Der CDU-Landeschef Sven Schulze zieht nach der schweren Wahlniederlage persönliche Konsequenzen. Der gesamte Landesvorstand soll auf einem Parteitag neu gewählt werden.
Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, wird den Posten als Landeschef der CDU abgeben. So sehen Sie häufiger Artikel von Berliner-Zeitung.de in ihren Google Ergebnissen Der Vorsitzende der CDU Sachsen-Anhalt wird bei der anstehenden Neuwahl des gesamten Landesvorstands nicht erneut kandidieren.
Sven Schulze werde für kein Amt mehr zur Verfügung stehen, hieß es aus der Partei. Damit hat Schulze faktisch seinen Rücktritt erklärt. Der Parteitag, auf dem die Neuwahl stattfinden soll, ist für November, spätestens Anfang Dezember angesetzt. Bis dahin bleibt Schulze formal im Amt.
Parallel zur Personalie hat der erweiterte Landesvorstand eine strategische Grundsatzentscheidung getroffen: Die CDU sieht ihre künftige Rolle im Landtag in der Opposition. Das Gremium habe sich in dieser Frage eindeutig positioniert. Der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller will nach der Wahlschlappe seiner Partei neuer CDU-Landeschef in Sachsen-Anhalt werden.
'Ich kandidiere als Landesvorsitzender', sagte der 37-Jährige nach einer Sitzung des CDU-Landesvorstands in Magdeburg. Schulze übernahm erst im Januar das Ministerpräsidentenamt von seinem Vorgänger Reiner Haseloff. Ihm gelang es trotz eines ambitionierten Wahlkampfs allerdings nicht, die Christdemokraten vor der Wahl zu positionieren und der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen. Schulze beklagte vor allem erheblichen Gegenwind durch die große Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz.
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