Die wichtigsten Punkte aus der Vorschau:
Ich konnte den 1-gegen-1-Skirmish-Modus nur auf zwei verschiedenen Karten ausprobieren.
Optisch orientiert sich War for Westeros am Look-and-Feel der Serie, wobei Helden wie Jon Snow und Tywin Lannister genau wie ihre jeweiligen Darsteller aussehen.
Die Kamera war in meiner Vorschaufassung noch etwas problematisch.
Da ich in den 90ern aufgewachsen bin – einer Zeit, in der RTS-Spiele mit Basisaufbau weitaus verbreiteter waren als heute –, habe ich eine besondere Vorliebe für diese Art von Strategiespielen. Wenn also heutzutage ein neues angekündigt wird, überkommt mich eine Welle der Nostalgie, und ich werde hellhörig. Genau das ist passiert, als PlaySide auf dem Summer Game Fest 2025 das kommende RTS Game of Thrones: War for Westeros ankündigte. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, in einer frühen Version des Spiels unter dem Banner von Haus Stark und Haus Lannister in die Schlacht zu ziehen – und weiß nun ein bisschen mehr als Jon Snow.
War for Westeros spielt in der Ära der Hauptserie von Das Lied von Eis und Feuer und nicht in den Prequels wie House of the Dragon oder A Knight of the Seven Kingdoms. Hier hissen die Spieler*innen die Banner und übernehmen das Kommando über einige ihrer Lieblings-Großhäuser. Dazu gehören unter anderem die Starks aus dem Norden, die Löwen der Lannisters, Daenerys Targaryen und ihre Drachen oder sogar die gefrorenen Horden der Weißen Wanderer selbst. Die Version, die ich ausprobieren durfte, war noch etwas bescheidener und bestand aus 1-gegen-1-Online- und Offline-Gefechtsmodi, bei denen man die Wahl hatte, entweder die Armeen der Starks oder der Lannisters aufzustellen, wobei zwei eher kleine Karten zur Auswahl standen.
Optisch übernimmt War for Westeros das Look-and-Feel der Serie: Helden wie Jon Snow und Tywin Lannister sehen genauso aus wie ihre jeweiligen Darsteller – Kit Harington und Charles Dance – und werden auf ein ohnehin schon beeindruckend aussehendes Schlachtfeld versetzt. Selbst in dieser Alpha-Phase war ich beeindruckt davon, wie gut War for Westeros aussieht. Zu sehen, wie brennende Pfeile auf die Lannister-Gebäude herabregnen und sie in Flammen setzen, während sie zusammenstürzen, oder wie die leuchtend smaragdgrünen Flammen des Wildfeuers den armen Robb Stark verschlingen, während die Pyromanten ihre gefährlichen Geschosse abschießen, war immer wieder ein Genuss.
Obwohl nur zwei der Fraktionen spielbar waren, legte PlaySide großen Wert darauf, dass sich die verschiedenen Häuser optisch unterscheiden.
Auch der Rest des Spiels – abgesehen von Tod und Zerstörung – sieht schon verdammt gut aus. Obwohl nur zwei der Fraktionen spielbar waren, legte PlaySide großen Wert darauf, dass sich die verschiedenen Häuser optisch unterscheiden. Man konnte heranzoomen und die Stark-Einheiten sehen, geschmückt mit Pelzumhängen und der Rüstung, die das Leben im Norden erfordert, ihre Gebäude aus robustem Holz und grauem Stein, während die Lannisters Soldaten in gold- und purpurroter Rüstung aufstellten, deren Gebäude mit dem Löwenbanner geschmückt waren.
Der Unterschied zwischen den Starks und den Lannisters geht weit über das einfache 'die eine Seite hat Wölfe und die andere Löwen' hinaus (nur um das klarzustellen: Soweit ich weiß, haben die Lannisters keine Löwen-Einheiten). Beide Armeen können alle möglichen einzigartigen Einheiten mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken ins Feld führen, was ich eifrig ausnutzte, wobei jede Armee ihre eigene Strategie und Aufbaureihenfolge erfordert, um ihre Vorteile voll auszuschöpfen.
Fangen wir zunächst mit dem Haus Stark an: Diese Nordländer sind wahre Kraftpakete und verfügen über fantastische Kavallerieeinheiten, mit denen sie geradewegs durch die Reihen der meisten Truppen der Lannisters brechen können. Etwas überraschend ist, dass die Stark-Fraktion nicht nur mächtige Brüder der Nachtwache rekrutieren und ausbilden kann – mit einer Auswahl an Nah- und Fernkampfeinheiten –, sondern auch Wildlinge und einige der Bestien, die das Reich jenseits der Mauern ihr Zuhause nennen.
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Game of Thrones: War for Westeros – Gameplay-Enthüllung zeigt, wie Lannister-Truppen von einem feuerspeienden Drachen geröstet werden; ein ausführlicherer Einblick folgt noch in diesem Monat
An der Spitze der Streitkräfte des Nordens stehen Robb Stark, Jon Snow und ihre jeweiligen Schattenwölfe als Heldeneinheiten der Fraktion. Diese besonderen Heldeneinheiten steigen im Level auf, wenn sie feindliche Truppen ausschalten, und erlernen dabei immer mächtigere Fähigkeiten – allerdings auf Kosten längerer Rekrutierungszeiten und höherer Kosten, falls sie unglücklicherweise im Kampf fallen sollten. Jon Snow zum Beispiel inspiriert die Menschen um ihn herum, wodurch seine Truppen in der Nähe mehr Schaden verursachen und etwas Schadensresistenz erhalten, während er über eine weitere Fähigkeit verfügt, mit der er einen vernichtenden Schwertschlag ausführen und einen Blutungseffekt auslösen kann.
'Die Lannisters zahlen ihre Schulden immer zurück'
'Die Lannisters zahlen ihre Schulden immer zurück', und das liegt vor allem daran, dass sie stinkreich sind – eine Tatsache, die PlaySide genutzt hat, um die Fraktion zu definieren. Die Goldproduktionsgebäude der Lannisters produzieren mehr von der jeweiligen Ressource pro Gebäude, wodurch sie schneller an Gold kommen und ihre Baumeister dazu bringen können, schneller zu arbeiten, indem sie ihnen ein bisschen zusätzliches Geld in die Tasche stecken. In Verbindung mit der Möglichkeit, ihr Gold jederzeit in Einfluss umzuwandeln und umgekehrt – wobei Einfluss die andere Ressource ist, die zum Bauen und Ausbilden eurer fortgeschritteneren Gebäude und Einheiten benötigt wird – hatte dieses Haus im Vergleich zu den Leuten aus dem Norden einen deutlich einfacheren und schnelleren Start ins Spiel. Während die Starks all ihre Verbündeten durch traditionellere Ausbildungsmethoden gewinnen, können die Lannisters Verträge mit verschiedenen Söldnerkompanien abschließen, um deren Kämpfer*innen anzuheuern, die jeweils unterschiedliche Stärken haben.
Jaime und Tywin sind die Helden der Lannisters: Der jüngere der beiden 'Löwen' leistet an der Front den größten Beitrag, während Tywin von seinem Pferd aus das Kommando übernimmt. Tywin kann negative Effekte auf seine Truppen aufheben und gleichzeitig seine eigene Kavallerie stärken. Jaime, ein Meister im Schwertkampf, kann einzelnen Zielen verheerende Schläge versetzen und gleichzeitig Gegner provozieren, damit sie sich stattdessen auf ihn konzentrieren. Alternativ kann er seine bedrohliche Vergangenheit als 'Königsmörder' nutzen, um Gegner in seiner Nähe im Laufe der Zeit zu verlangsamen und ihnen Schaden zuzufügen.
Zu Beginn haben beide Seiten nur Zugang zu einem kleinen Stück Land, von dem aus sie ihre Stützpunkte ausbauen und erweitern können. Ihr habt euren Machtsitz, eure Heimatbasis, die ihr vor der Zerstörung schützen müsst (sonst verliert ihr das Spiel), aber dann müsst ihr auch euren Einflussbereich ausweiten, indem ihr Kasernen, Bogenschützenlager und Gebäude zum Erzeugen von Ressourcen errichtet. Einige davon sind gesperrt, bis andere zuerst gebaut wurden. Jeder, der mit Spielen wie StarCraft, Command and Conquer oder in jüngerer Zeit der Age of Empires-Reihe mit ihren Remakes aufgewachsen ist, wird einen allgemeinen Eindruck davon haben, wie sich Westeros spielt.
Um euer bebaubares Land zu erweitern, unterteilt War for Westeros die Gesamtkarte in eroberbare Regionen, mit einem Turm, der gehalten werden muss, damit eure Arbeiter*innen in dieser Region mit dem Bauen beginnen können. Auf den kleinen, für 1-gegen-1-Spiele zugeschnittenen Schlachtfeldern, zu denen ich Zugang hatte, gab es in diesen Regionen auch ressourcenreiche Punkte, die es euch ermöglichen, fortgeschrittene Versionen eurer Produktionsgebäude zu errichten – wie die Minenschächte der Lannisters oder die Windmühlen der Starks –, mit denen ihr eure Produktion richtig ankurbeln könnt. Einige Felder in diesen Regionen hatten jedoch etwas, das ich noch cooler fand – und das ich in mancher Hinsicht als wirkungsvoller und wichtiger für den Sieg empfand: Lager.
In diesen Lagern erscheinen neutrale, feindliche Monster, die ihr töten könnt und die euch etwas Gold als Belohnung einbringen. Schnell eine Truppe Soldaten aufzustellen und loszuschicken, um diese Monster zu erledigen, wurde schon früh im Spiel zu meiner Standardstrategie. Der damit verbundene Ressourcenzufluss hat mir mehr als einmal den Hintern gerettet, da ich so schnell eine weitere Einheit ausbilden konnte, um meine neue Expansion in der Region zu schützen, oder mit dem Bau des nächsten Gebäudes in meinem Baum beginnen konnte. Und da sie alle paar Minuten wieder auftauchten, konnte ich ein paar Ritter und Bogenschützen in der Nähe postieren und sie als zusätzliche Einnahmequelle nutzen. Das ist ein Trick, den ich vor Jahren in einem ähnlichen Spiel angewendet habe und an den ich bis jetzt kaum noch gedacht hatte.
War for Westeros hat mich immer wieder an ein anderes großartiges RTS-Spiel erinnert, das auf einer epischen Fantasy-Buchreihe basiert: Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2.
Mit jedem Spiel, das ich gespielt habe, hat mich War for Westeros immer wieder an ein anderes großartiges RTS-Spiel erinnert, das auf einer epischen Fantasy-Buchreihe basiert: Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2. (Nebenbei bemerkt: Es ist, leider, ein Spiel, das nirgendwo digital erhältlich ist – zumindest nicht offiziell.) Vom Verhalten der Helden über die weit verstreute Platzierung der Gebäude bis hin zu den zufälligen Mobs, die man am liebsten alle erledigen möchte – wenn ich War for Westeros spiele, fühle ich mich sofort zurückversetzt in die Zeit, als ich die Streitkräfte von Gondor gegen meinen Freund und seine nervige Zwergenarmee anführte.
Schon in diesem kleinen Ausschnitt präsentiert sich War for Westeros als ein RTS, das Spaß machen kann. Ganz gleich, ob ihr euch als erfahrene Feldherr*innen seht oder einfach nur jemand seid, der Rache für Ned Stark nehmen will, indem er eine ganze Schar von Löwen niedermetzelt. Gegen einfachere CPU-Gegner in früheren Spielen habe ich einfach draufgeklickt und die Einheiten ausgebildet, die cool aussahen, nur um zu sehen, was es mit den Armeen auf sich hatte – und damit kam ich gut zurecht. Doch je mehr Zeit ich investierte und je stärker die Gegner wurden, desto wichtiger wurde es, Hotkeys zu nutzen, um bestimmten Gruppen Befehle zu erteilen, die Stärken einer Einheit auszunutzen, und zu wissen, wann ich die Fähigkeiten meiner Helden am besten einsetze. Und das war erst bei zwei der Fraktionen. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie sich die wilden Kämpfe und Strategien entwickeln werden, sobald die restlichen Armeen eingeführt werden.
Da sich das Spiel aber noch in der Entwicklung befindet, gibt es sicherlich einige Bereiche, von denen ich hoffe, dass sie vor der endgültigen Veröffentlichung noch optimiert oder angepasst werden. Die Tooltips sind etwas spärlich. Zum Beispiel fehlen genaue Angaben dazu, welche Boni man erhält, wenn man einen Arbeiter in einem Gebäude stationiert, und die Markierung, die anzeigt, in welche Richtung eure Einheiten blicken, ist ziemlich winzig und wird leicht von Details auf der Karte wie Bäumen und Gras verdeckt. Mein größter Kritikpunkt betrifft jedoch die Kamera. Gebäude sind groß, Armeen können ebenso imposant werden, und ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich mit dem Mausrad nach unten gescrollt habe – in dem vergeblichen Versuch, meine Ansicht noch weiter zurückzoomen zu können. Gebt mir eine hochgelegene Vogelperspektive – oder in diesem Fall die Perspektive des dreiaugigen Raben – auf das Schlachtfeld, damit ich diese epischen Schlachten in ihrer ganzen Pracht sehen kann.
Game of Thrones: War of Westeros entwickelt sich zu einem beeindruckenden Echtzeit-Strategiespiel, besonders für alle, die sich nach dem Aufbau von Stützpunkten sehnen. Dennoch bleibt alles – von den anderen drei Startfraktionen über den Kampagnenmodus bis hin zum Ablauf größerer Matches – genauso ein Rätsel wie das Erscheinungsdatum von Winds of Winter. Aber für Fans, die sich nach dem Aufbau von Stützpunkten sehnen, scheint PlaySide bereit zu sein, ein wahres Festmahl zu servieren.
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Scott White ist freier Autor bei IGN und unterstützt dort bei der Berichterstattung über Brettspiele und Ratgeber. Folgt ihm auf X/Twitter oder Bluesky.
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