Ex-Deutsche-Bank-Finanzchef von Moltke wechselt zu Warburg Pincus

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Category: Business
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Der US-Technologieinvestor Warburg Pincus holt abermals einen prominenten ehemaligen Dax-Vorstand an Bord. Der frühere Deutsch-Banker James von Moltke soll als Senior Advisor Technologie- und Finanzinvestments in Europa mitgestalten. Ex-Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz Anfang 2026Der frühere Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke wechselt ins Private-Equity-Geschäft: Der US-Finanzinvestor Warburg Pincus hat von Moltke 'mit sofortiger Wirkung' zum Senior Advisor und 'Executive-in-Residence' ernannt. Der Deutsch-Australier werde die Aktivitäten in Europa unterstützen, teilte der Technologieinvestor mit. Von Moltke werde dabei beraten, neue Investitionen im Finanz- und Technologiesektor zu identifizieren und zu bewerten. Zudem soll er sich bei der Wertsteigerung bestehender europäischer Portfoliounternehmen einbringen. Von Moltke hatte seinen im Juni 2026 auslaufenden Vertrag bei der Deutschen Bank nach neun Jahren auf eigenen Wunsch nicht mehr verlängert. Seit Jahresbeginn hatte er noch seinen Nachfolger Raja Akram eingearbeitet und auch die Hauptversammlung der Bank Ende Mai noch absolviert. Von Moltke kam mit Warburg Pincus nach eigener Aussage 2010 erstmals in Berührung, damals noch als M&A-Chef der Citigroup. Die US-Großbank musste sich im Zuge ihrer Restrukturierung nach der Finanzkrise von ihrer Lebensversicherungstochter Primerica trennen; bei deren IPO in New York stieg Warburg Pincus als Ankerinvestor ein. Aus dieser Zeit schätze er Warburg für den 'partnerschaftlichen Ansatz', erklärte von Moltke. Warburg Pincus zählt mit Gründung 1966 in den USA zu den ältesten global tätigen Wachstumsinvestoren. Seit 2015 arbeitet Ex-Telekom-Chef René Obermann für Warburg Pincus, seit 2024 als Chairman des europäischen Geschäfts. In Deutschland übernahm der US-Investor zuletzt 83% an PSI Software, einem Softwareanbieter für Energieversorger aus Berlin. Am Dienstag wurde ein Delisting-Angebot für PSI angekündigt. Zu den Portfoliounternehmen hierzulande zählen unter anderem der Sport- und Sicherheitsbrillenhersteller Uvex, das Personal- und Finanzsoftwareunternehmen Infonica, der Gesundheitsdienstleister Oyora und Blau direkt, ein Maklerpool und Technologieanbieter für Versicherer. Die zusätzliche Rolle des 'Executive-in-Residence' bedeutet, dass von Moltkes Engagement über die reine Beratung hinausgehen wird. Seit knapp einem Jahr ist in derselben Rolle auch Peter Herweck tätig, zuletzt Chef des französischen Siemens-Rivalen Schneider Electric. Herweck wurde vergangene Woche zum Aufsichtsratschef von PSI gewählt. Im April etablierte Warburg Pincus zudem eine Plattform für europäische Verteidigungsinvestments mit dem Münchener-Rück-Vermögensverwalter Meag. Als Senior Advisors wurden hierfür prominente Manager wie Ex-Renk-Chefin Susanne Wiegand und Rolf Wirtz geholt. Von Moltke war 2017 von der Citigroup als Finanzchef zur Deutschen Bank gestoßen. 2022 wurde er zusätzlich Stellvertreter von CEO Christian Sewing. Er habe 'einen sehr großen Beitrag zur erfolgreichen Transformation und zur heutigen finanziellen Stärke' geleistet, sagte Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts auf der Hauptversammlung. Der umgängliche Manager habe insbesondere die Beziehungen zu den US-Regulierungsbehörden deutlich verbessert, heißt es in der Bank. Sébastien Haquette, der zum 1. Oktober in den Vorstand der OLB aufrücken sollte, verlässt das Institut. CEO Christophe Jéhan übernimmt seine Aufgaben. Der Chef der Privatbank Metzler, Gerhard Wiesheu, ist ins Präsidium des Bankenverbands BdB berufen worden. Er ersetzt dort den von der Bafin bei Berenberg abgesetzten Christian Kühn. Fountain Square baut ihr Kreditgeschäft aus und verpflichtet den langjährigen Berenberg-Manager Christian Bettinger. Mit ihm soll die Boutique ihre Wachstumspläne im Financial Credit vorantreiben. Robert Scheer hat für die ING im Leveraged Finance gearbeitet und für M&G das deutsche Direktkreditgeschäft aufgebaut. Jetzt wechselt er zum 1,5 Bill. Dollar schweren US-Vermögensverwalter PGIM. Die Sparda-Bank West erweitert ihren Vorstand zum Jahreswechsel auf vier Köpfe. Mit Tanja Decking steigt erstmals ein Frau ins oberste Führungsgremium auf.

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