18 Jahre nüchtern: Moby verrät, warum der Entzug nicht seine größte Herausforderung war.
Kurz vor seinem 61. Geburtstag sprach Moby offen über seine damalige Sucht und die Zeit, in der Alkohol und Drogen sein Leben bestimmten. Im Gespräch mit Paris Match erinnerte er sich: "Vor zwanzig Jahren herrschte das totale Chaos.
Ich war Alkoholiker, nahm Drogen und machte wirklich jeden erdenklichen Unsinn. Und eines Tages beschloss ich, mit allem aufzuhören.
" Damit lagen zwischen dem Auftritt und jenem Lebensabschnitt, in dem Rauschmittel zu seinem Alltag gehörten, fast zwei Jahrzehnte. Heute kann der Künstler bereits auf knapp 18 nüchterne Jahre zurückblicken. Anlass für das Gespräch war das Ende seiner Europatournee: Am 23. August 2026 standDer eigentliche Entzug sei dabei gar nicht das größte Problem gewesen.
Viel schwieriger habe er es empfunden, sich ohne den Einfluss von Alkohol und Drogen mit seiner wirklichen Persönlichkeit zu beschäftigen.
"Das Schwierige ist nicht, aufzuhören, sondern sich dem zu stellen, wer man wirklich ist – und nicht mehr demjenigen, der getrunken oder Drogen genommen hat". Nach fast 18 Jahren ohne Alkohol und andere Substanzen zieht er eine deutliche Bilanz: Er sei körperlich in einer wesentlich besseren Verfassung und fühle sich insgesamt viel wohler. Auch musikalisch hat sich einiges verschoben: Bei seinen Konzerten spieltzwar bewusst die großen Hits, die das Publikum von ihm hören möchte.
Die Musik, die seinem heutigen persönlichen Empfinden entspricht, beschreibt er dagegen als sehr leise und beinahe nach innen gekehrt. Damit unterscheidet sie sich deutlich von der energiegeladenen Atmosphäre, die seine Fans bei den Liveauftritten erleben.auf der Bühne steht, so wenig kann er dem Leben auf Tour abgewinnen. Einsamkeit, lange Fahrten im Tourbus und ständig wiederkehrende Abläufe hätten ihm bereits vor Jahren die Freude an Konzertreisen genommen.
Für die aktuelle Tour konnte ihn sein Manager erst mit einem besonderen Vorschlag gewinnen:Daraufhin absolvierte der Künstler 2026 insgesamt rund 30 Auftritte. Die schönsten Momente erlebte der Musiker aber offenbar abseits der Bühne: In Frankreich durfte er die Turmterrasse eines Schlosses betreten, die seit 200 Jahren niemand mehr besucht hatte, in Kroatien trat er in einem antiken Theater auf. Und bei einem Spaziergang in Nantes streichelte er eine kleine Französische Bulldogge – für ihn der schönste Augenblick des Tages. Ein echtes Herzensprojekt – dafür verdient er Applaus.
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