Für die Polizei gab es rund um das Festival 'Wasted in Jarmen' nicht viel zu tun. So jedenfalls lautet das Fazit auf eine Nordkurier-Anfrage bei der für die Peenestadt zuständigen Polizeiinspektion Anklam.
Auf den Dauerregen reagiert: An neuralgischen Punkten ließ die Produktionsleitung am Freitag Holzhackschnitzel aufbringen, um den Untergrund zu befestigen. Das galt auch für die Parkplatz-Zufahrt.
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Auf dem Gelände ist der Ordnungsdienst verantwortlich
Bei den Veranstaltungen selbst seien ohnehin zunächst die Ordnungskräfte der Organisatoren zuständig gewesen, erklärte Polizeisprecherin Cindy Trehkopf. Dazu werde ein Sicherheitskonzept vorgelegt und mit den Behörden abgestimmt. Uniformierte Beamte müssten in der Regel nur aufkreuzen, wenn es brenzlig wird.
Schon in den Vorjahren – das Festival feierte 2016 seine Premiere – wurden diese Abstimmungen und die Umsetzung von allen Seiten gelobt. Aktenkundigen Ärger gab es nur äußerst selten. Zumal die Klientel dort als sehr friedlich gelte, wie Cindy Trehkopf verdeutlichte.
Zwei Tage lang wurde auf dem Jarmener Motoball-Gelände ausgiebig das 'Wasted in Jarmen' gefeiert. Doch immer in solchen Maßen, dass die Polizei außen vor bleiben konnte.
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Polizei nahm den An- und Abreiseverkehr unter die Lupe
Gleichwohl seien ihre Kollegen regelmäßig am Gelände aufgetaucht, um nach dem Rechten zu sehen. Zudem sei der An- und Abreiseverkehr unter die Lupe genommen worden.
Mit dem bewusst einkalkulierten 'Stau' auf dem Vorgelände und einem neuen Verkehrskonzept konnten diesmal größere Beeinträchtigungen der benachbarten B110 vermieden werden.
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Aber anders als bei manchem anderen Event fanden sich da trotz der rund 5000 Festbesucher offenbar keine Beanstandungen. 'Es gab keine besonderen Vorkommnisse', erklärte die Pressesprecherin.
Die neue Verkehrsführung zeigte Wirkung
Zumal Staus auf den Hauptstraßen wie in den Vorjahren 2026 ausblieben. Das neue Anreisekonzept, das insbesondere die tausenden Campinggäste durch die Verkehrsführung über benachbarte Gemeinde- und Kreisstraßen abseits der B110 und L35 leitete, erzielte die erhoffte Wirkung.
Aus allen Richtung wiesen Hinweisschilder den neuen Anreiseweg zum Festival. Allerdings wurden einige der Tafeln von 'Spaßvögeln' auch anders platziert beziehungsweise weggenommen.
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Zwischendurch allerdings hatten bisher Unbekannte ein paar der entsprechenden großen Hinweistafeln an den Zufahrten entfernt oder vertauscht beziehungsweise umgedreht, die Leute damit sozusagen in die Irre geführt. Zum Glück sei das sehr früh bemerkt und behoben worden, wie Joachim Gerdel von der Produktionsleitung berichtete. Dieses 'Irritationen' hätten also höchstens ein paar Fans betroffen.
Autos parkten Grünstreifen an der Demminer Straße zu
Wirklich auffällig im Ortsbild waren Besucherfahrzeuge eigentlich nur am Freitagabend, zum Abschluss des ersten Festivaltages. Denn da parkten mindestens 50 bis 60 Autos stadtauswärts beidseitig den Grünstreifen entlang der Demminer Straße zu, einige halb auf der Fahrbahn stehend. Eine Situation, die so zuvor nie aufgetreten ist.
Noch nie war der Kiessee so leer bei einem 'Wasted in Jarmen', kein Wunder angesichts des Mistwetters. Doch das Gelände der Badeanstalt wurde wieder intensiv für das Festivalprogramm genutzt.
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Geschuldet war das Malheur indirekt dem Dauerregen und damit verbundenen Beeinträchtigungen am Festivalgelände, so Joachim Gerdel. Durch den aufgeweichten Untergrund sei der Weg auf den Parkplatz für Tagesgäste nämlich derart zerfahren gewesen, dass dort zwischenzeitlich großflächig Holzhackschnitzel ausgebracht wurden, um Schäden und ein Festfahren der Wagen zu verhindern.
Zufahrt musste zeitweise dichtgemacht werden
Während dieser Zeit habe die Zufahrt dichtgemacht werden müssen, berichtete der Produktionsleiter. Und so hätten einige der abgewiesenen Leute kurzerhand die Straße an den benachbarten Grünanlagen als Stellfläche genutzt.
Ein Schlauchboot schien nicht die schlechteste Idee angesichts der Wetterbedingungen am Freitag und Sonnabend.
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Eine Alternative, die natürlich nicht erwünscht sei, wie der Jarmener Ordnungsamtsleiter und Vizebürgermeister Thomas Lüthke erklärte. Allerdings sei dort jederzeit die Durchfahrt möglich geblieben, und am zweiten Festivaltag habe dieses Problem auch keine Rolle mehr gespielt.
Ordnungsamtsleiter nahm Lärmmessungen vor
Lüthke war nach eigenen Angaben mehrere Male selbst auf dem Gelände und nahm dort sowie in der Umgebung Lärmmessungen vor. 'Wir haben da sechs verschiedene Standorte für, weil es ja auch immer von der Windrichtung abhängig ist', erläuterte der Mann aus dem Rathaus.
Demnach gab es aber nirgends etwas zu beanstanden. 'Das war alles im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen', so Thomas Lüthke. Es sehe deshalb keinen Handlungsbedarf. Im Übrigen müssten die Leute im Umfeld von Festen grundsätzlich damit leben, dass es an zehn Tagen im Jahr zu solchen Beeinträchtigungen kommt.
Viele Stunden gehörten Schirme und Regencapes zum Bild des Festivals 2026.
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Die Badeanstalt wurde wieder sauber hinterlassen
Wieder ordentlich in Schuss gebracht präsentierte sich zudem am Montag das Gelände der Badeanstalt, das die Nachbargemeinde Bentzin dem Festival jedes Jahr zur Verfügung stellt. Selten sei das Areal so durchweg sauber hinterlassen und die Leute dermaßen freundlich wie beim 'Wasted in Jarmen', berichtete das Personal nach der Übergabe.
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