Mick Schumacher geht Millionen-Bonus durch die Lappen
Von: Henning Bräuninger
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Mick Schumacher hat seine erste Saison in der IndyCar-Serie beendet. Im letzten Rennen verpasst er jedoch eine Millionen-Prämie.
Monterey – Mick Schumacher hat seine erste IndyCar-Saison mit einem Dämpfer beendet. Der 27-Jährige landete beim Saisonfinale auf dem Laguna Seca Raceway in Monterey, Kalifornien, auf Platz 22. Damit verpasste er die begehrte Rookie-Prämie von rund 1,7 Millionen US-Dollar. Die Geschichte dahinter ist kurios: Das Geld wäre ohnehin nicht an ihn geflossen.
Mick Schumacher fährt ab der kommenden IndyCar-Saison für ein neues Team. © Manas S Yadav/Asp/ASP via ZUMA Press Wire/dpa
Rennsieger wurde Scott McLaughlin aus Neuseeland. Der Fahrer des Teams Penske startete von der Pole-Position und gewann souverän. Serienmeister Alex Palou aus Spanien (Chip Ganassi Racing) belegte den achten Platz. Der Spanier hatte seinen vierten Titel in Folge bereits am Vorrennwochenende perfekt gemacht. Es ist sein fünfter IndyCar-Meistertitel insgesamt.
Mick Schumacher verpasst Leaders Circle zum Abschluss der IndyCar-Saison
Im Mittelpunkt des Finales stand für Schumacher das sogenannte Leaders Circle-Programm der IndyCar-Serie. Es funktioniert ähnlich wie Lizenzeinnahmen in anderen Rennserien. Die 22 bestplatzierten Fahrzeuge der Gesamtwertung erhalten für die Folgesaison jeweils rund 1,7 Millionen US-Dollar. Das Programm wurde 2002 eingeführt und soll Teams bei der Saisonfinanzierung helfen.
Schumacher lag vor dem Finale auf Gesamtrang 23 – mit 205 Punkten, 18 hinter seinem Rookie-Rivalen Dennis Hauger. Ein starkes Ergebnis wäre nötig gewesen, um noch vorbeizuziehen. Doch selbst ein Erfolg hätte Schumacher und sein Team Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) finanziell nicht bereichert.
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Der Grund: RLL hat den Charter mit der Startnummer #47 – also die Lizenz für Schumachers Auto – noch vor dem Saisonende an Dreyer & Reinbold Racing (DRR) verkauft. Die Leaders-Circle-Prämie ist an den jeweiligen Charter gebunden. Das Geld wäre damit automatisch an DRR gegangen. Dreyer & Reinbold Racing kehrt 2027 nach 13-jähriger Abstinenz auf Vollzeitbasis in die IndyCar-Serie zurück. Zuletzt war das Team 2013 vollständig dabei.
Schumacher selbst hatte vor dem Rennen klare Ziele formuliert. 'Das Ziel für Laguna ist einfach, die Saison mit einem positiven Ergebnis zu beenden', sagte er. Und weiter: 'Es wäre schön, das Auto mit der Startnummer #47 in den Leaders Circle zu bringen, also unter die Top-22. Das wäre gut für das Team.'
Schumacher verliert in Monterey viele Positionen
Der Plan ging jedoch nicht auf. Schumacher startete von Position 13 in das Rennen und arbeitete sich zwischenzeitlich bis in die Top Ten vor. Doch eine ungünstige Boxenstrategie zwang ihn zu einem zusätzlichen Stopp, wodurch er viele Plätze verlor. Doch damit nicht genug. 23 Runden vor dem Ziel folgte der entscheidende Fehler.
Schumacher geriet mit seinem Auto ins Kiesbett und verlor weitere Positionen. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf Rang 22. In der Gesamtwertung konnte er damit nicht klettern. Die Rookie-Prämie sicherte sich stattdessen Dennis Hauger. In der Gesamtwertung schloss Schumacher die Saison auf Platz 23 ab.
Trotz des bitteren Abschlusses zieht Schumacher eine positive Bilanz seiner Debütsaison. 'Unser Ziel war es, uns im Laufe der Saison zu steigern und am Ende besser dazustehen als zu Beginn – und das haben wir definitiv erreicht. Darauf können wir meiner Meinung nach stolz sein', sagte Schumacher. Sein bestes Ergebnis erzielte er Mitte Juli in Nashville mit Platz acht.
Der Weg in der IndyCar-Serie führt für ihn weiter – und aufwärts. Nach seinem Debütjahr bei Rahal Letterman Lanigan Racing wechselt Schumacher zu Meyer Shank Racing (MSR). Das Team gewann in dieser Saison mit dem schwedischen Fahrer Felix Rosenqvist das Indianapolis 500. Für Schumacher ist es nicht der erste Neustart in seiner Karriere.
Nach zwei Jahren in der Formel 1 bei Haas (2021–2022) fand er zunächst keinen Stammplatz in der Königsklasse. Der Wechsel in die IndyCar-Serie war ein Neuanfang auf einem anderen Kontinent – in einer Serie, die technisch und fahrerisch höchste Ansprüche stellt. Die neue IndyCar-Saison beginnt am 7. März 2027 in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida. (hbr)
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