Rund 250.000 Menschen haben das Volksfest in Mühldorf besucht. Die Polizei zieht nach elf Veranstaltungstagen eine überwiegend positive Bilanz. - Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Die Polizei hat das elftägige Volksfest in Mühldorf am Montagabend mit einem überwiegend positiven Fazit beendet. Rund 250.000 Menschen besuchten die Veranstaltung, die trotz einiger Einsätze weitgehend friedlich verlief. Hier finden Sie ein zum Thema passendes Video von Glomex. Klicken Sie auf "Beitrag ansehen", um den Inhalt anzuzeigen.
Mit dem Klick auf "Beitrag ansehen" erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an den Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Infos finden Sie unter www.pnp.de/datenschutzerklärungRund 250.000 Menschen besuchten die Veranstaltung. Für die Polizei waren insbesondere die besucherstarken Freitage und Samstage mit erhöhtem Einsatzaufkommen verbunden.Am vergangenen Wochenende kam es unter anderem zu mehreren Körperverletzungen. Am Freitagabend geriet ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Altötting mit einer Gruppe Jugendlicher aneinander. Nachdem er Personen aus der Gruppe geschubst hatte, entwickelte sich ein gegenseitiges Gerangel. Mehrere Beteiligte wurden verletzt. Der genaue Ablauf ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Am Samstagabend musste ein 33-jähriger Mühldorfer von einem Sicherheitsdienst aus einem Festzelt gebracht werden. Dagegen wehrte er sich und widersetzte sich anschließend auch den Anweisungen der Polizei und beleidigte die Beamten. In der Nacht zum Sonntag soll ein 28-Jähriger aus Augsburg eine 18-Jährige aus dem Landkreis Altötting gegen ihren Willen auf den Mund geküsst haben. Die Frau konnte ihren Kopf wegdrehen, sodass der Mann ihre Wange berührte. Außerdem soll er ihr an das Gesäß gefasst haben. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Belästigung auf. Gegen den Mann wurde ein städtisches Betretungsverbot für das Volksfestgelände ausgesprochen, das auch für 2027 gilt.Am Sonntagabend zeigte ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf beim Verlassen des Festgeländes gegenüber einer Streife den Hitlergruß. Gegen ihn und seine 22-jährige Begleiterin wurden Platzverweise ausgesprochen. Gegen den Mann wird eine Strafanzeige vorgelegt.
Auch am letzten Veranstaltungstag mussten die Einsatzkräfte eingreifen. Gegen Mitternacht wehrte sich eine 13-Jährige aus München dagegen, gemeinsam mit ihrer Familie das Volksfest zu verlassen. Die Angehörigen hatten die Polizei um Unterstützung gebeten. Trotz mehrerer Gespräche ließ sich das Mädchen zunächst nicht zum Heimweg bewegen.Erst unter Anwendung unmittelbaren Zwangs konnte die 13-Jährige vom Gelände gebracht werden. Dabei wehrte sie sich so heftig, dass eine Polizeibeamtin leicht verletzt wurde. Anschließend trat das Mädchen gemeinsam mit ihrer Familie den Heimweg an.
Außerhalb des Festgeländes gerieten am Montagabend gegen 22 Uhr zwei Heranwachsende mit einer etwa achtköpfigen Jugendgruppe aneinander. Dabei kam es zu einer Bedrohung und einer Körperverletzung. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und konnte mindestens einen Beteiligten bereits identifizieren. Bereits am frühen Montagabend waren vier Jugendliche aus Burghausen aufgefallen, weil sie Besucher wahllos anpöbelten und anrempelten. Zudem verhielten sie sich insbesondere Frauen gegenüber unflätig. Die Jugendlichen erhielten deshalb Platzverweise.Auch Verstöße gegen bestehende Betretungsverbote beschäftigten die Polizei. Bereits vor Beginn des Volksfests hatte die Stadt Mühldorf gegen mehrere Personen, die zuvor durch aggressives Verhalten aufgefallen waren, entsprechende Verbote ausgesprochen. Ein 27-Jähriger missachtete ein solches Verbot und wurde mehrfach vom Gelände verwiesen. Da das städtische Betretungsverbot mit einem Zwangsgeld verbunden ist, muss er mit einer finanziellen Forderung von mehreren hundert Euro rechnen.
Über die elf Veranstaltungstage wurden nach Angaben der Polizei unter anderem acht Körperverletzungsdelikte, vier Eigentumsdelikte, drei Belästigungen und drei Bedrohungen angezeigt. In vier Fällen kam es zu Widerstandshandlungen oder Beleidigungen zum Nachteil von Einsatzkräften.Fünf Personen missachteten das städtische Betretungsverbot. Gegen sie werden Zwangsgelder verhängt. Drei Personen mussten in polizeilichen Gewahrsam genommen werden, gegen neun Festbesucher wurden Platzverweise ausgesprochen. An den Wochenenden führte die Polizei zudem zahlreiche Jugendschutzkontrollen durch. Zwei Trunkenheitsfahrten konnten bereits vor Fahrtantritt verhindert werden.Während der gesamten Veranstaltung betrieb die Polizei täglich eine Festwache und führte Streifen auf und rund um das Gelände durch. Nach Einschätzung der Polizei konnten Konflikte durch frühzeitiges Einschreiten vielfach beendet und Straftaten verhindert werden.
ajk
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