Psychologie-Professorin erklärt: So gehst du mit Angst vor dem Älterwerden am besten um
Zu altern ist für viele mit Angst verbunden. Das liegt oft daran, dass die späten Lebensjahre fast ausschließlich mit Falten, Einsamkeit und dem Verlust von Autonomie verbunden werden – obwohl das gar nicht so sein müsste.
ANZEIGE
Mit dem Älterwerden geht es oft schon in Gedanken los. Das weiß auch Psychologie-Professorin Jana Nikitin, Leiterin des Arbeitsbereichs Psychologie des Alterns an der Universität Wien, und verrät, was du dagegen unternehmen kannst.
Im Video oben erklärt dir Nina Ruge, wie du deinen Körper beim Älterwerden mit deiner Ernährung unterstützen kannst.
Angst vor dem Älterwerden: Deine eigene Auffassung spielt dabei eine entscheidende Rolle
Dein Selbstbild und deine Auffassung über das Älterwerden können maßgeblich beeinflussen, wie du dich fühlst. Wenn du dich immer nur auf die Verluste fokussierst, so Nikitin, vergisst du schnell, dass es auch im Alter noch Gewinne und Erfolgserlebnisse gibt.
ANZEIGE
Auch wer körperliche Veränderungen – wie etwa Rückenschmerzen – achselzuckend mit dem Satz 'Das ist eben das Alter' quittiert, begibt sich dadurch in eine eher passive Rolle. Das beschleunigt leider genau den Abbau, den du beim Älterwerden vielleicht fürchtest.
Wichtig seien daher besonders soziale Kontakte, die beim Abbau von Alters-Stereotypen helfen können. Die Forscherin rät:
'Eignen Sie sich Wissen an und haben Sie Freunde in anderen Altersgruppen – nicht immer nur innerhalb der eigenen Altersgruppe.'
ANZEIGE
Konkrete Tipps gegen die Angst vor dem Älterwerden Halte das Altern nicht einfach nur aus, sondern gestalte selbst aktiv mit, was du noch machen kannst und möchtest. Löse dich von negativen Stereotypen und Mythen, die du über das Älterwerden kennst – die Welt geht nicht unter, wenn du Falten bekommst. Bleibe in Kontakt mit Menschen jeder Altersklasse, um deinen Horizont stets zu erweitern und neue Impulse zu bekommen. Informiere dich über gesunde Ernährung und darüber, was dein Körper jetzt vielleicht vermehrt braucht und was ihm guttut. Reflektiere über all das, was du in deinem Leben bereits gelernt oder bewirkt hast, und übe dich in Dankbarkeit für die Dinge, die du noch machen kannst, gerade wenn andere Aktivitäten vielleicht wegfallen.
Prof. Jana Nikitin veröffentlichte 2026 zusammen mit ihrer Kollegin Christina Ristl das Buch 'Die sieben Mythen des Alterns – Was wir von der psychologischen Forschung lernen können'.
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Gewinn statt Verlust: die Klarheit der späten Jahre
Jana Nikitin betont, dass das Bewusstsein um die begrenzte Zeit zu einer 'radikalen Priorisierung' führe. Menschen in dieser Phase ihres Lebens erreichen oft eine Art große emotionale Stabilität, da sich das 'Hamsterrad' mit ihnen wichtigen Themen, wie Karriereaufbau und Familienplanung, nicht mehr dreht und diese Bereiche abgeschlossen sind.
'Wir finden einfach das Gute, das Positive eher in dem, was wir haben, als in jungen Jahren.' (Nikitin)
(0)Comments