'Investitionen dürfen keine Luftschlösser sein': 5 Fragen an Samtgemeindebürgermeister-Kandidat Dietmar Fischer
Von: Anne-Katrin Schwarze
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Dietmar Fischer kandidiert um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. © Fischer
Ambitionen, Investitionen, Führungsstil: Dietmar Fischer erklärt, wie er seine mögliche Amtszeit als Samtgemeindebürgermeister in Bruchhausen-Vilsen gestalten würde.
Br.-Vilsen – Am Sonntag, 13. September, steht in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen ein neuer Samtgemeindebürgermeister zur Wahl. Amtsinhaber Bernd Bormann tritt nicht noch einmal an. Die beiden Kandidaten haben einen intensiven Wahlkampf hinter sich. Die Redaktion der Mediengruppe Kreiszeitung befragt beide zu den Punkten, die die Bürger in den vergangenen Wochen inhaltlich am meisten interessiert haben. Heute: 5 Fragen an Dietmar Fischer (60), unabhängiger Kandidat, unterstützt von CDU, FDP, Grünen und UWG.
Was möchten Sie während Ihrer Amtszeit in Bruchhausen-Vilsen verändern?
Die gute Substanz und die vorhandenen Planungen möchte ich mit meiner Verwaltungserfahrung, moderner Führung und einem engen Dialog mit den Menschen vor Ort weiterentwickeln. Dazu gehören eine beständige Infrastruktur für alle Generationen, der gezielte Ausbau der Digitalisierung sowie gute Standortbedingungen für bestehendes Gewerbe und Neuansiedlungen. Ebenso wichtig sind bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum sowie passende Angebote für Familien und ältere Menschen. Eine offene Kommunikationskultur und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse stärken das Vertrauen in Verwaltung und Politik. Aus meiner Erfahrung als ehemaliger Vereinssprecher von rund 60 Vereinen weiß ich zudem, wie wichtig der Abbau von Bürokratie und eine verlässliche Unterstützung des Ehrenamtes sind.
An was wollen Sie auf keinen Fall rütteln?
Für mich gehören leistungsfähige Feuerwehren, gute Bildungseinrichtungen und unsere Schwimmbäder sowie der individuelle Charakter der Mitgliedsgemeinden zu den tragenden Säulen der Samtgemeinde. Sie stehen für Sicherheit, Lebensqualität, Gemeinschaft und die besondere Identität der Orte.
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Sie erwähnen immer wieder die Notwendigkeit von Investitionen. Woher soll das Geld dafür kommen?
Geld entsteht nicht im Rathaus, sondern durch kluge Steuerung. Investitionen müssen verantwortungsvoll geplant, nachvollziehbar und dauerhaft finanzierbar sein. Über den Haushalt entscheiden die gewählten Räte. Aufgabe des Samtgemeindebürgermeisters und der Verwaltung ist es, belastbare, rechtssichere, wirtschaftlich fundierte und transparente Entscheidungsgrundlagen vorzulegen. Investitionen dürfen keine Luftschlösser sein. Jedes Vorhaben muss klar priorisiert und mit Blick auf die tatsächliche Haushaltslage und die Folgekosten geplant werden. Gleichzeitig gilt es, verfügbare Fördermöglichkeiten konsequent auszuschöpfen. So können wir notwendige Investitionen ermöglichen und jeden Euro dort einsetzen, wo er den größten Nutzen für die Samtgemeinde bringt.
Wie beschreiben Sie Ihren Führungsstil?
Mein Führungsstil ist klar, wertschätzend und verlässlich. Aus meiner langjährigen Personalverantwortung für rund 300 Menschen weiß ich, wie wichtig eindeutige Ziele, klare Zuständigkeiten und eine offene Kommunikation sind. Ich möchte Mitarbeitende fordern und fördern, ihnen Verantwortung geben und sie bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützen. Dabei gehören für mich Entscheidungsstärke und Empathie ebenso zusammen wie Leistung und respektvoller Umgang.
Was machen Sie, wenn Sie nicht Samtgemeindebürgermeister werden?
Mein Herz schlägt weiterhin für die Kommunalpolitik.
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