Innenminister Schuster zu Sprengvorrichtungen in Sachsen: Sabotage hätte regionalen Blackout auslösen können

Innenminister Schuster zu Sprengvorrichtungen in Sachsen: Sabotage hätte regionalen Blackout auslösen können
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Category: Politics
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AUDIO: Sabotage an Stromnetzen? So reagieren Innen- und Energieminister Sachsens (3 Min) Ermittlungen von MDR SACHSEN Stand: 08.09.2026 18:30 Uhr Die an Hochspannungsleitungen in Sachsen gefunden Sprengvorrichtungen hätten laut Innenminister Armin Schuster zu regionalen Stromausfällen führen können. Wenn der Täter erfolgreich gewesen wäre, hätte die Dimension regionale Blackout-Qualitäten erreichen können: "Das wäre schon möglich gewesen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Dresden. Ausbau des Schutzes kritischer Infrastruktur Gemeinsam mit Energieminister Dirk Panter (SPD) wolle Schuster den Schutz kritischer Infrastruktur in Sachsen insgesamt ausbauen. Beide Minister kündigten dazu ein neues Arbeitsgremium für Krisenfälle an. Bisher gebe es ein Sicherheitskabinett, in dem die relevanten Minister und der Ministerpräsident vertreten sind, und einen Krisenstab. Das neue Gremium soll als "strategischer Arbeitsmuskel" in Lagen wie dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle und den Sabotage-Angriffen der vergangenen Tage zwischen diesen beiden Ebenen agieren. Darin sollen alle relevanten Sektoren, etwa Ernährung, Gesundheit und Energie, mit Staatssekretären und Verantwortlichen der betroffenen Organisationen vertreten sein. Geplant ist, das neue Format beim nächsten Sicherheitskabinett in den kommenden zwei bis drei Wochen auf den Weg zu bringen. Video: Sprengvorrichtungen am Stromnetz in der Oberlausitz gefunden (3 Min) Mehr Möglichkeiten für Netzbetreiber Außerdem will Sachsens Regierung ein neues Gesetz auf den Weg bringen, dass den Netzbetreibern erlaubt, ihre Anlagen vor Angriffen besser zu schützen. Das entsprechende Bundesgesetz lasse eine Reihe von Regelungsmöglichkeiten offen, sagte Armin Schuster (CDU) am Dienstag weiter. Hier will Sachsen den Netzbetreiben mehr Möglichkeiten einräumen. Sprengvorrichtungen gezündet, aber kein Schaden In Ostsachsen hatte die Polizei am Freitag und Samstag insgesamt 21 pyrotechnische Sprengvorrichtungen an Hochspannungstrassen entdeckt. Diese waren laut Schuster so angelegt, dass sie einen Draht über die Hochspannungskabel ziehen konnten, um dadurch Kurzschlüsse zu erzeugen. Einige der Vorrichtungen waren demnach bereits gezündet. Es sei aber außer etwas verbranntem Gras kein nennenswerter Schaden entstanden. Alle 21 selbst hergestellten Sprengvorrichtungen seien im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerkes Graustein in der Nähe von Schleife im Landkreis Görlitz positioniert gewesen, hieß es von den Ermittlungsbehörden. Die Ermittlungen der Zentralstelle Extremismus Sachsen zu den Vorfällen dauern an. Die Ermittler bitten weiterhin um Unterstützung über das zentrale Hinweisportal der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Rund um die Uhr ist auch das Hinweistelefon 0331/505950 erreichbar. Ähnliche Vorfälle in Brandenburg und NRW Weitere Sprengvorrichtungen wurden in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg entdeckt. In zwei Fällen erfüllten diese ihren Zweck: In Bergheim westlich von Köln legte ein Kurzschluss mehrere Blöcke eines Kraftwerks für einige Tage lahm. Im Brandenburger Umspannwerk Turnow-Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde kam es zu zwei Kurzschlüssen. Zu Stromausfällen kam es in beiden Fällen aber nicht. Den mutmaßlichen Täter nahm die nordrhein-westfälische Polizei am Morgen in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen fest. Nach dem Mann war mit einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Cottbus gesucht worden. Er leistete laut Polizei bei seiner Festnahme keinen Widerstand und hatte weitere Sprengmittel bei sich. MDR (lam/sme)/dpa

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