TSMC Aktie: 12-Zoll-Masken ab 2030 geplant

TSMC Aktie: 12-Zoll-Masken ab 2030 geplant
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Category: SciTech
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Der weltweit führende Auftragsfertiger TSMC hat heute gemeinsam mit dem Ausrüster ASML eine strategische Initiative angekündigt, die den Standard in der Halbleiterindustrie grundlegend verschieben dürfte. Im Mittelpunkt steht die Einführung von 12-Zoll-Photomasken für die sogenannte High-NA-EUV-Lithografie. Diese großformatigen Masken sind notwendig, um die Präzision bei der Belichtung modernster Chips zu erhöhen und gleichzeitig die Produktionskosten zu senken. Während auch Samsung und Intel das Vorhaben grundsätzlich unterstützen, ist TSMC das erste Unternehmen, das sich auf einen konkreten Zeitplan für die industrielle Umsetzung festgelegt hat. Strategischer Fahrplan für High-NA EUV und 12-Zoll-Masken TSMC plant, die High-NA-EUV-Technologie ab 2030 in die Volumenproduktion zu integrieren. Der Übergang zu den größeren 12-Zoll-Masken soll dabei in mehreren Stufen erfolgen: Bis zum Jahr 2031 soll eine erste Pilotlinie in Betrieb gehen, bevor die Technologie im Jahr 2033 die volle Produktionsreife für fortschrittliche Prozessknoten erreicht. High-NA EUV (Extreme Ultraviolet) nutzt eine numerische Apertur von 0,55 statt der bisherigen 0,33, was eine deutlich höhere Auflösung bei der Chipherstellung ermöglicht. Dieser technologische Sprung ist mit massiven Investitionen verbunden. Ein einzelnes High-NA-EUV-System schlägt laut Medienberichten mit rund 400 Millionen US-Dollar zu Buche. Während Intel bereits erste Systeme für seinen 18A-Prozess nutzt und nach eigenen Angaben bereits über eine Million Wafer mit dieser Technik belichtet hat, setzt TSMC auf einen koordinierten Übergang zum größeren Maskenformat. Dieser Ansatz soll Probleme wie das sogenannte 'Stitching' vermeiden, bei dem Muster auf dem Chip aus mehreren kleineren Belichtungsfeldern zusammengesetzt werden müssen, was bisher die Effizienz minderte. Technologische Vorteile und wirtschaftliche Auswirkungen Die Einführung der 12-Zoll-Masken verspricht erhebliche Produktivitätsgewinne. Marco Pieters, CTO bei ASML, stellte eine Steigerung der Ausbringungsmenge um bis zu 40 Prozent in Aussicht. Für TSMC ist dieser Effizienzschub entscheidend, um die steigende Nachfrage nach spezialisierten KI-Chips zu bedienen. Erst vor gut drei Wochen hatte der Konzern sein Investitionsbudget erhöht, was dem Kurs seither ein Plus von 5,6 Prozent bescherte. Die neue Allianz untermauert das Bestreben, die technologische Führerschaft gegenüber der Konkurrenz zu verteidigen. Parallel dazu erzielt TSMC Fortschritte in der Forschung an Transistoren aus 2D-Materialien. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut imec gelang es dem Unternehmen, Transistoren auf 300-mm-Wafern mit einer Ausbeute von 94 Prozent zu demonstrieren. Diese Entwicklung markiert einen wichtigen Schritt in die Ära jenseits klassischer Silizium-Halbleiter und ergänzt die Bemühungen um effizientere Belichtungsverfahren. Analysteneinschätzungen und Kursentwicklung im KI-Boom Die Analysten von Barclays bewerten die verstärkte Adoption der High-NA-EUV-Maschinen durch Branchengrößen wie TSMC und Samsung positiv. Die zunehmende Komplexität bei der Fertigung von KI-Komponenten mache den Einsatz der teuren, aber leistungsfähigen Anlagen wirtschaftlich sinnvoll. Auch Samsung plant laut eigenen Angaben, High-NA-EUV bis 2028 in die Massenproduktion von DRAM-Speichern zu überführen, was den branchenweiten Trend zu dieser Technologie bestätigt. Die Aktie von TSMC reagierte positiv auf die technologische Roadmap und notiert aktuell bei 378,50 Euro. Das Papier profitiert weiterhin von der Dynamik im Sektor der Künstlichen Intelligenz. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 47 % zulegen. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt die Notierung damit noch etwa 10,0 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Juli. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich damit auf umgerechnet rund 1.913 Milliarden Euro.

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