Das neue Viltrox 90mm F2.2 Evo tritt gegen das seit rund elf Jahren erhältliche Fujifilm Fujinon XF 90mm F2 R LM WR an. Beide Objektive entsprechen
Das neue Viltrox 90mm F2.2 Evo tritt gegen das seit rund elf Jahren erh�ltliche Fujifilm Fujinon XF 90mm F2 R LM WR an. Beide Objektiv e entsprechen an APS-C etwa 135 Millimetern im Kleinbildformat und eignen sich damit vor allem f�r Portraits, Details und Motive mit stark freigestelltem Hintergrund.
Im direkten Vergleich durch unsere Kollegen vonEin wesentlicher Vorteil des Viltrox sind Abmessungen und Gewicht. Je nach Anschluss bringt es etwa 325 bis 345 Gramm auf die Waage, w�hrend das Fujifilm 540 Gramm wiegt. Beide Modelle besitzen ein Metallgeh�use und Wetterschutz, das Viltrox verf�gt zudem �ber einen USB-C-Anschluss f�r Firmware-Updates. Bei der Fujifilm-X-Version bieten beide einen Blenden- und einen manuellen Fokusring.
F�r Sony E und Nikon Z stattet Viltrox das Objektiv zus�tzlich mit weiteren Bedienelementen aus. Auch optisch �berzeugt das 90mm F2.2 Evo bereits bei Offenblende. Die Bildmitte liefert hohe Sch�rfe und kr�ftigen Kontrast, leichtes Abblenden auf F2.8 verbessert die Klarheit nochmals. Zum Rand hin bleibt die Leistung ebenfalls auf hohem Niveau.
Chromatische Aberrationen sind gut korrigiert, die Vignettierung f�llt gering aus und eine nennenswerte Verzeichnung ist nicht erkennbar. Im direkten Vergleich zeigt das Viltrox bei Offenblende etwas mehr Kontrast und Mikrokontrast als das Fujifilm. Bei F2.8 r�ckt das �ltere Objektiv jedoch auf. An den Bildr�ndern liegt das Viltrox leicht vorn, wobei auch das Fujifilm weiterhin eine sehr hohe optische Qualit�t bietet.
Sein gr��ter Vorteil ist die etwas h�here Lichtst�rke von F2. Der Unterschied von lediglich einem Drittel Blendenstopp f�llt in der Praxis allerdings kaum ins Gewicht. Deutlicher ist der Vorsprung des Fujifilm bei Nahaufnahmen. Es fokussiert bis 60 Zentimeter und erreicht etwa einen Abbildungsma�stab von 1:5.
Das Viltrox ben�tigt 74 Zentimeter und kommt auf rund 1:7. F�r gr��ere Bl�ten, Pflanzen oder Detailmotive bietet das Fujifilm damit mehr M�glichkeiten. Beim Bokeh liefern beide Objektive eine ausgepr�gte Hintergrundunsch�rfe; die neun Blendenlamellen des Viltrox gegen�ber sieben beim Fujifilm bringen in der Praxis nur geringe Vorteile. Beide Objektive verzichten auf einen optischen Bildstabilisator.
An Kameras mit integriertem Sensor-Stabilisator ist das unproblematisch. Der Autofokus arbeitet bei beiden schnell, wobei das Viltrox beim Filmen etwas weniger Fokusatmen zeigt. Vollst�ndig vermeiden l�sst sich der Effekt bei keinem der beiden Modelle. Der gr��te Unterschied liegt beim Preis: Das Fujifilm XF 90mm F2 kostet weiterhin rund 900 Euro, w�hrend das Viltrox 90mm F2.2 Evo f�r etwa 429 Euro angeboten werden soll.
Damit kostet das neue Modell weniger als die H�lfte. F�r Besitzer des Fujifilm gibt es trotz des Vergleichs keinen zwingenden Grund zum Wechsel. F�r einen Neukauf spricht jedoch vieles f�r das Viltrox: Es ist deutlich leichter und kompakter, liefert eine sehr gute Bildqualit�t und kostet erheblich weniger. Wer dagegen h�ufig Nahaufnahmen macht, profitiert vom Fujifilm. Nikon vs. Viltrox: Zwei 35mm-Festbrennweiten im Vergleichstest
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