Duschabfluss stinkt trotz freiem Ablauf? 9 Lösungen

Duschabfluss stinkt trotz freiem Ablauf? 9 Lösungen
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Category: Entertainment
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Du gehst ins Bade­zim­mer und bemerkst die­sen Geruch sofort. Nicht unbe­dingt extrem, aber ein­deu­tig unan­ge­nehm. Ein biss­chen mod­rig, manch­mal fau­lig und in man­chen Fäl­len unver­kenn­bar nach Kana­li­sa­ti­on. Also lässt du Was­ser durch die Dusche lau­fen. Es fließt voll­kom­men nor­mal ab. Kei­ne Pfüt­ze, kein Rück­stau, kei­ne offen­sicht­li­che Ver­stop­fung. Trotz­dem stinkt der Dusch­ab­fluss. Und genau an die­sem Punkt grei­fen vie­le Men­schen zum Rohr­rei­ni­ger, obwohl eine klas­si­sche Ver­stop­fung mög­li­cher­wei­se über­haupt nicht das Pro­blem ist. Ein Dusch­ab­fluss kann näm­lich pro­blem­los rie­chen, obwohl das Was­ser noch ein­wand­frei abläuft. Haa­re, Sei­fen­res­te, Haut­fett und ande­re Abla­ge­run­gen kön­nen sich unter dem Ablauf­de­ckel, im Geruchs­ver­schluss oder an erreich­ba­ren Rohr­be­rei­chen fest­set­zen, ohne den Was­ser­fluss bereits deut­lich zu behin­dern. Dane­ben kom­men ganz ande­re Ursa­chen infra­ge: Ein aus­ge­trock­ne­ter oder falsch ein­ge­setz­ter Geruchs­ver­schluss kann Kanal­ge­rü­che nicht mehr zuver­läs­sig zurück­hal­ten, eine undich­te Ver­bin­dung kann Gerü­che aus­tre­ten las­sen und bei glu­ckern­den Abflüs­sen muss sogar die Belüf­tung des Abwas­ser­sys­tems mit­ge­dacht wer­den. Aktu­el­le Rat­ge­ber zu genau die­sem Such­pro­blem unter­schei­den des­halb eben­falls zwi­schen Abla­ge­run­gen, Geruchs­ver­schluss und Pro­ble­men im Rohr­sys­tem. (t‑online) Der ent­schei­den­de Feh­ler wäre des­halb, jeden stin­ken­den Abfluss auto­ma­tisch wie eine Ver­stop­fung zu behan­deln. Bei NICE gehen wir anders vor: Wir suchen zuerst nach dem Mus­ter des Geruchs und behan­deln anschlie­ßend die wahr­schein­lichs­te Ursa­che. Wenn dein Dusch­ab­fluss stinkt, obwohl das Was­ser nor­mal abläuft, soll­test du zuerst den sicht­ba­ren und zugäng­li­chen Ablauf­be­reich rei­ni­gen. Beson­ders Haa­re, Sei­fen­res­te, Haut­fett und ande­re orga­ni­sche Rück­stän­de kön­nen unan­ge­neh­me Gerü­che ver­ur­sa­chen, ohne dass das Rohr bereits ver­stopft ist. Riecht die Dusche dage­gen vor allem nach län­ge­rer Nicht­be­nut­zung nach Kana­li­sa­ti­on, kann der Geruchs­ver­schluss zu wenig Was­ser ent­hal­ten. Dann kann es bereits hel­fen, Was­ser nach­lau­fen zu las­sen. Wird der Geruch von Glu­ckern, Blub­bern oder Geruchs­pro­ble­men an meh­re­ren Abflüs­sen beglei­tet, soll­test du nicht end­los wei­ter­rei­ni­gen. Dann kön­nen der Geruchs­ver­schluss, eine Rohr­be­lüf­tung, eine undich­te Ver­bin­dung oder ein tie­fer lie­gen­des Pro­blem im Abwas­ser­sys­tem betei­ligt sein. Und noch wich­ti­ger: Das Umwelt­bun­des­amt emp­fiehlt bei Rohr­pro­ble­men mecha­ni­sche Metho­den und rät von che­mi­schen Abfluss­rei­ni­gern ab, weil sol­che Pro­duk­te stark ätzend sein kön­nen und Umwelt sowie Gesund­heit unnö­tig belas­ten. (Umwelt­bun­des­amt) Die NICE-Regel für die­sen Arti­kel lau­tet daher: Erst fest­stel­len, war­um der Abfluss riecht. Dann genau die­se Ursa­che behe­ben. Noch bevor du den Ablauf aus­ein­an­der­nimmst, lohnt sich eine kur­ze Beob­ach­tung. Der Zeit­punkt und die Begleit­sym­pto­me kön­nen erstaun­lich viel ver­ra­ten. Was du beob­ach­test Was du zuerst prü­fen soll­test Was­ser läuft nor­mal, Abfluss riecht trotz­dem Ablauf­de­ckel, Haa­re, Sei­fen­film, Geruchs­ver­schluss Geruch beson­ders nach dem Duschen Abla­ge­run­gen im Ablauf und Geruchs­ver­schluss Dusche wur­de meh­re­re Wochen nicht benutzt Was­ser­stand im Geruchs­ver­schluss Abfluss glu­ckert zusätz­lich Geruchs­ver­schluss und Rohr­be­lüf­tung Wasch­be­cken glu­ckert, wenn die Dusche läuft gemein­sa­mes Rohr­sys­tem bezie­hungs­wei­se Belüf­tung prü­fen las­sen Meh­re­re Abflüs­se rie­chen gleich­zei­tig Pro­blem mög­li­cher­wei­se tie­fer im Abwas­ser­sys­tem Geruch bleibt trotz gründ­li­cher Rei­ni­gung Geruchs­ver­schluss, Ein­bau, Dich­tung, Belüf­tung Geruch begann nach Rei­ni­gung des Ablaufs Geruchs­ver­schluss even­tu­ell falsch ein­ge­setzt Was­ser läuft zuneh­mend lang­sa­mer begin­nen­de bezie­hungs­wei­se teil­wei­se Ver­stop­fung Geruch scheint neben der Dusche zu ent­ste­hen Anschluss, Dich­tun­gen oder Feuch­te­pro­blem mit­den­ken Die­se Tabel­le ist kein Ersatz für eine tech­ni­sche Dia­gno­se. Sie hilft dir aber dabei, nicht fünf völ­lig unter­schied­li­che Pro­ble­me mit der­sel­ben Fla­sche Rohr­rei­ni­ger behan­deln zu wol­len. Ein Abfluss muss nicht kom­plett ver­stopft sein, damit sich dar­in unan­ge­neh­me Gerü­che ent­wi­ckeln. Beim Duschen gelan­gen jeden Tag Haa­re, Haut­schup­pen, Haut­fett, Sham­poo, Con­di­tio­ner, Dusch­gel und ande­re Rück­stän­de in den Ablauf. Ein gro­ßer Teil wird weg­ge­spült, aber nicht zwangs­läu­fig alles. Beson­ders unter Ablauf­de­ckeln, in her­aus­nehm­ba­ren Sie­ben und im Geruchs­ver­schluss kön­nen sich mit der Zeit Abla­ge­run­gen bil­den. Dort bleibt das Mate­ri­al regel­mä­ßig feucht. Aus Haa­ren, orga­ni­schen Rück­stän­den und Pfle­ge­pro­duk­ten kann eine schmie­ri­ge Schicht ent­ste­hen, die im All­tag ger­ne pau­schal als 'Bio­film' bezeich­net wird. Das Was­ser fin­det trotz­dem noch genü­gend Platz zum Abflie­ßen, wäh­rend der Bereich längst unan­ge­nehm rie­chen kann. Genau des­halb ist 'Was­ser läuft gut' kein Beweis dafür, dass der Ablauf sau­ber ist. (kanalgeruch-im-bad.de) Dane­ben erfüllt der Geruchs­ver­schluss eine zwei­te wich­ti­ge Auf­ga­be. In ihm bleibt kon­struk­ti­ons­be­dingt Was­ser ste­hen und bil­det eine Bar­rie­re zwi­schen Bade­zim­mer und Abwas­ser­lei­tung. Je nach Dusche han­delt es sich nicht unbe­dingt um den klas­si­schen U‑förmigen Siphon, den du vom Wasch­be­cken kennst. Beson­ders bei boden­glei­chen Duschen kom­men kom­pak­te oder her­aus­nehm­ba­re Geruchs­ver­schlüs­se zum Ein­satz. Fehlt dort die not­wen­di­ge Was­ser­sper­re, sitzt ein Ein­satz nicht rich­tig oder wird Was­ser auf­grund eines Pro­blems im Rohr­sys­tem her­aus­ge­zo­gen, kön­nen Gerü­che aus der Abwas­ser­lei­tung leich­ter in den Raum gelan­gen. Damit haben wir bereits zwei voll­kom­men unter­schied­li­che Fäl­le: Der Ablauf selbst riecht. Oder: Der Ablauf lässt Kanal­ge­ruch hin­durch. Und die­se bei­den Pro­ble­me benö­ti­gen nicht zwangs­läu­fig die­sel­be Lösung. Das ist die banals­te Ursa­che – und genau des­halb soll­te sie zuerst über­prüft wer­den. Bei vie­len Duschen lässt sich die Abde­ckung bezie­hungs­wei­se das Haar­sieb ent­spre­chend der Her­stel­ler­kon­struk­ti­on her­aus­neh­men. Dar­un­ter fin­det man manch­mal sehr schnell die Erklä­rung für den Geruch: Haa­re haben sich mit Sei­fen- und Pfle­ge­rück­stän­den ver­bun­den und bil­den eine feuch­te, schmie­ri­ge Abla­ge­rung. Das kann aus­ge­spro­chen unan­ge­nehm rie­chen, obwohl das Was­ser noch pro­blem­los dar­an vor­bei­fließt. Beson­ders Con­di­tio­ner, rück­fet­ten­de Dusch­pro­duk­te und Haar­pfle­ge kön­nen zusam­men mit Haa­ren einen erstaun­lich hart­nä­cki­gen Belag bil­den. Bei boden­glei­chen Duschen oder Duschab­läu­fen mit her­aus­nehm­ba­ren Ein­sät­zen befin­den sich außer­dem Flä­chen und Kan­ten unter der sicht­ba­ren Abde­ckung, die beim nor­ma­len Bade­zim­mer­putz über­haupt nicht erreicht wer­den. Hier hilft zunächst kei­ne Che­mie­keu­le, son­dern die lang­wei­ligs­te und häu­fig effek­tivs­te Metho­de: sicht­ba­ren Schmutz mecha­nisch ent­fer­nen und alle dafür vor­ge­se­he­nen her­aus­nehm­ba­ren Tei­le nach Her­stel­ler­an­ga­be rei­ni­gen. Das Umwelt­bun­des­amt emp­fiehlt auch all­ge­mein, mecha­ni­sche Rei­ni­gungs­me­tho­den gegen­über aggres­si­ven che­mi­schen Rohr­rei­ni­gern zu bevor­zu­gen. (Umwelt­bun­des­amt) Zieh zunächst Hand­schu­he an und ent­fer­ne nur Tei­le, die laut Kon­struk­ti­on bezie­hungs­wei­se Bedie­nungs­an­lei­tung dafür vor­ge­se­hen sind. Haa­re und sicht­ba­re Abla­ge­run­gen kannst du mecha­nisch auf­neh­men. Her­aus­nehm­ba­re Sie­be oder Ein­sät­ze wer­den anschlie­ßend ent­spre­chend den Her­stel­ler­hin­wei­sen gerei­nigt und voll­stän­dig wie­der ein­ge­setzt. Bevor du etwas aus­ein­an­der­schraubst, lohnt sich aller­dings ein Foto mit dem Smart­phone. Gera­de bei fla­chen Duschab­läu­fen besteht der Geruchs­ver­schluss manch­mal aus meh­re­ren Tei­len, deren genaue Posi­ti­on ent­schei­dend ist. Die­ser klei­ne Trick erspart dir spä­ter die Fra­ge: 'War die­ses Plas­tik­teil eigent­lich vor­her auch her­um­ge­dreht?' Direkt unter­halb des sicht­ba­ren Ablaufs befin­det sich bei vie­len Duschen der Geruchs­ver­schluss. Sei­ne Auf­ga­be ist es, Was­ser zurück­zu­hal­ten und dadurch Gase aus dem Abwas­ser­sys­tem vom Bade­zim­mer zu tren­nen. Genau dort kön­nen sich aller­dings eben­falls Haa­re und schlei­mi­ge Abla­ge­run­gen sam­meln. Das führt zu einer Situa­ti­on, die zunächst wider­sprüch­lich wirkt: Der Geruchs­ver­schluss funk­tio­niert tech­nisch noch und ent­hält Was­ser, aber das dar­in ange­sam­mel­te Mate­ri­al riecht selbst unan­ge­nehm. Wenn dei­ne Dusche einen laut Her­stel­ler her­aus­nehm­ba­ren Geruchs­ver­schluss besitzt, kannst du die­sen ent­spre­chend der Anlei­tung rei­ni­gen. Beson­ders bei boden­glei­chen Duschen ist das häu­fig wesent­lich effek­ti­ver, als von oben immer wie­der irgend­wel­che Flüs­sig­kei­ten in den Ablauf zu schüt­ten. Denn eine Flüs­sig­keit, die ein­fach durch­läuft, ent­fernt einen dicken Haar-Sei­fen-Klum­pen nicht zwangs­läu­fig bes­ser als zwei behand­schuh­te Hän­de und eine Bürs­te. Jetzt kom­men wir zu einer voll­kom­men ande­ren Ursa­che. Viel­leicht han­delt es sich um: das Gäs­te­bad, eine zwei­te Dusche, eine Feri­en­woh­nung oder ein Bade­zim­mer, das län­ge­re Zeit nicht benutzt wur­de. Wenn im Geruchs­ver­schluss über län­ge­re Zeit kein neu­es Was­ser nach­kommt, kann die vor­han­de­ne Was­ser­sper­re durch Ver­duns­tung abneh­men. Irgend­wann reicht sie mög­li­cher­wei­se nicht mehr aus, um Gerü­che aus der Abwas­ser­lei­tung zuver­läs­sig zurück­zu­hal­ten. Das typi­sche Mus­ter ist ziem­lich ein­deu­tig: Die Dusche hat lan­ge nicht gestun­ken, wur­de dann wochen­lang nicht benutzt und plötz­lich riecht das Bad nach Kanal. In sol­chen Fäl­len lohnt es sich zunächst, Was­ser in den Ablauf lau­fen zu las­sen und zu beob­ach­ten, ob der Geruch anschlie­ßend ver­schwin­det. Fach­be­trie­be und kom­mu­na­le Abwas­ser­in­for­ma­tio­nen nen­nen aus­ge­trock­ne­te bezie­hungs­wei­se lee­re Geruchs­ver­schlüs­se eben­falls als typi­sche Ursa­che für Kanal­ge­ruch im Gebäu­de. (Kanal- und Rohr­rei­ni­gung Fuchs) Wenn der Geruch nach dem Auf­fül­len ver­schwin­det und erst nach erneu­ter län­ge­rer Nicht­be­nut­zung wie­der­kommt, hast du einen ziem­lich guten Hin­weis gefun­den. Wenn das Was­ser dage­gen inner­halb kur­zer Zeit immer wie­der aus dem Geruchs­ver­schluss ver­schwin­det, obwohl die Dusche regel­mä­ßig benutzt wird, liegt mög­li­cher­wei­se ein ande­res Pro­blem vor. Dann wird es tech­nisch inter­es­san­ter. Die­ses Pro­blem lie­be ich fast ein biss­chen, weil es so gemein ist. Der Dusch­ab­fluss riecht. Du machst alles rich­tig. Du nimmst den Ein­satz her­aus. Du rei­nigst ihn gründ­lich. Der Ablauf sieht danach aus wie neu. Und anschlie­ßend riecht das Bade­zim­mer stär­ker nach Kanal als vor­her. Dann soll­test du kon­trol­lie­ren, ob der Geruchs­ver­schluss bezie­hungs­wei­se alle her­aus­ge­nom­me­nen Tei­le wirk­lich kor­rekt und voll­stän­dig wie­der ein­ge­setzt wur­den. Bei man­chen fla­chen Abläu­fen muss ein Ein­satz exakt in einer bestimm­ten Posi­ti­on sit­zen oder mit einer Dich­tung sau­ber abschlie­ßen. Sitzt er schief oder fehlt ein Teil, kann die Was­ser­sper­re ihre Auf­ga­be nicht mehr rich­tig erfül­len. Das ist einer der Grün­de, wes­halb ich beim Aus­bau immer ein Foto machen wür­de. Ein per­fekt sau­be­rer, aber falsch ein­ge­setz­ter Geruchs­ver­schluss ist tech­nisch betrach­tet mög­li­cher­wei­se schlech­ter als ein etwas schmut­zi­ger, der immer­hin noch abdich­tet. Die­ses Mus­ter taucht bei Such­an­fra­gen beson­ders häu­fig auf: Vor dem Duschen ist alles weit­ge­hend nor­mal. Wäh­rend­des­sen bemerkst du wenig, aber kurz danach wird der Geruch deut­lich. Das kann meh­re­re Grün­de haben. War­mes Was­ser bewegt und erwärmt Abla­ge­run­gen im Ablauf. Gleich­zei­tig ver­än­dert sich die Luft­feuch­tig­keit im Bade­zim­mer und Was­ser strömt durch das Rohr­sys­tem. Dadurch kön­nen Gerü­che aus ver­schmutz­ten Berei­chen stär­ker wahr­nehm­bar wer­den. Genau die­ses Mus­ter wird auch in aktu­el­len Fach- und Haus­halts­rat­ge­bern beschrie­ben. (kanalgeruch-im-bad.de) Wenn der Ablauf gleich­zei­tig voll­kom­men nor­mal funk­tio­niert, wür­de ich des­halb zuerst den zugäng­li­chen Ablauf­be­reich und Geruchs­ver­schluss gründ­lich rei­ni­gen. Tritt dage­gen zusätz­lich ein deut­li­ches Glu­ckern auf oder reagie­ren ande­re Abflüs­se, sobald die Dusche läuft, soll­test du nicht auto­ma­tisch davon aus­ge­hen, dass ledig­lich etwas Sham­poo im Siphon hängt. Dann kom­men wir zur Rohr­be­lüf­tung. Ein Abwas­ser­sys­tem trans­por­tiert nicht nur Was­ser. Auch Luft muss sich im Rohr­sys­tem bewe­gen kön­nen. Wenn grö­ße­re Was­ser­men­gen durch ein Rohr flie­ßen, ver­än­dern sich dort Druck­ver­hält­nis­se. Die Gebäu­de­ent­wäs­se­rung wird des­halb belüf­tet. Funk­tio­niert die­se Belüf­tung nicht rich­tig oder besteht an ande­rer Stel­le ein Pro­blem, kön­nen Unter- oder Über­druck­ef­fek­te auf­tre­ten. Für dich sieht das dann bei­spiels­wei­se so aus: Du lässt Was­ser im Wasch­be­cken lau­fen und plötz­lich glu­ckert die Dusche. Oder die Toi­let­te wird gespült und kurz danach hörst du Geräu­sche aus dem Dusch­ab­lauf. Viel­leicht riecht es anschlie­ßend zusätz­lich nach Kanal. Das ist ein deut­lich ande­res Mus­ter als ein biss­chen Sei­fen­sch­leim unter dem Ablauf­de­ckel. Glu­ckern­de bezie­hungs­wei­se blub­bern­de Abflüs­se zusam­men mit Kanal­ge­ruch wer­den von Fach­rat­ge­bern eben­falls als mög­li­cher Hin­weis auf Pro­ble­me mit Geruchs­ver­schluss oder Rohr­be­lüf­tung beschrie­ben. (Kanal­ser­vice Maga­zin) Wenn sol­che Sym­pto­me regel­mä­ßig auf­tre­ten, wür­de ich nicht ver­su­chen, das Pro­blem mit immer grö­ße­ren Men­gen Rei­ni­ger zu lösen. Dann gehört das Rohr­sys­tem fach­lich geprüft. Denn eine Ent­lüf­tung repa­rierst du nicht mit Natron. Das ist eng mit dem vor­he­ri­gen Punkt ver­bun­den, aber für die Feh­ler­su­che so wich­tig, dass es einen eige­nen Abschnitt ver­dient. Stell dir vor, der Geruchs­ver­schluss ist kor­rekt mon­tiert und wird täg­lich mit Was­ser gefüllt. Trotz­dem riecht die Dusche immer wie­der nach Abwas­ser. Wenn gleich­zei­tig Glu­ckern auf­tritt, kann es sein, dass die Was­ser­sper­re im Geruchs­ver­schluss beein­flusst wird. Unter ungüns­ti­gen Druck­ver­hält­nis­sen kann Was­ser teil­wei­se aus dem Geruchs­ver­schluss gezo­gen bezie­hungs­wei­se des­sen Funk­ti­on beein­träch­tigt wer­den. Für den Lai­en ist das schwer sicher zu dia­gnos­ti­zie­ren. Du kannst aber ein Mus­ter erken­nen: Der Geruch kommt immer wie­der. Die Dusche wird regel­mä­ßig benutzt. Der Ablauf ist sau­ber. Der Geruchs­ver­schluss wur­de kor­rekt ein­ge­setzt. Trotz­dem glu­ckert es gele­gent­lich und der Kanal­ge­ruch kehrt zurück. Spä­tes­tens dann wür­de ich mit der Selbst­hil­fe auf­hö­ren und einen Sani­tär­be­trieb bezie­hungs­wei­se Fach­be­trieb für Abwas­ser­tech­nik hin­zu­zie­hen. Ein seriö­ser Arti­kel muss an die­ser Stel­le auch sagen: Nicht jedes Haus­halts­pro­blem ist ein DIY-Pro­blem. Wenn es im Bad nach Kana­li­sa­ti­on riecht, rich­tet sich auto­ma­tisch sämt­li­che Auf­merk­sam­keit auf das Loch in der Mit­te der Dusche. Doch Gerü­che müs­sen nicht zwin­gend direkt durch die sicht­ba­re Öff­nung aus­tre­ten. Auch Ver­bin­dun­gen und Dich­tun­gen rund um Ablauf und Rohr­sys­tem kön­nen eine Rol­le spie­len. Das wird beson­ders inter­es­sant, wenn der Geruch nach einer Reno­vie­rung, einem Aus­tausch des Dusch­ab­laufs oder Arbei­ten am Bade­zim­mer neu auf­ge­tre­ten ist. Wenn der Ablauf selbst sau­ber ist und ein kor­rekt gefüll­ter Geruchs­ver­schluss vor­han­den ist, soll­te des­halb auch die Instal­la­ti­on mit­ge­dacht wer­den. Aktu­el­le tech­ni­sche Rat­ge­ber nen­nen falsch mon­tier­te bezie­hungs­wei­se undich­te Kom­po­nen­ten eben­falls als mög­li­che Ursa­che für Abwas­ser­ge­ruch trotz frei­em Ablauf. (t‑online) Bei einer boden­glei­chen Dusche wür­de ich aller­dings nicht anfan­gen, selbst Flie­sen, Dich­tun­gen oder fest ver­bau­te Abläu­fe aus­ein­an­der­zu­neh­men. Hier kann ein klei­ner Feh­ler aus einem Geruchs­pro­blem ziem­lich schnell ein Was­ser­scha­den­pro­blem machen. Wenn du eine undich­te Ver­bin­dung ver­mu­test, gehört das in pro­fes­sio­nel­le Hän­de. Manch­mal rei­nigst du den sicht­ba­ren Ablauf per­fekt. Der Geruchs­ver­schluss ist sau­ber. Er ent­hält Was­ser. Alle Tei­le sit­zen kor­rekt. Und trotz­dem riecht es. Dann soll­te man akzep­tie­ren, dass der sicht­ba­re Dusch­ab­fluss nur der Anfang eines wesent­lich län­ge­ren Rohr­sys­tems ist. Abla­ge­run­gen kön­nen tie­fer lie­gen. Eine Teil­ver­stop­fung kann bereits bestehen, obwohl Was­ser noch schein­bar nor­mal abläuft. Eben­so kön­nen Pro­ble­me mit Lei­tun­gen oder Belüf­tung außer­halb des direkt zugäng­li­chen Bereichs vor­lie­gen. Beson­ders ver­däch­tig wird es, wenn meh­re­re Sym­pto­me zusam­men­kom­men: Das Was­ser läuft all­mäh­lich lang­sa­mer, ver­schie­de­ne Abflüs­se glu­ckern, meh­re­re Räu­me rie­chen nach Kanal oder der Geruch kehrt trotz gründ­li­cher Rei­ni­gung sehr schnell zurück. Dann ist der Zeit­punkt gekom­men, an dem eine pro­fes­sio­nel­le Rohr- bezie­hungs­wei­se Abwas­ser­prü­fung sinn­vol­ler ist als der nächs­te Inter­net-Hack. Das ist ver­mut­lich der wich­tigs­te Long­tail die­ses Arti­kels. Du hast den Ablauf­de­ckel ent­fernt. Haa­re besei­tigt. Den zugäng­li­chen Geruchs­ver­schluss gerei­nigt. Alles kor­rekt wie­der zusam­men­ge­setzt. Was­ser läuft her­vor­ra­gend. Und es stinkt trotz­dem. Dann wür­de ich nicht ein­fach die­sel­be Rei­ni­gung noch fünf­mal wie­der­ho­len. Statt­des­sen gehst du einen Schritt wei­ter und prüfst das Mus­ter: Ist aus­rei­chend Was­ser im Geruchs­ver­schluss vor­han­den? Wird die Dusche regel­mä­ßig benutzt? Kommt der Geruch nach kur­zer Zeit zurück? Glu­ckert der Ablauf? Reagiert er auf Wasch­be­cken oder Toi­let­te? Rie­chen ande­re Abflüs­se eben­falls? Wenn einer oder meh­re­re die­ser Punk­te zutref­fen, ver­schiebt sich der Ver­dacht vom sicht­ba­ren Schmutz hin zu Geruchs­ver­schluss, Instal­la­ti­on oder Rohr­sys­tem. Das ist auch der Moment, an dem ein Fach­be­trieb deut­lich sinn­vol­ler wer­den kann als immer aggres­si­ve­re Rei­ni­ger. Vie­le Men­schen beschrei­ben Abwas­ser­ge­ruch als 'fau­le Eier', weil bestimm­te Schwe­fel­ver­bin­dun­gen einen ent­spre­chen­den Geruch erzeu­gen kön­nen. Das bedeu­tet aller­dings nicht, dass du anhand des Geruchs fest­stel­len kannst, wel­ches Gas vor­han­den ist oder in wel­cher Kon­zen­tra­ti­on. Ein gele­gent­lich leicht unan­ge­neh­mer Abfluss­ge­ruch ist etwas ande­res als ein Bade­zim­mer, in dem dau­er­haft inten­si­ver Kanal­ge­ruch steht. Bei star­kem oder anhal­ten­dem Abwas­ser­ge­ruch wür­de ich den Raum lüf­ten, die Ursa­che nicht igno­rie­ren und ins­be­son­de­re dann eine fach­li­che Prü­fung ver­an­las­sen, wenn der Geruch trotz gefüll­tem Geruchs­ver­schluss und gerei­nig­tem Ablauf bestehen bleibt. Du musst dar­aus kei­ne Panik­si­tua­ti­on machen. Aber dau­er­haf­tes Abwas­ser­aro­ma gehört auch nicht zum nor­ma­len Bade­zim­mer­am­bi­en­te. Mit kochen­dem Was­ser wäre ich vor­sich­tig. Im Inter­net liest man häu­fig den Rat, ein­fach einen Topf kochen­des Was­ser in den Abfluss zu gie­ßen. Dabei wird aller­dings ger­ne ver­ges­sen, dass Duschab­läu­fe, Dich­tun­gen und Abwas­ser­roh­re aus unter­schied­li­chen Mate­ria­li­en bestehen kön­nen. Sehr hei­ßes bezie­hungs­wei­se kochen­des Was­ser kann für bestimm­te Kunst­stof­fe, Dich­tun­gen oder Kom­po­nen­ten pro­ble­ma­tisch sein. Wenn du einen Ablauf spü­len möch­test, hal­te dich des­halb an die Her­stel­ler­hin­wei­se des jewei­li­gen Sys­tems. War­mes Was­ser kann beim Lösen von sei­fi­gen Rück­stän­den hilf­reich sein, aber: 'Je hei­ßer, des­to bes­ser' ist kei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Sani­tär­re­gel. Kaum ein Haus­halts­pro­blem kommt im Inter­net ohne die­se Kom­bi­na­ti­on aus. Natron in den Abfluss. Essig hin­ter­her. Es schäumt spek­ta­ku­lär. Tik­Tok zufrie­den. Nur ist Schäu­men nicht auto­ma­tisch ein Beweis für eine beson­ders star­ke Rei­ni­gungs­wir­kung. Natron bezie­hungs­wei­se Natri­um­hy­dro­gen­car­bo­nat reagiert mit der Säu­re und bei­de Stof­fe neu­tra­li­sie­ren sich dabei teil­wei­se. Gegen ober­fläch­li­che leich­te Ver­schmut­zun­gen kön­nen ein­fa­che Haus­mit­tel je nach Mate­ri­al eine Opti­on sein. Bei einem Haar-Sei­fen-Pfropf, einem falsch ein­ge­setz­ten Geruchs­ver­schluss, einer undich­ten Ver­bin­dung oder einer feh­ler­haf­ten Rohr­be­lüf­tung lösen sie jedoch die eigent­li­che Ursa­che nicht. Das Umwelt­bun­des­amt weist außer­dem dar­auf hin, dass selbst gemach­te Rei­ni­gungs­mit­tel nicht auto­ma­tisch umwelt- oder gesund­heits­scho­nend sind und rät bei Rohr­pro­ble­men grund­sätz­lich zu mecha­ni­schen Metho­den statt aggres­si­ver Che­mie. (Umwelt­bun­des­amt) Für NICE lau­tet die Rei­hen­fol­ge des­halb: Mecha­nisch zugäng­li­chen Schmutz ent­fer­nen, Geruchs­ver­schluss prü­fen und erst danach über­le­gen, ob über­haupt noch ein zusätz­li­ches Rei­ni­gungs­mit­tel not­wen­dig ist. Wenn das Was­ser nor­mal abläuft, gibt es beson­ders wenig Grund, auf Ver­dacht einen stark ätzen­den Rohr­rei­ni­ger ein­zu­set­zen. Das Umwelt­bun­des­amt rät aus­drück­lich dazu, auf che­mi­sche Abfluss­rei­ni­ger zu ver­zich­ten und statt­des­sen mecha­ni­sche Rohr­rei­ni­ger wie Spi­ra­le oder Saug­glo­cke zu bevor­zu­gen. Sol­che aggres­si­ven Rei­ni­ger kön­nen gesund­heit­lich pro­ble­ma­tisch sein und belas­ten zusätz­lich das Abwas­ser. (Umwelt­bun­des­amt) Bei einem Geruchs­pro­blem ohne Ver­stop­fung kommt noch etwas hin­zu: Ein che­mi­scher Rohr­rei­ni­ger repa­riert kei­nen falsch ein­ge­setz­ten Geruchs­ver­schluss und kei­ne defek­te Belüf­tung. Er ist also mög­li­cher­wei­se nicht nur unnö­tig aggres­siv, son­dern auch schlicht die fal­sche Lösung. Die­ser Punkt ist wich­tig genug für eine eige­ne Über­schrift. Wenn bereits irgend­ein Rohr­rei­ni­ger, Sani­tär­rei­ni­ger oder ande­res che­mi­sches Pro­dukt im Ablauf ver­wen­det wur­de, soll­test du nicht ein­fach wei­te­re Mit­tel hin­ter­her­kip­pen. Der Indus­trie­ver­band Kör­per­pfle­ge- und Wasch­mit­tel weist bei­spiels­wei­se dar­auf hin, dass chlor­hal­ti­ge Rei­ni­ger mit Säu­ren gif­ti­ges Chlor­gas frei­set­zen kön­nen. Auch sau­re Rei­ni­ger soll­ten nicht mit stark alka­li­schen Pro­duk­ten wie bestimm­ten Abfluss­rei­ni­gern gemischt wer­den, weil dabei star­ke Wär­me­ent­wick­lung auf­tre­ten kann. (IKW) Des­halb gilt: Ver­pa­ckung lesen, Sicher­heits­hin­wei­se beach­ten und Rei­ni­gungs­mit­tel nicht mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren, sofern die Her­stel­ler­an­lei­tung das nicht aus­drück­lich vor­sieht. Das ist eine der Situa­tio­nen, in denen che­mi­sche Krea­ti­vi­tät aus­drück­lich kei­ne Tugend ist. Jetzt ver­än­dert sich die Dia­gno­se. Wenn der Geruch gleich­zei­tig mit zuneh­mend schlech­te­rem Ablauf auf­tritt, kön­nen Abla­ge­run­gen bereits so weit fort­ge­schrit­ten sein, dass eine Teil­ver­stop­fung ent­steht. Das Was­ser läuft also noch – aber nicht mehr so wie frü­her. Dann kannst du zuerst sicht­ba­re Haa­re und zugäng­li­che Abla­ge­run­gen mecha­nisch ent­fer­nen. Je nach Kon­struk­ti­on kön­nen auch dafür geeig­ne­te mecha­ni­sche Hilfs­mit­tel sinn­voll sein. Das Umwelt­bun­des­amt nennt Spi­ra­le und Saug­glo­cke aus­drück­lich als umwelt­freund­li­che­re Alter­na­ti­ven zu che­mi­schen Abfluss­rei­ni­gern. (Umwelt­bun­des­amt) Bei Duschen soll­test du aller­dings berück­sich­ti­gen, dass nicht jede Spi­ra­le ein­fach beden­ken­los durch jeden fla­chen Dusch­ab­lauf gescho­ben wer­den soll­te. Die Kon­struk­ti­on des Geruchs­ver­schlus­ses und die Her­stel­ler­an­ga­ben sind ent­schei­dend. Wenn du Wider­stand nicht ein­deu­tig ein­schät­zen kannst, hör auf, bevor aus einer Teil­ver­stop­fung eine beschä­dig­te Instal­la­ti­on wird. Das ist einer der ange­nehms­ten Fäl­le, weil die Lösung häu­fig sehr ein­fach ist. Nach meh­re­ren Wochen Urlaub kann Was­ser in wenig genutz­ten Geruchs­ver­schlüs­sen teil­wei­se ver­duns­tet sein. Wenn beim Betre­ten der Woh­nung plötz­lich Dusche, Wasch­be­cken oder Boden­ab­lauf nach Abwas­ser rie­chen, ist das des­halb eine der ers­ten Mög­lich­kei­ten, die geprüft wer­den soll­te. Lass in allen sel­ten genutz­ten Abläu­fen aus­rei­chend Was­ser nach­lau­fen. Wenn der Geruch danach ver­schwin­det und nicht wie­der­kehrt, spricht vie­les für einen zuvor aus­ge­trock­ne­ten Geruchs­ver­schluss. Riecht es dage­gen bereits weni­ge Stun­den spä­ter erneut oder ver­schwin­det der Was­ser­stand unge­wöhn­lich schnell, soll­te die Ursa­che genau­er unter­sucht wer­den. Neue Dusche stinkt nach Kanal – ist das nor­mal? Haa­re, Sei­fen­res­te und ande­re Abla­ge­run­gen kön­nen bereits unan­ge­nehm rie­chen, obwohl das Was­ser noch pro­blem­los abläuft. Zugäng­li­che Ver­schmut­zun­gen las­sen sich häu­fig mecha­nisch ent­fer­nen. Nein, dau­er­haft soll­te eine neu instal­lier­te Dusche nicht nach Abwas­ser rie­chen. Wenn der Geruch unmit­tel­bar nach einer Reno­vie­rung oder Neu­in­stal­la­ti­on begon­nen hat, wür­de ich beson­ders auf den Geruchs­ver­schluss und die Mon­ta­ge schau­en las­sen. Viel­leicht sitzt ein Ein­satz nicht rich­tig. Viel­leicht fehlt ein Bau­teil. Viel­leicht besteht ein Pro­blem mit einer Dich­tung oder dem Anschluss an die Abwas­ser­lei­tung. Das ist kei­ne Situa­ti­on, in der du wochen­lang Duft­spray und Haus­mit­tel aus­pro­bie­ren soll­test. Bei einer neu­en Instal­la­ti­on ist der aus­füh­ren­de Sani­tär­be­trieb der sinn­volls­te Ansprech­part­ner. Boden­glei­che Duschen besit­zen häu­fig beson­ders fla­che Ablauf­kon­struk­tio­nen. Statt eines gut sicht­ba­ren klas­si­schen Siphons kön­nen kom­pak­te Geruchs­ver­schlüs­se, Ein­sät­ze oder Rin­nen ver­wen­det wer­den. Dadurch sit­zen Ver­schmut­zun­gen teil­wei­se an Stel­len, die man von oben kaum erkennt. Gleich­zei­tig ist der kor­rek­te Sitz ein­zel­ner Tei­le ent­schei­dend für die Geruchs­sper­re. Wenn dei­ne boden­glei­che Dusche stinkt, wür­de ich des­halb zuerst her­aus­fin­den, wel­ches Ablauf­sys­tem kon­kret ver­baut wur­de. Her­stel­ler und Modell hel­fen enorm, denn dar­aus ergibt sich, wel­che Tei­le zur regel­mä­ßi­gen Rei­ni­gung her­aus­ge­nom­men wer­den dür­fen. Das ist wesent­lich bes­ser, als irgend­ein You­Tube-Video anzu­se­hen, in dem jemand einen optisch ähn­li­chen Ablauf mit einer Zan­ge zer­legt. Das ist ein Punkt, den vie­le Arti­kel über­se­hen. Nicht jeder muf­fi­ge Geruch im Bade­zim­mer ist Abwas­ser­ge­ruch. Feuch­te Hand­tü­cher, Fugen, dau­er­haft nas­se Sili­kon­be­rei­che, Dusch­mat­ten oder schlecht trock­nen­de Tex­ti­li­en kön­nen eben­falls unan­ge­nehm rie­chen. Mach des­halb einen ein­fa­chen Geruchs­test: Wird der Geruch direkt über dem Ablauf ein­deu­tig stär­ker oder ist eigent­lich das gesam­te Bade­zim­mer betrof­fen? Wenn der Raum grund­sätz­lich feucht und muf­fig wirkt, soll­test du zusätz­lich das Raum­kli­ma betrach­ten. Unser NICE-Rat­ge­ber zur Luft­feuch­tig­keit im Schlaf­zim­mer und in Innen­räu­men erklärt, war­um nicht nur der aktu­el­le Hygro­me­ter­wert, son­dern vor allem Dau­er, Tem­pe­ra­tur und kal­te Flä­chen wich­tig sind. Und wenn auch dei­ne frisch gewa­sche­nen Hand­tü­cher oder ande­re Tex­ti­li­en muf­fig wer­den, hilft dir unser Arti­kel 'Wäsche riecht muf­fig nach dem Waschen' dabei, Tex­til­ge­ruch und Raum­ge­ruch von­ein­an­der zu unter­schei­den. Gera­de bei Bade­zim­mern ist die­se Dif­fe­ren­zie­rung wich­tig: Ein muf­fi­ges Bad braucht nicht auto­ma­tisch einen Rohr­rei­ni­ger. Wenn Was­ser noch nor­mal abläuft, kannst du mit einem kur­zen Check vie­le Ursa­chen ein­gren­zen, ohne das hal­be Bade­zim­mer aus­ein­an­der­zu­neh­men. Begin­ne damit, mög­lichst genau zu loka­li­sie­ren, wo der Geruch am stärks­ten ist. Wenn er ein­deu­tig direkt aus dem Ablauf kommt, ent­fernst du anschlie­ßend – soweit kon­struk­tiv vor­ge­se­hen – Ablauf­de­ckel und Haar­sieb und kon­trol­lierst den Bereich auf Haa­re und sicht­ba­re Abla­ge­run­gen. Danach prüfst du den Geruchs­ver­schluss. Ist er erreich­bar, sau­ber, voll­stän­dig ein­ge­setzt und ent­hält er Was­ser? Wenn die Dusche län­ger nicht benutzt wur­de, lässt du zunächst Was­ser nach­lau­fen. Anschlie­ßend beob­ach­test du für eini­ge Minu­ten das Rohr­sys­tem. Glu­ckert die Dusche, wenn am Wasch­be­cken Was­ser läuft oder die Toi­let­te gespült wird? Rie­chen auch ande­re Abflüs­se? Kommt der Geruch bereits kurz nach der Rei­ni­gung wie­der? Wenn du die­se Fra­gen beant­wor­test, kannst du ziem­lich sau­ber zwi­schen zwei Kate­go­rien unter­schei­den: wahr­schein­lich loka­les Rei­ni­gungs­pro­blem oder wahr­schein­lich tech­ni­sches bezie­hungs­wei­se tie­fer lie­gen­des Pro­blem. Die­se Unter­schei­dung spart dir mehr Zeit als die Suche nach dem ver­meint­lich bes­ten Haus­mit­tel. Pro­blem Selbst sinn­voll Eher Fach­be­trieb Haa­re unter Ablauf­de­ckel ✓ her­aus­nehm­ba­res Haar­sieb rei­ni­gen ✓ Geruchs­ver­schluss laut Anlei­tung rei­ni­gen ✓ nach lan­ger Nicht­be­nut­zung Was­ser nach­fül­len ✓ leich­te zugäng­li­che Abla­ge­run­gen ent­fer­nen ✓ Ablauf glu­ckert regel­mä­ßig ✓ meh­re­re Abflüs­se rie­chen gleich­zei­tig ✓ Geruchs­ver­schluss ver­liert immer wie­der Was­ser ✓ Geruch trotz sau­be­rem Ablauf und vol­ler Was­ser­sper­re ✓ Ver­dacht auf undich­te Rohr­ver­bin­dung ✓ Geruch begann direkt nach Neu­in­stal­la­ti­on ✓ Was­ser staut sich stark zurück ✓ wie­der­keh­ren­de tie­fe Rohr­ver­stop­fung ✓ Das ist kei­ne star­re tech­ni­sche Dia­gno­se. Aber es ver­hin­dert, dass du aus­ge­rech­net dort wei­ter­bas­telst, wo ein Pro­fi wesent­lich schnel­ler und siche­rer wei­ter­kommt. Ein biss­chen Haar unter dem Ablauf­de­ckel braucht kei­nen Not­dienst. Anders sieht es aus, wenn der Geruch trotz gründ­li­cher Rei­ni­gung immer wie­der zurück­kommt, der Geruchs­ver­schluss kor­rekt mon­tiert und mit Was­ser gefüllt ist oder gleich­zei­tig Glu­ckern und ande­re Auf­fäl­lig­kei­ten auf­tre­ten. Beson­ders wenn meh­re­re Abflüs­se betrof­fen sind, Was­ser­stän­de in Geruchs­ver­schlüs­sen offen­bar ver­än­dert wer­den oder der Geruch nach bau­li­chen Arbei­ten neu ent­stan­den ist, wür­de ich einen Sani­tär­be­trieb hin­zu­zie­hen. Glei­ches gilt, wenn du eine undich­te Ver­bin­dung, einen Rohr­scha­den oder eine Stö­rung der Gebäu­de­ent­wäs­se­rung ver­mu­test. Wenn du zur Mie­te wohnst und der Ver­dacht auf ein tech­ni­sches bezie­hungs­wei­se bau­li­ches Pro­blem besteht, ist es sinn­voll, die Auf­fäl­lig­keit zu doku­men­tie­ren und Ver­mie­ter bezie­hungs­wei­se Haus­ver­wal­tung zu infor­mie­ren, statt selbst fest ver­bau­te Tei­le der Instal­la­ti­on zu öff­nen. Vor­beu­gen ist bei die­sem The­ma tat­säch­lich ein­fa­cher als eine wöchent­li­che Natron-Zere­mo­nie. Ein ein­fa­ches Haar­sieb kann ver­hin­dern, dass gro­ße Men­gen Haa­re über­haupt in tie­fe­re Berei­che des Ablaufs gelan­gen. Den sicht­ba­ren Ablauf und dafür vor­ge­se­he­ne her­aus­nehm­ba­re Kom­po­nen­ten soll­test du in den vom Her­stel­ler emp­foh­le­nen Inter­val­len rei­ni­gen, bevor sich ein dicker Belag bil­det. Nach der Dusche hilft außer­dem ein grund­sätz­lich tro­cke­nes und gut gelüf­te­tes Bade­zim­mer. Das ändert zwar nichts an einem defek­ten Geruchs­ver­schluss, redu­ziert aber ande­re Muff­quel­len und macht es wesent­lich leich­ter zu erken­nen, ob ein unan­ge­neh­mer Geruch tat­säch­lich aus dem Abfluss stammt. Sel­ten genutz­te Duschen bezie­hungs­wei­se Boden­ab­läu­fe soll­ten gele­gent­lich Was­ser bekom­men, damit der Geruchs­ver­schluss nicht über lan­ge Zeit aus­trock­net. Mehr Spe­zi­al­che­mie ist dafür nor­ma­ler­wei­se nicht not­wen­dig. Ein Abfluss kann rie­chen, obwohl Was­ser noch pro­blem­los abläuft. Häu­fig sit­zen Haa­re, Sei­fen­res­te, Haut­fett oder ande­re Abla­ge­run­gen im Ablauf bezie­hungs­wei­se Geruchs­ver­schluss. Dane­ben kön­nen ein aus­ge­trock­ne­ter oder falsch ein­ge­setz­ter Geruchs­ver­schluss, undich­te Ver­bin­dun­gen oder Pro­ble­me mit der Rohr­be­lüf­tung eine Rol­le spie­len. Wenn der Geruch tat­säch­lich aus dem Abfluss stammt und deut­lich nach Abwas­ser riecht, soll­te beson­ders der Geruchs­ver­schluss geprüft wer­den. Sei­ne Was­ser­sper­re soll ver­hin­dern, dass Gase aus der Abwas­ser­lei­tung in den Raum gelan­gen. War­mes Was­ser kann Abla­ge­run­gen im Ablauf bewe­gen und Gerü­che stär­ker wahr­nehm­bar machen. Wenn zusätz­lich Glu­ckern auf­tritt, soll­te jedoch auch das Rohr­sys­tem bezie­hungs­wei­se sei­ne Belüf­tung berück­sich­tigt wer­den. Wenn der sicht­ba­re Ablauf und der Geruchs­ver­schluss sau­ber sind, soll­test du prü­fen, ob der Geruchs­ver­schluss aus­rei­chend Was­ser ent­hält und kor­rekt ein­ge­setzt ist. Bleibt der Geruch bestehen oder tritt zusätz­lich Glu­ckern auf, kann die Ursa­che tie­fer im Rohr­sys­tem oder in der Instal­la­ti­on lie­gen. Glu­ckern kann durch Luft­be­we­gun­gen im Rohr­sys­tem ent­ste­hen. Zusam­men mit Kanal­ge­ruch oder Reak­tio­nen auf ande­re Sani­tär­ge­gen­stän­de kann es ein Hin­weis dar­auf sein, dass Geruchs­ver­schluss, Rohr­lei­tung oder Belüf­tung fach­lich geprüft wer­den soll­ten. Wenn die Dusche lan­ge nicht benutzt wur­de, lass zunächst Was­ser lau­fen, damit sich der Geruchs­ver­schluss wie­der fül­len kann. Ver­schwin­det der Geruch danach dau­er­haft, war eine ver­duns­te­te Was­ser­sper­re eine plau­si­ble Ursa­che. Die­se Kom­bi­na­ti­on wird häu­fig als Haus­mit­tel emp­foh­len, löst aber nicht jede Ursa­che eines stin­ken­den Abflus­ses. Bei Haa­ren und fes­ten Abla­ge­run­gen ist eine mecha­ni­sche Rei­ni­gung meist geziel­ter, und bei Pro­ble­men mit Geruchs­ver­schluss oder Rohr­be­lüf­tung hilft die Reak­ti­on über­haupt nicht. Das Umwelt­bun­des­amt emp­fiehlt, auf che­mi­sche Abfluss­rei­ni­ger zu ver­zich­ten und statt­des­sen mög­lichst mecha­ni­sche Rei­ni­gungs­me­tho­den zu nut­zen. Beson­ders bei einem Abfluss, der nor­mal abläuft, soll­te zunächst geklärt wer­den, ob über­haupt eine Ver­stop­fung vor­liegt. Nein, Rei­ni­gungs­pro­duk­te soll­ten nicht wahl­los mit­ein­an­der gemischt wer­den. Bestimm­te Kom­bi­na­tio­nen kön­nen gefähr­li­che Gase oder star­ke Wär­me­ent­wick­lung ver­ur­sa­chen. Hal­te dich immer an die Pro­dukt­an­wei­sun­gen. (IKW) Bei einer neu­en bezie­hungs­wei­se frisch reno­vier­ten Dusche kom­men Mon­ta­ge­feh­ler, ein nicht kor­rekt ein­ge­setz­ter Geruchs­ver­schluss oder Pro­ble­me an Ver­bin­dun­gen infra­ge. Wenn der Geruch direkt nach der Instal­la­ti­on begon­nen hat, soll­te der aus­füh­ren­de Fach­be­trieb die Anla­ge kon­trol­lie­ren. Aus dem Geruch allein lässt sich nicht zuver­läs­sig ablei­ten, wel­che Stof­fe in wel­cher Kon­zen­tra­ti­on vor­han­den sind. Ein dau­er­haft star­ker Kanal­ge­ruch soll­te des­halb nicht igno­riert wer­den. Lüf­te den Raum und lass die Ursa­che fach­lich prü­fen, wenn sie sich durch Rei­ni­gung und einen kor­rekt funk­tio­nie­ren­den Geruchs­ver­schluss nicht behe­ben lässt. Es gibt kaum einen bes­se­ren Weg, einen eigent­lich schö­nen Mor­gen zu rui­nie­ren, als frisch geduscht im Bade­zim­mer zu ste­hen und sich zu fra­gen, war­um es plötz­lich nach Kana­li­sa­ti­on riecht. Und irgend­wo beginnt dann die­se selt­sa­me Haus­halts­lo­gik: Wenn es stinkt, brau­chen wir etwas, das stär­ker riecht. Duft­spray. Bad­rei­ni­ger. Rohr­rei­ni­ger. Viel­leicht noch irgend­ei­ne Pin­te­rest-Mischung, die in einem Ein­mach­glas dra­ma­tisch schäumt. Dabei ist ein Dusch­ab­fluss eigent­lich ziem­lich unro­man­tisch logisch. Ent­we­der etwas im Ablauf riecht. Oder der Ablauf hält einen Geruch aus dem Rohr­sys­tem nicht mehr zuver­läs­sig zurück. Wenn man die­se bei­den Mög­lich­kei­ten aus­ein­an­der­hält, wird aus einem mys­te­riö­sen Bade­zim­mer­pro­blem plötz­lich eine ziem­lich über­schau­ba­re Feh­ler­su­che. Viel­leicht musst du nur Haa­re und Sei­fen­res­te ent­fer­nen. Viel­leicht ist nach drei Wochen Urlaub der Geruchs­ver­schluss aus­ge­trock­net. Viel­leicht hast du ihn nach der letz­ten Rei­ni­gung nicht rich­tig ein­ge­setzt. Und manch­mal braucht es tat­säch­lich einen Sani­tär­be­trieb, weil das Pro­blem nicht in dei­nem Bade­zim­mer­putz, son­dern wei­ter hin­ten im Rohr­sys­tem steckt. Das ist kei­ne Nie­der­la­ge. Es ist nur eine ande­re Ursa­che. Wenn dein Dusch­ab­fluss stinkt, obwohl das Was­ser nor­mal abläuft, ist eine klas­si­sche Ver­stop­fung nur eine von meh­re­ren Mög­lich­kei­ten – und häu­fig nicht ein­mal die wahr­schein­lichs­te. Begin­ne des­halb dort, wo du sinn­voll selbst etwas prü­fen kannst: Ent­fer­ne Haa­re und zugäng­li­che Abla­ge­run­gen, kon­trol­lie­re den Geruchs­ver­schluss und ach­te dar­auf, ob er kor­rekt ein­ge­setzt und mit Was­ser gefüllt ist. Beob­ach­te anschlie­ßend, ob der Geruch nur nach dem Duschen auf­tritt, nach län­ge­rer Nicht­be­nut­zung ent­steht oder von Glu­ckern und Pro­ble­men an ande­ren Abflüs­sen beglei­tet wird. Genau die­se Details ent­schei­den dar­über, ob eine Rei­ni­gung genügt oder ob die Instal­la­ti­on bezie­hungs­wei­se das Rohr­sys­tem fach­lich geprüft wer­den soll­te. Che­mi­sche Rohr­rei­ni­ger wür­de ich dabei nicht zur Stan­dard­lö­sung machen. Gera­de wenn der Abfluss noch frei ist, löst mehr Che­mie mög­li­cher­wei­se ein Pro­blem, das über­haupt nicht vor­han­den ist. Der bes­te ers­te Schritt ist des­halb über­ra­schend unspek­ta­ku­lär: Nicht stär­ker rei­ni­gen. Genau­er hin­schau­en. Denn manch­mal steckt unter dem Ablauf­de­ckel tat­säch­lich nur ein Bün­del Haa­re. Und manch­mal erzählt dir ein glu­ckern­der Dusch­ab­fluss ziem­lich deut­lich, dass das Pro­blem ein paar Meter wei­ter hin­ten sitzt. 'Wenn ein Abfluss stinkt, obwohl er frei ist, braucht er nicht auto­ma­tisch mehr Che­mie – manch­mal braucht er ein­fach die rich­ti­ge Dia­gno­se.' – NICE Die­ser Bei­trag dient der all­ge­mei­nen Haus­halts- und Ver­brau­cher­infor­ma­ti­on. Bau­for­men von Duschab­läu­fen, Geruchs­ver­schlüs­sen und Abwas­ser­in­stal­la­tio­nen unter­schei­den sich. Maß­geb­lich sind des­halb die Montage‑, Pfle­ge- und Sicher­heits­hin­wei­se des jewei­li­gen Her­stel­lers. Öff­ne oder demon­tie­re nur Bau­tei­le, die aus­drück­lich für die Rei­ni­gung durch Nut­zer vor­ge­se­hen sind. Rei­ni­gungs­mit­tel dür­fen nicht wahl­los mit­ein­an­der ver­mischt wer­den; beach­te stets Kenn­zeich­nung und Gebrauchs­an­wei­sung. Bei anhal­ten­dem Kanal­ge­ruch, wie­der­keh­ren­dem Glu­ckern, meh­re­ren betrof­fe­nen Abflüs­sen, Rück­stau, ver­mu­te­ten Undich­tig­kei­ten oder bau­li­chen Pro­ble­men soll­te ein qua­li­fi­zier­ter Sani­tär- bezie­hungs­wei­se Abwas­ser­fach­be­trieb hin­zu­ge­zo­gen wer­den.

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