Anastasia Potapova verletzte sich im dritten Satz gegen Mirra Andrejewa am Knie und konnte den Matchausgang trotz eines Satzgewinns nicht mehr beeinflussen. Die Russin siegte in der Wiederholung des Linz-Finals mit 5:7, 6:4, 6:3.
Anastasia Potapova verliert bei den US Open gegen Mirra Andrejewa. Die für Österreich spielende Tennis spielerin verletzt sich zudem am linken Knie. Anastasia Potapova hat am Montag den Einzug ins Viertelfinale der US Open verpasst.
Damit blieb auch das erste Grand-Slam-Viertelfinale einer Österreicherin seit 14 Jahren aus. Der zweite Sieg en suite über eine Top-Ten-Spielerin war der 25-Jährigen nicht vergönnt. Potapova verletzte sich zudem im Finish der Wiederholung des diesjährigen Linz-Finales gegen French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa (RUS-5) am linken Knie und verlor 7:5,4:6,3:6. Die Russin gewann im fünften Duell zum vierten Mal.
Die Verletzung kam im letzten Game nach einer Überstreckung des linken Knies. Potapova quälte sich danach noch auf den Platz, allerdings ist eine gröbere Verletzung aktuell nicht auszuschließen. Guter Start mit Satzgewinn belohnt Potapova gelang der bessere Start und gleich ein Break zum 2:0. Die seit 2026 für Österreich spielende 25-Jährige musste dann aber ihr Service gleich wieder abgeben.
Danach ging es mit teils hochklassigen Grundlinienduellen mit dem Aufschlag zum 6:5 für die Außenseiterin, ehe die 19-jährige Andrejewa u.a. nach zwei Doppelfehlern ihren Aufschlag zu Null abgeben musste. Satz zwei begann genau umgekehrt, nämlich mit einem Serviceverlust Potapovas. Knapp verhinderte sie das Doppelbreak zum 0:3 und nahm der Weltranglisten-Fünften selbst das Service zum 2:2 ab. Mit einem Ass verwandelte sie nach 76 Minuten das 0:2 zum 3:2.
Einen möglicherweise vorentscheidenden Breakball zum 4:2 konnte Potapova dann aber nicht verwerten. Im Gegenteil. Sie gab ihr Service mit einem Doppelfehler zum 3:4 ab, diesmal schaffte sie den Turnaround nicht mehr. Nach 99 Minuten hieß es 1:1 in Sätzen.
Satz drei begann mit drei Breaks en suite, und obwohl Potapova bei 1:2 zwei Chancen zum 2:2 hatte, bestätigte Andrejewa dann das zweite Break zum 3:1. Potapova verhinderte bei 2:4 noch einen zweiten Serviceverlust dank eines Netzrollers, doch bei 3:5 und eigenem Aufschlag verletzte sie sich am linken Knie. Sie musste in extremis ihr Knie voll durchstrecken. Während Andrejewa äußerst sportlich gleich zu Potapova lief, musste die rot-weiß-rote Akteurin eine Verletzungsauszeit nehmen.
Mit engem Verband am linken Knie versuchte Potapova noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch es war ihr kein Punkt mehr vergönnt. Andrejewa kam nach dem Matchball auf die andere Seite und umarmte und tröstete ihre Gegnerin, die sie später auch als Freundin bezeichnete. Für Potapova war dies nach ihrem Erfolgslauf und dem Sieg über die Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova ein schwerer Rückschlag.
Alles schien angerichtet für ihren ersten Einzug in ein Major-Viertelfinale. Trost wird sie sich auch bei ihrer neuen, alten Trainerin holen. Seit den US Open arbeitet Potapova nach einer achtjährigen Pause wieder mit ihrer Kindheits-Mentorin Irina Doronina zusammen.
"Ich war ein bisschen verzweifelt, nachdem ich die Zusammenarbeit mit meinem Ex-Coach (Henner Nehles, Anm. ) beendet hatte.
" Dann hat sie sich an Doronina gewandt. "Sie ist wie eine zweite Mutter für mich und ich weiß, dass sie eine harte Arbeiterin ist. Ich habe entschieden, sie anzurufen, und es zahlt sich aus. Es ist, als wäre sie nie weg gewesen", erzählte Potapova schon nach ihrem Achtelfinaleinzug
(0)Comments