf Vordermann gebracht wurde. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist dafür der Zeitraum vom 9. Juli 2027 bis zum 11. Dezember 2027 vorgesehen. Gut fünf Monate wird bestenfalls eines der beiden Gleise benutzbar sein, doch auch Vollsperrungen wird es geben, vor allem nachts und an Wochenenden. Die Menschen werden während der Sperrzeiten auf Ersatzbusse umsteigen müssen, in denen dann auch keine selbstverständliche Fahrradmitnahme möglich sein wird. Voraus gehen von Januar 2026 bis Oktober/November 2026 nicht nur Bodensondierungen, Artenkartierungen und Übersichtsbegehungen, sondern auch erste Sperrungen von Teilstrecken. Nach Freigabe der neuen Ritterhuder Schlossbrücke werden außerdem 2026 noch die Übergänge Bremer Straße und Fergersbergstraße gesperrt und erneuert, was sich ebenfalls auf den Bus- und Bahnverkehr auswirken wird (wir berichteten). Eine Fahrplananpassung des 650ers an die Schichtzeiten der Betriebe im Gewerbepark A 27 ist unterdessen auf dem Wunschzettel übrig geblieben. Weil auch diese Linie an die Zugankünfte in Osterholz-Scharmbeck gebunden bleibt, sieht der Landkreis wenig zeitlichen Spielraum. Und für die Spätschicht bei Faun ist der letzte 650er stadteinwärts um 21.36 Uhr einfach zu früh am Sachsenring. Da sich die interessierten Arbeitgeber in Heilshorn und Brundorf nicht freiwillig an den Mehrkosten weiterer Berufsverkehrsfahrten beteiligen wollen, hat nach Angaben von Dominik Vinbruck einstweilen die restlose Einführung des Osterholz-Takts im Jahr 2026 Priorität für den Landkreis. "Wir behalten das aber im Auge, denn natürlich ist der ÖPNV im Prinzip eine öffentliche Aufgabe", verspricht der Kreisbeamte. Gleichzeitig aber halte es der Landkreis bislang so, dass eine größere Fahrtendichte stets von denen mit zu tragen ist, die diese fordern, so etwa beim 680er von der Gemeinde Ritterhude und der Stadt Osterholz-Scharmbeck. Die hätten sich wohl über eine Beteiligung der Gewerbepark-Firmen gefreut, denn wenn Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden, reduziert sich die Last für den Einzelnen. Für Mitte 2027 will Vinbruck weitere 650er-Fahrten gleichwohl nicht ausschließen. Die Weichen werde der neue Kreistag mit den Haushaltsberatungen in gut einem Jahr stellen. Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt. → Mehr Infos Zur Startseite

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