Video: Die Malizia 4 beim Ocean Race Atlantic: Eine Reise voller Tücken (2 Min)
Segeln News-Blog Ocean Race: Rückstand für Herrmanns Malizia wächst
Stand: 07.09.2026 21:55 Uhr
Boris Herrmann aus Hamburg und seine Crew segeln beim Ocean Race Atlantic erstmals mit der neuen Malizia 4 ein Rennen. Alle News und Hintergründe zur Hatz quer über den Nordatlantik im Blog. Jetzt Aktualisieren
Das Rennen im Tracker live verfolgen:
DMG MORI Global One führt - Herrmann mit Malizia Vierter
Die japanische Segellegende Kojiro Shiraishi liegt mit der DMG MORI Global One bei Einbruch der Nacht rund 20 Seemeilen vor United by the Ocean in Führung. Dem Team des 59-Jährigen, der 2016 als erster asiatischer Segler an der Vendée-Globus teilnahm, steht nun aber wie den Verfolgern die große Herausforderung bevor, die nahende Hochdruckzone bestmöglich zu umfahren, um nicht zu sehr an Tempo zu verlieren.
Am späten Montagabend gelang dies Shiraishi und seiner Crew besser als den nachfolgenden Booten. So wuchs der Vorsprung auf die viertplatzierte Malizia von Boris Herrmann um kurz vor 22 Uhr auf fast 80 Seemeilen.
Hautpflege a là Brauer für Herrmann
Die vergangenen Stunden waren hart für die Crews im erbarmungslosen Nordatlantik. Nun beruhigt sich die Lage ein wenig, bei moderaten Geschwindigkeiten um die zehn Knoten. Das lässt Raum für grundlegende Dinge, wie zum Beispiel der Hautpflege. Malizia-Co-Skipperin Cole Brauer ist da sehr versiert, Boris Herrmann gefühlt noch nicht, aber lernwillig:
"Möglich, dass wir alle gemeinsam in Lorient ankommen"
Die Vorhersage tritt ein: Nach dem wilden Ritt mit zum Teil Windböen mit 40 Knoten kommt die Flotte in ruhigere Gewässer. Das Führungstrio um 11th Hour Racing wird langsamer, während Boris Herrmann mit der Malizia 4 auf Position vier näher herankommt.
"Wir werden definitiv in einer windstillen Zone landen, wodurch sich die Abstände verringern könnten", sagte United by the Ocean-Skipper Paul Meilhat, der sich auf ein spannendes Finish des Ocean Race Atlantic einstellt - mit der gebeutelten Malizia-Crew: "Boris kann zurückkommen, was bedeutet, dass das Rennen wirklich völlig offen is. Es ist möglich, dass wir alle gemeinsam in Lorient ankommen."
Malizia kämpft auch noch mit Ausfall des Autopiloten
Nach den Problemen mit einem der Foils mussten Boris Herrmann und seine Crew an Bord der Malizia 4 auch noch mit dem Ausfall des Autopiloten kämpfen. Mitten im Sturm mit einer Windstärke von bis zu 40 Knoten musste Justine Mettraux das Ruder übernehmen. Währendessen kümmerte sich Julien Villion um das Großsegel, damit es da nicht auch noch einen Schaden gab. Unter Deck machten sich derweil Boris Herrmann und Cole Brauer daran, den Autopiloten zu reparieren.
Aus der erhofften Aufholjagd ist auch deshalb bisher nichts geworden. Am Sonntagnachmittag lag die Malizia knapp 120 Seemeilen hinter der Spitze. Aber das Tempo ist zurück: Herrmann und Co. sicherten sich den nächsten Sieg im "Super Sprint" - und führen diese Unterwertung auch insgesamt an.
Harte Bedingungen, aber Hoffnung für Herrmann
"Es knallt ununterbrochen und ist ohrenbetäubend laut." Samantha Davies an Bord der DMG MORI Global One spricht allen Seglern des Ocean Race Atlantic aus der Seele. Die Bedingungen im Nordatlantik kennen aktuell kein Erbarmen mit den sechs Teams. "Wir sind alle erschöpft, müde und gestresst", resümiert Oliver Heer von Embrace the Challenge.
Boris Herrmann hat mit der Malizia 4 zwar wieder Renngeschwindigkeit aufgenommen, aber die Kollision mit einem Tier und ein nicht mehr komplett funktionstüchtiges Backbord-Foil könnten sich als große Hypothek für den Rest des Rennens erweisen. Die Spitze der Flotte mit 11th Hour Racing, United by the Ocean und DMG Mori ist erstmal enteilt.
Hoffnung auf ein Comeback der zu Beginn so stark performenden Malizia 4 machen allerdings die Wetteraussichten. Da sich vor den Azoren ein Hochdruckgebiet bildet, soll der Wind nachlassen. Das könnte die Chance für den Hamburger Skipper und seine Crew sein, wieder vorne ranzurücken.
Schäden am Großsegel bei Embrace the Challenge
Bitterer Rückschlag für das Team Embrace the Challenge von Skipper Oliver Heer. Während eines Reffmanövers bei sehr starkem Wind seien in der Nacht erhebliche Schäden am Großsegel entstanden, teilte das Team mit. Die Crew sei wohlauf, aber bitter enttäuscht.
Die rauen Bedingungen machten einen Reperaturversuch zunächst unmöglich. Mit reduzierter Geschwindigkeit setzt das Schweizer Boot die Fahrt in Richtung Lorient fort, eine genaue Lagebeurteilung steht noch aus.
11th Hour Racing führt - Herrmann verliert an Boden
Die Kollision mit einem Tier und ein eingeschränkt nutzbares Backbord-Foil fordern ihren Tribut für die Malizia 4. Boris Herrmann und seine Crew haben weiter an Boden verloren, liegen auf ihrem etwas nördlicheren Kurs mit herausfordernden Bedingungen nun rund 100 Seemeilen auf Platz vier hinter dem führenden Boot 11th Hour Racing.
Segeln Ocean Race Atlantik: Kollision bremst Herrmann aus
Boris Herrmann hat beim Ocean Race Atlantic einen Rückschlag erlitten. Sein Boot stieß mit einem Meerestier zusammen.
Segler werden ordentlich durchgeschüttelt
Die ersten fünf Boote kämpfen mit der rauen See, die die Seglerinnen und Segler kräftig durchschüttelt. Das Tempo ist hoch und dürfte laut Wettervorhersage in den kommenden 24 Stunden auch hoch bleiben.
Beim vierten "Super-Sprint" lag dieses Mal Kojiro Shiraishi (DMG Mori Sailing) vorn. Die Malizia kam nur auf Rang fünf, liegt aber in der Gesamtwertung gemeinsam mit DMG vorn.
Malizia büßt die Führung ein
Boris Herrmann und seine Crew haben beim Ocean Race Atlantic ihre Führung verloren und einen Schreckmoment erlebt. In der Nacht zum Samstag gab es einen Schaden an der Malizia 4. Die Yacht kollidierte gegen 6.30 Uhr (MESZ) mit einem Tier im Wasser. Dabei wurde ein Foil beschädigt. Die Crew stoppte das Boot, konnte den Schaden beheben und weiterfahren. "Ich habe ein Geräusch gehört und dann den Schaden am Foil entdeckt. Also haben wir das Boot gestoppt und an einer Lösung gearbeitet", berichtete Herrmann.
Die Führung ist dennoch zunächst dahin, was auch mit dem Kurs der Malizia zu tun hat. Herrmann und seine Crew segeln einen nördlicheren Kurs als die Verfolger – und verloren bei drehenden Winden deutlich an Speed. Drei Konkurrenten zogen vorbei.
"Der nord-östliche Wind ist nicht wirklich ideal für uns", sagte Herrmanns Teammitglied Justine Mettraux: "Die anderen Boote hatten diese Probleme nicht, deshalb haben wir an Boden verloren."
Am Samstagmorgen lag Francesca Clapcich (11th Hour Racing) mit der alten Malizia von Herrmann in Führung, gefolgt von Paul Meilhats United by the Ocean und Kojiro Shiraishi (DMG Mori Sailing). Die Malizia segelte auf Platz vier.
Herrmanns Malizia 4 sprintet dem Feld davon
12 nautische Meilen in 20 Minuten: Boris Herrmann und seine Crew geben aktuell den Tempo-Ton im Feld an und haben beim dritten "Super Sprint" den zweiten Sieg eingefahren. Der Malizia-Skipper übernahm für den Zwischenspurt das Ruder an dem neu konstruierten, halboffenen Steuerstand.
DMG Mori Sailing Team auf Platz zwei schaffte nur gute acht Seemeilen. Die führende Malizia 4 kommt mit den ruppigen und wechselhaften Bedingungen im Nordatlantik offenbar am besten zurecht und segelt aktuell in einer eigenen Liga.
Wir sind sehr schnell im Vergleich zur Flotte, das macht uns happy.
Malizia-Co-Skipperin Justine Mettraux
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 20 Knoten in den vergangenen vier Stunden ist Herrmanns neues Boot weitaus schneller unterwegs, als der Rest der Flotte. Verfolger United by the Ocean mit Skipper Paul Meilhat segelte lediglich 16 Knoten im Schnitt. "Der Plan ist, so schnell wie möglich zu sein", sagte Malizia-Co-Skipperin Justine Mettraux. Und der geht für Team Malizia im Moment voll auf.
Es läuft für Boris Herrmann
Der Wind wird stärker - und die Malizia 4 funktioniert bislang: Boris Herrmann hat im Laufe des Freitags seinen Vorsprung auf Paul Meilhat und United by the Ocean behauptet. Ohne große Manöver fährt der Hamburger Skipper mit einer Crew einen stringenten Ost-Kurs.
Nicht weit hinter dem Spitzenduo liegt Francesca Clapcich (11th Hour Racing) mit der alten Malizia von Herrmann.
Es geht hin und her an der Spitze
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wechselte die Führung munter hin und her. Mal lag Boris Herrmann vorne, dann wieder Paul Meilhat. Um 9 Uhr (MESZ) hatte Herrmanns Malizia rund 13 Seemeilen Vorsprung auf Meilhats United by the Ocean.
Laut Wettervorhersage werden die Boote demnächst ein Tiefdruckgebiet erreichen und mit hoher Geschwindigkeit Richtung Osten segeln. Dann wird sich zeigen, wer sich am besten positioniert hat und möglicherweise einen Vorsprung herausfahren kann.
Führung wechselt, Herrmann etwas nördlicher unterwegs
An der Spitze der Flotte geht es eng zu bei der Hatz in Richtung Lorient. Die Crews liefern sich ein Wettrennen darum, wer als Erster das weiter östlich entstehende Tiefdruckgebiet erreicht. Es könnte das Oneway-Ticket für einen rasanten Ritt über den Nordatlantik sein.
Boris Herrmann wählte dabei mit der Malizia 4 eine etwas nördlichere Route, büßte so die Führung ein, ist dem nun auf Position eins segelnden Paul Meilhat (United by the Ocean) aber ganz dicht auf den Fersen.
Team Malizia beim zweiten Sprint Zweiter
Den ersten "Super Sprint" über 20 Minuten hatte Team Malizia gewonnen, beim zweiten reichte es nur zum zweiten Platz für Boris Herrmann und seine Crew. Der Sieg ging an 11th Hour Racing von Skipperin Francesca Clapcich.
In der "Super Sprint"-Gesamtwertung liegt das Team Malizia nun mit elf Punkten in Führung, vor 11th Hour Racing (9 Punkte).
Video:
Boris Herrmann zu den täglichen Supersprints beim Ocean Race Atlantic (1 Min)
Einen "Super Sprint" gibt es täglich um 17 Uhr. Es siegt, wer die meisten Seemeilen in 20 Minuten zurücklegt. Der Gewinner erhält sechs Punkte, der Zweite fünf und so weiter. Am Ende gibt es eine Sprintwertung, in der alle Punkte addiert werden. Auf den Ausgang des Rennens hat diese aber keinen Einfluss.
Malizia weiter vorn - es geht nach Osten
Die Flotte hat sich nach einem versammelten Kurswechsel nach Norden mit wenig Speed durch eine Phase mit schwachen und unbeständigen Winden gekämpft. Nun richten sich die Nasen wieder nach Osten und die Imocas nehmen Tempo auf. Allen voran Skipper Boris Herrmann mit der Malizia 4, der nun sicher auf die Gelegenheit hofft, das Beste aus seinem Neubau herauszuholen.
Blitzeinschlag - Schreckmoment für Harris und Co.
Will Harris hat von einem Schreckmoment an Bord von 11th Hour Racing berichtet. Kurz vor dem Start habe ganz in der Nähe der Blitz eingeschlagen und für einen vorübergehenden Stromausfall an Bord der ehemaligen Malizia 3 gesorgt, die nun Skipperin Francesca Clapcich übernommen hat. "Es war ein beunruhigender Moment, denn dieses Boot hat eine Vorgeschichte, was Blitze angeht. Deshalb waren wir etwas nervös auf dem Weg zum Start, aber es scheint alles in Ordnung zu sein", so der Brite vom Team Malizia, der während des Ocean Rave Atlantic als Navigator zur Clapcich-Crew gehört.
Ich bin noch nie in meinem Leben gegen Will gesegelt, die letzten sieben Jahre sind wir immer zusammen gesegelt. Er ist einer der besten Segler da draußen. Es ist großartig, dass er bei 11th Hour dabei ist. 11th Hour wird in diesem Rennen eine wichtige Rolle spielen.
Boris Herrmann über Will Harris
Die Malizia - Seaexplorer - damals in den Händen von Boris Herrmann - war im Januar 2025 während der Vendée Globe vor der Küste Brasiliens von einem nahen Blitzeinschlag vorübergehend lahmgelegt worden. Bildschirme, Autopilot, Radar und wichtige Bordinstrumente fielen aus. Und auch im Mai 2024 hatte die Yacht ein Blitz getroffen - ebenfalls in New York.
Boris Herrmann nach erster Nacht vorn
Boris Herrmann ist mit der neuen Malizia 4 beeindruckend gestartet und führt die Flotte nach der ersten Nacht an. Der Hamburger und seine Crew liegen rund 13 Kilometer vor Francesca Clapcich (11th Hour Racing) mit der Malizia-4-Vorgängerin.
Video:
Die Malizia 4: Schlanker, leichter, radikaler (2 Min)
"Malizia scheint ein anderes Tempo vorzulegen als alle anderen - vielleicht liegt das an der Leistungsfähigkeit des neuen Bootes. Wir werden weiter Druck machen, versuchen dranzubleiben und nicht den Anschluss zu verlieren", sagte Clapcich nach dem Start.
Start ist erfolgt - Herrmann gewinnt ersten Sprint
Mit vier Stunden Verspätung ist am Mittwoch um 16 Uhr (MESZ) der Start erfolgt. Bei Gegenwind aus Nord-Ost wählten alle sechs Teams zunächst einen südlichen Kurs.
Boris Herrmann verbuchte mit seiner neuen Malizia 4 direkt einen kleinen Erfolg. Beim ersten "Super Sprint" über 20 Minuten legte er 6,75 Seemeilen zurück. Auf Platz zwei kam DMG mit 5,99 Seemeilen.
Erst unbeständiges Wetter, dann Tempojagd
Der Start naht. Cole Brauer vom Team Malizia vermutet, dass der erste Tag - zumindest was das Wetter betrifft - der schwierigste Teil des Rennens werden könnte. "Wir bekommen es mit dem Golfstrom und schwachen Winden zu tun, die Bedingungen sollen ziemlich unbeständig und wechselhaft sein. Und dann muss man sich entscheiden, ob man die nördliche oder die südliche Route wählt", so die US-Amerikanerin. "Aber sobald wir erst einmal richtig Fahrt aufgenommen haben, liegen fünf Tage vor uns, an denen wir mit hoher Geschwindigkeit bis nach Frankreich rasen."
Die Skipper erwartet insgesamt wohl eine wahre Nordatlantikhatz. Laut Routing-Experten dominiert ein riesiges Tiefdruckgebiet die Regatta, das die Teilnehmer "in die Bretagne katapultiert", so 11th-Hour-Racing-Navigator Will Harris.
Video:
Ocean Race Atlantic: So lief der Auftakt in New York (2 Min)
Start weiter nach hinten verschoben
Neuer Zeitpunkt ist nun 16 Uhr (MESZ).
Die Bootsparade und Abfahrt in New York im Re-live
Video:
Ocean Race Atlantic: Bootsparade und Leinen los in New York im Re-live (77 Min)
Auf dem Weg zur Startlinie
Die Imoca-Flotte lässt New York hinter sich und macht sich langsam auf den Weg zur Startlinie 145 Seemeilen vor der US-Küste. Meeresschutzgebiete erfordern einen Start weiter draußen. Am Mittwoch fällt für Boris Herrmann und Co. der Startschuss für die 3000 Seemeilen im Rennmodus nach Lorient.
Segel-Regatta über den Nordatlantik Herrmann startet mit der Malizia 4 ins Abenteuer Ocean Race Atlantic
Der Sprint über den Nordatlantik nach Lorient ist der erste Härtetest für das neue Boot des Hamburgers - gegen fünf weitere Teams.
"Es ist Zeit, segeln zu gehen", sagt der Schweizer Embrace The Challenge-Skipper Oliver Heer. "Es geht um Speed und darum, das Schiff in einem guten Zustand zu halten. Und hoffentlich sind wir in unter sieben Tagen in Lorient."
"Super emotional, heute hier abzulegen"
"Es war super emotional, heute hier abzulegen", sagt Elodie-Jane Mettraux an Bord der 11th Hour Racing. "Jetzt sind wir bereit, das Rennen nach Lorient aufzunehmen." Die Schwester von Malizia-Co-Skipperin Justine Mettraux blickt schon ein bisschen voraus: "Die ersten drei, vier Tage werden schnell und wild. Vor der britischen Küste wird es mit einem Hochdruckgebiet dann etwas langsamer werden."
Big Apple in grau
Der Nebel hüllt den Big Apple in einen Schleier aus grau. Den Seglern kann das die Laune nicht verderben. Sie freuen sich auf das Rennen, das am Mittwoch 145 Seemeilen vor New York starten wird.
Malizia-Co-Skipperin Brauer: "Rennen wird sehr schnell"
Die Boote legen vor der Skyline von New York nach und nach ab. "Wir sind super aufgeregt", sagt Malizia-Co-Skipperin Cole Brauer. "Das Rennen wird sehr schnell." Sie rechnet mit sechseinhalb bis sieben Tagen bis Lorient.
Zweimal Mettraux, einmal Herrmann: Das sind die Crews
Gleich heißt es vor Manhattan "Leinen los" für die sechs Teams. So sehen die Crews der Teilnehmer am Ocean Race Atlantic aus:
Die Crews beim Ocean Race Atlantic
Team Malizia
Skipper:
Boris Herrmann (Deutschland)
Co-Skipper:
Cole Brauer (USA)
Justine Mettraux (Schweiz)
Julien Villion (Frankreich)
On-Board-Reporter:
Gauthier Lebec
Team 11th Hour Racing
Skipper:
Francesca Clapcich (Italien/USA)
Co-Skipper:
Alberto Bona (Italien)
Elodie-Jane Mettraux (Schweiz)
Will Harris (Großbritannien)
On-Board-Reporter:
Julien Champolion (Frankreich)
Team United by the Ocean
Skipper:
Paul Meilhat (Frankreich)
Co-Skipper:
Mariana Lobato (Portugal)
Sara Stone (USA)
Benjamin Ferré (Frankreich)
On-Board-Reporter:
Marin Le Roux (Frankreich)
Team DMG Mori
Skipper:
Kojiro Shiraishi
Co-Skipper:
Samantha Davies (Großbritannien)
Nicolas Lunven (Frankreich)
Arisa Moriya (Japan)
On-Board-Reporter:
Anne Beaugé
Team Embrace the Challenge
Skipper:
Oliver Heer (Schweiz)
Co-Skipper:
Lincoln Dews (Australien)
Marie Riou (Frankreich)
Liz Wardley (Papa Neu Guina/Australien)
On-Board-Reporter:
Paddy Condy (Schottland)
Team MSIG Europe
Skipper:
Conrad Colman (Australien/USA)
Co-Skipper:
Anna Merchant (Australien)
Elie Pirnay (Belgien)
Megan Thomson (Australien)
On-Board-Reporter:
Georgia Schofield (Australien)
Heimspiel für Co-Skipperin Brauer
Co-Skipperin Cole Brauer ist für das Team Malizia zum ersten Mal beim Rennen dabei.
Für Cole Brauer ist der Start des Rennens in New York etwas ganz Besonderes. "Ich bin hier geboren worden und aufgewachsen. Ich freue mich riesig, dass das Rennen hier startet und ich all meine Freunde sehe", erklärte die Co-Skipperin von Boris Herrmann an Bord der Malizia 4.
Die 32-Jährige gehörte bereits zur Crew, die für die Überführung der neuen Yacht von Lorient nach New York verantwortlich war. "Das Boot ist super schnell. Wir müssen die Malizia 4 noch besser kennenlernen. Aber wir lernen sehr schnell. Sie ist ein ganz anderes Biest als ihre Vorgängerin. Ich gespannt, wie es auf dem Weg nach Hause wird."
Herrmann fiebert Start des Rennens entgegen
Das Ocean Race Atlantic wird am Mittwoch gegen Mittag offiziell gestartet. Boris Herrmann ist mit seiner Crew und der Malizia 4 dabei. Die Vorfreude ist groß, der Skipper aus Hamburg weiß aber auch um die Herausforderungen.
Video:
Malizia-Skipper Herrmann: "Das Rennen wird uns alles abverlangen" (4 Min)
Rennen mit gemischter Crew "macht absolut Sinn"
Beim Ocean Race Atlantic müssen jeweils zwei Männer und zwei Frauen zur Crew gehören. Sehr zum Gefallen von Malizia-Skipper Boris Herrmann: "Die 50:50-Regel macht absolut Sinn und hätten wir in unserem Sport schon früher haben sollen. Früher waren es zum Teil reine Männer-Crews auf den Booten, das ist natürlich Quatsch."
Die Einhand-Regatta Vendée Globe habe gezeigt, dass nicht das Geschlecht über Erfolg und Misserfolg entscheidet. Das erfuhr der 45-Jährige am eigenen Leib: "Justine Mettraux, die mit uns segelt, hat mich bei Weitem geschlagen. Es kommt auf diesen Schiffen wirklich mehr auf den Kopf als die Körpergröße an."
Herrmann: "Es wird ein großes Fragezeichen"
Skipper Boris Herrmann fiebert dem Start des Ocean Race Atlantic entgegen. Wo das Team Malizia mit der erst zwei Monate alten Yacht steht, vermag er aber noch nicht abzuschätzen. "Mit dem neuen Boot am Start zu sein, macht es noch aufregender für uns, als es ohnehin schon ist, über den Nordatlantik gegen die diese Konkurrenten zu segeln", sagte der Hamburger bei der offiziellen Pressekonferenz der Skipper.
Die Malizia 4 wurde nach der Fertigstellung ein paar Tage vor Lorient getestet - die ersten Eindrücke waren sehr positiv. Die Überführung nach New York lief dann allerdings nicht reibungslos. "Sie mussten aufgrund von technischen Problemen langsamer fahren", berichtete Herrmann von seinem Team, das aber vergleichsweise leichte Bedingungen hatte. "Wir wissen es also nicht genau, und es wird ein großes Fragezeichen sein."
Zweikampf der beiden jüngsten Boote erwartet
Erwartet wird ein Spitzenduell der beiden jüngsten Boote - Malizia 4 und der auch fast noch werftneuen japanischen DMG Mori Global One von Skipper Kojiro Shiraishi. Die Boote sind unterschiedlichen französischen Designschulen entsprungen: Malizia 4 wurde von Antoine Koch entworfen, das japanische Boot von Guillaume Verdier. "Nach dem, was wir bislang gesehen haben, gehen am Dock Gerüchte um, dass die DMG Mori Global One besonders schnell vor dem Wind ist. Wir haben unsererseits festgestellt, dass unser Boot am Wind sehr gute Leistungen zeigt", sagte Malizia-Skipper Boris Herrmann.
Das ist das Ocean Race Atlantic
Beim Ocean Race Atlantic starten sechs Boote. Los geht es am Dienstag in New York. Das Rennen führt über 3.000 Seemeilen bis nach Lorient in Frankreich, wo die Imoca-Yachten nach rund einer Woche erwartet werden.
Boris Herrmann startet mit seiner Crew (Cole Brauer, Justine Mettraux und Julien Villion) erstmals mit der neuen Malizia 4 in ein Rennen. Kontrahenten sind Francesca Clapcich (USA/11th Hour Racing), Paul Meilhat (Frankreich/United by the Ocean), Kojiro Shiraishi (Japan/DMG MORI Sailing Team), Oliver Heer (Schweiz/Embrace the Challenge) und Conrad Colman (Neuseeland/MSIG Europe).
Die Crews müssen erstmals jeweils mit zwei Frauen und zwei Männern besetzt sein. Zudem ist auf jedem Boot ein On-Board-Reporter dabei.
Herrmann mit neuer Super-Yacht am Start
Nach zwei Jahren Konzeptions- und Bauzeit lief die Malizia 4 im Juli vom Stapel. "Das Boot muss das schnellste sein, das ist das Wichtigste", sagt Herrmann mit Blick auf seine Millionen-Yacht.
Dieses Thema im Programm: NDR Info | Sport aktuell | 05.09.2026 | 12:17 Uhr
Schlagwörter zu diesem Artikel Segeln Boris Herrmann
(0)Comments