Laut der aktuellen TrendForce-Studie erwirtschaftete die DRAM-Branche im zweiten Quartal einen Umsatz von fast 155 Milliarden US-Dollar, fast 60 Prozent mehr als drei Monate zuvor. Im dritten Quartal wird erwartet, dass vor allem Consumer-DRAM teurer wird, da die Hersteller ihr Angebot stark eingeschränkt haben und immer mehr DRAM für Server produzieren. Es wird erwartet, dass die RAM-Preise weiter steigen
Als Folge der Speicherkrise, die mit viel schwarzem Humor als 'RAMageddon' bezeichnet wird, haben sich die Preise für DDR5-Speicherkits im Einzelhandel längst mehr als vervierfacht. Nach einer kurzen Entspannung im Frühjahr stiegen die Preise im Sommer wieder, wie die regelmäßigen Stichproben der Redaktion zeigen.
Preisanstieg bei RAM, HDD und SSD seit Mitte September 2025
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TrendForce hat nun die neuen Umsatzzahlen der DRAM-Branche für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und wagt eine Prognose für das dritte Quartal, die für Privatkunden alles andere als positiv ausfallen dürfte. Die Marktforscher für konventionelles DRAM (nicht HBM) erwarten ein vergleichsweise moderates Wachstum der Vertragspreise in der Größenordnung von 13 bis 18 Prozent über dem Niveau des zweiten Quartals. Allerdings wird bei DRAM-Produkten für Endverbraucher (Consumer DRAM) der größte Preisanstieg erwartet. Als Grund wird angegeben, dass die Anbieter ihre Angebote für den Verbrauchermarkt inzwischen deutlich eingeschränkt haben.
Im Preisvergleich von ComputerBase ist der Trend bereits erkennbar. Mitte des Monats wird sich die Redaktion genauer mit den aktuellen Entwicklungen befassen. DRAM-Branche steigert Umsatz um fast 60 %
Laut TrendForce-Statistiken erwirtschaftete die DRAM-Branche im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 154,726 Milliarden US-Dollar, 59,5 Prozent mehr als im ersten Quartal. Hauptgründe für das Wachstum seien die stark gestiegenen Vertragspreise für konventionelles DRAM sowie gestiegene Verkäufe von HBM3E, LPDDR5X und RDIMMs für KI-Server, erläutern die Marktforscher.
Die Lagerbestände der Zulieferer sollen einen neuen historischen Tiefstand erreicht haben. Zusätzliche Liefermengen würden vor allem dem Servermarkt zugutekommen. Samsung baut seinen Vorsprung weiter aus
Während Samsung im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 33 Jahren beim Umsatz vorübergehend von SK Hynix überholt wurde, steht der ewige Marktführer nun wieder an der Spitze und baut seinen Vorsprung nun massiv aus. Mit über 60 Milliarden US-Dollar liegt der Marktanteil von 39,4 Prozent nur um 0,9 Prozentpunkte höher als im ersten Quartal, doch der Zweitplatzierte SK Hynix verlor trotz Wachstum deutlich an Boden und verschlechterte sich von 28,8 Prozent auf nur noch 24,9 Prozent. Mittlerweile ist Micron mit 23,3 Prozent des weltweiten Umsatzes in Schlagdistanz. Umsatz und Marktanteile der DRAM-Hersteller im zweiten Quartal 2026 (Bild: TrendForce)
Der chinesische Newcomer CXMT festigt mit einer nahezu Verdoppelung des Umsatzes den vierten Platz und erreicht nun einen Marktanteil von 9,5 Prozent. Nanya, Winbond und PSMC folgen. Letzteres Unternehmen erzielte mit 167,8 Prozent das stärkste Wachstum, spielt mit nur 0,07 Prozent Marktanteil aber immer noch eine sehr kleine Rolle.
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