Eine Veranstaltung frei von Politik hatten sich die Organisatoren des Glücksgefühle-Festivals am Wochenende auf dem Hockenheimring erhofft. Doch das Hin und Her um die Ausladung der Band Alphaville provozierte entsprechende Reaktionen. Selbst die Mitglieder der Pop-Girlband No Angels trugen T-Shirts mit »FCK AFD«-Aufdruck. Sie forderten zudem dazu auf, beim Wählen auch »das Kleingedruckte« zu lesen. »Es gibt viele, die euch einen vormachen und groß reden«. Wahrer, als ihnen vielleicht selbst bewusst ist. Statements gegen rechts, oder was liberale Demokraten darunter verstehen, machten unter anderem auch Zartmann, Tom Gregory, Max Giesinger und Rapperin Nura (»Wenn man mich bucht, dann kriegt man auf jeden Fall keine unpolitische Show«).
Alphaville (»Forever Young«) hätte am Wochenende beim Festival auftreten sollen, einem der größten Musikfestivals in Deutschland. Die Veranstalter hatten zuvor erklärt, ihr Festival sei »keine Plattform für politische Äußerungen«. Da sich die Band bei einer früheren Veranstaltung mehrfach politisch geäußert hatte, wurde sie ausgeladen – und später wieder eingeladen. Sie akzeptierte die Entschuldigung der Veranstalter, verzichtete aber auf den Auftritt. (dpa/jW)
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