Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 20 Millionen Franken an den Einrichtungskosten der Pädagogischen Hochschule Luzern (PH) im neuen Campus Horw. Der Kantonsrat hat den Sonderkredit am Montag bei zwei Enthaltungen mit 86 zu 26 Stimmen bewilligt.
Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 20 Millionen Franken an den Einrichtungskosten der Pädagogischen Hochschule Luzern im neuen Campus Horw. Der Kantonsrat hat den Sonderkredit am Montag bei zwei Enthaltungen mit 86 zu 26 Stimmen bewilligt.
Die PH Luzern zieht voraussichtlich 2031 in die neuen Räumlichkeiten in Horw. Damit kann sie ihre acht Standorte zusammenlegen. Für die neue Einrichtung und Ausstattung rechnet sie mit Kosten von rund 48 Millionen Franken. Das übersteigt ihre finanziellen Möglichkeiten.
Der Kanton will sie deshalb mit 20 Millionen Franken unterstützen. Die Regierung beantragte bereits im letzten Herbst einen Sonder- und Nachtragskredit von 20 Millionen Franken. Der Kantonsrat wies die Vorlage damals zurück und verlangte unter anderem eine transparentere Ausweisung der Kosten. Der Kantonsbeitrag verbessere die Erfolgsrechnung des Kantons mittelfristig, argumentierte der Kanton.
Der jährliche Trägerbeitrag des Kantons, der wegen höherer Mieten steigt, könne so abgefedert werden, wie Regierungspräsident Armin Hartmann in der Debatte festhielt. Er versprach den Kantonsrätinnen und Kantonsräten, das Geschäft «kritisch zu begleiten». Stephan Dahinden widersprach. Seine Partei stehe zum Neubau des Campus, nicht aber zu einer «Luxusausstattung» zulasten der Steuerzahlenden.
Sein Rückweisungsantrag war chancenlos und wurde bei zwei Enthaltungen mit 87 zu 26 Stimmen abgelehnt. Gabriela Schnider-Schnider beurteilte die Vorlage «grundsätzlich positiv». Ihre Partei verlange jedoch eine «engmaschige Kostenkontrolle» und lehne spätere Zusatzforderungen ab. Ähnliche Worte brauchte Ronny Beck , der verlangte, die Mittel müssten «wirtschaftlich» eingesetzt werden.
Elin Elmiger sagte, die Kosten seien sehr gut nachvollziehbar und transparent ausgewiesen. Irina Studhalter hielt fest, es gelte, den Hochschulstandort zu stärken. Ähnlich argumentierte Claudia Senn-Marty . Sie sprach von einer «wichtigen Investition in die Bildungslandschaft».
Der Campus Horw wird laut der Botschaft an das Parlament dereinst von rund 2400 Studierenden sowie rund 540 Mitarbeitenden der PH genutzt.
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