Berlin (dpa) - Am Brandenburger Tor haben mehrere Tausend Menschen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gegen die AfD protestiert. Es seien etwa 5.000 Demonstranten gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten sprachen von einer 'störungsfreien' Demo. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf rund 14.000 Menschen.
Kurzfristig zu der Kundgebung aufgerufen hatten die Kampagnen-Organisation Campact und die Klimaschutzbewegung Fridays for Future. Unter den Teilnehmern waren auch Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Spitzenkandidaten der Grünen und der Linken bei der Berlin-Wahl am 20. September.
'AfD + BSW Demokratie adé' oder 'Faschismus ist keine Alternative', hieß es auf den Transparenten - und auch 'Dumm Dümmer NSDAfD' und 'AfD Nazis stoppen! Schluss mit Rassismus und Sozialabbau'. Die Demonstranten riefen: 'Alle zusammen gegen den Faschismus!' Viele Menschen zeigten sich im Gespräch mit einem dpa-Reporter besorgt ob des Erfolgs der AfD.
Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit großem Vorsprung gewonnen, aber eine absolute Mehrheit verpasst. In dem ostdeutschen Bundesland scheint nun eine AfD-Regierung möglich. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt stuft den dortigen AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein.
In Potsdam trafen sich am Abend hunderte Demonstranten am Alten Markt, um gegen die AfD zu demonstrieren. 'Die Möglichkeit einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt erfüllt uns mit großer Sorge', schrieben die Veranstalter des Bündnisses 'Potsdam! bekennt Farbe'. 'Ein solcher Regierungswechsel wäre keine gewöhnliche politische Veränderung, sondern eine Zäsur für die demokratische Kultur in Deutschland.'
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