Es waren Oubelkhiris erste drei Treffer der neuen Saison. – Foto: KimosVision
Der SSV Merten hat sich eindrucksvoll für die Niederlage zum Saisonstart rehabilitiert. Gegen Borussia Lindenthal-Hohenlind setzte sich die Mannschaft von Trainer Bünyamin Kilic deutlich mit 5:0 durch und feierte damit die ersten drei Punkte der neuen Mittelrheinliga-Saison. Für Hohenlind war dagegen nach dem 2:2 gegen Porz am ersten Spieltag diesmal nichts zu holen.
Nach Wiederanpfiff machte Merten schnell dort weiter, wo die Mannschaft vor der Pause aufgehört hatte. Kenan Akalp erhöhte bereits in der 48. Minute auf 2:0 und stellte die Weichen damit früh auf Heimsieg. Kilic zeigte sich mit dem Auftritt nach der Pause besonders zufrieden. 'Die zweite Halbzeit ging eigentlich wie aus einem Guss. Jeder Angriff war gefährlich, viele Torchancen, gute Laufbereitschaft', sagte der Coach. Seine Mannschaft habe den Gegner früh unter Druck gesetzt und auch mögliche Konter bereits im Ansatz unterbunden.
Merten übernahm früh die Kontrolle und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten. Die Gastgeber mussten sich allerdings lange gedulden, ehe Anass Oubelkhiri in der 42. Minute das verdiente 1:0 erzielte. Für Kilic war der Zeitpunkt des Führungstreffers besonders wichtig. 'Wir gehen dann natürlich haushoch verdient, kurz vor Halbzeit noch mit 1:0 in die Kabine. Das war auch psychologisch wichtig', erklärte der Mertener Trainer. Schon vor dem Treffer hätte seine Mannschaft mehrfach höher führen können. Kilic sprach von mehreren hundertprozentigen Chancen, bei denen Hohenlinds Torhüter stark parierte.
Zwei Tore zum richtigen Zeitpunkt
Auch Hohenlinds Trainer Sascha Zinken erkannte die Überlegenheit der Gastgeber an. 'Merten war heute leider eine Nummer zu groß für uns', bilanzierte er. Vor allem die Treffer rund um die Halbzeitpause waren aus seiner Sicht entscheidend. 'Mit zwei Toren zum richtigen Zeitpunkt hat Merten das Spiel letztendlich komplett auf seine Seite gezogen', so Zinken. Nach dem 0:2 fand seine Mannschaft keinen Weg mehr zurück in die Partie.
Oubelkhiri schnürt den Dreierpack
In der Schlussphase wurde das Ergebnis noch deutlicher. Oubelkhiri traf in der 68. Minute zunächst zum 3:0 und legte nur fünf Minuten später seinen dritten Treffer des Tages nach. Damit avancierte der Offensivspieler zum Mann des Spiels. Kilic sparte entsprechend nicht mit Lob. 'Ein Extralob bekommt natürlich Oubelkhiri, einen Dreierpack', sagte der Trainer. Auch mehrere weitere Akteure hob er hervor. Bancé habe nach längerer Zeit wieder von Beginn an gespielt und bereits gezeigt, welchen Wert er für die Mannschaft haben könne. Akalp habe in offensiverer Rolle überzeugt, Felix Erken sei auf der Sechs ebenfalls ein Gewinn gewesen.
Salman setzt den Schlusspunkt
Nur eine Minute nach Oubelkhiris drittem Treffer sorgte Hamza Salman in der 74. Minute für das 5:0 und damit den Endstand. Merten hatte damit innerhalb von nur 32 Minuten fünf Treffer erzielt und sich spätestens in der zweiten Hälfte in einen Rausch gespielt. Trotz einiger personeller Ausfälle zeigte sich Kilic rundum zufrieden. Mehrere Spieler fehlten krankheitsbedingt oder gesperrt, zudem standen die Neuzugänge Petar Lela und Clinton Williams Emmanuel noch nicht auf dem Platz. Dennoch habe seine Mannschaft die Vorgaben sehr gut umgesetzt.
Merten zeigt die gewünschte Reaktion
Nach der unglücklichen Auftaktniederlage war die Stimmung unter der Woche laut Kilic zunächst gedrückt gewesen. Seine Mannschaft habe sich anschließend aber voll auf die Aufgabe gegen Hohenlind konzentriert und den Gegner intensiv vorbereitet. Die Reaktion fiel entsprechend deutlich aus. Während Merten mit dem 5:0 die ersten Punkte einfährt, muss Hohenlind nach zwei Spieltagen weiter auf den ersten Sieg warten. Für Kilic war es ein 'rundum gelungener Tag', der vor allem durch die Vielzahl an herausgespielten Chancen und den überzeugenden Auftritt nach der Pause geprägt war.
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