Vereinslose Bayern-Legende Alaba kassiert dritte Absage von Top-Klub
Von: Christoph Klaucke
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David Alaba sucht nach seinem Real-Abschied weiter vergeblich einen neuen Verein. Nun hat ein weiterer Topklub dem Ex-Bayern-Star eine klare Absage erteilt.
München – Es sollte eigentlich ein Leichtes sein: Ein 34-jähriger Abwehrspieler mit vier Champions-League-Titeln im Gepäck, ablösefrei verfügbar, sofort einsatzbereit. Doch die Realität sieht für David Alaba ganz anders aus. Seit dem Ende seines Vertrags bei Real Madrid im vergangenen Sommer wartet der österreichische Nationalmannschaftskapitän auf einen neuen Arbeitgeber – und die Geduld, die er dabei aufbringen muss, wird von Woche zu Woche auf eine härtere Probe gestellt.
Die vereinslose Bayern-Legende David Alaba findet keinen neuen Klub. © Sven Hoppe/dpa
Der langjährige Publikumsliebling des FC Bayern hat in den vergangenen Wochen gleich mehrere Optionen kommen und wieder gehen sehen. Zuerst prüfte Inter Mailand die Möglichkeit eines Alaba-Transfers, wie die Gazzetta dello Sport berichtete – und entschied sich dagegen. Zu teuer, zu alt, lautete das Urteil der Nerazzurri, die stattdessen auf jüngere Alternativen setzten. Dann schien Lazio Rom eine realistische Perspektive zu bieten.
Ex-Bayern-Star David Alaba: Manchester United schließt Transfer aus
Lazio-Sportdirektor Angelo Fabiani hatte zuletzt öffentlich erklärt: 'Der Markt für vertragslose Spieler ist weiterhin geöffnet. Ich habe es vorgezogen, einige Plätze im Kader freizuhalten, um solche Situationen genau zu beobachten.' Doch nach Informationen von Tuttomercato haben die Römer das Thema Alaba inzwischen zu den Akten gelegt. Nun folgt der nächste Dämpfer: Wie die Manchester Evening News berichtet, schließt auch Manchester United eine Verpflichtung des Österreichers aus.
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Dabei ist es laut dem Bericht weniger Alabas sportliche Qualität, die gegen einen Wechsel zu den Red Devils spricht. Vielmehr hat der englische Rekordmeister unter Trainer Michael Carrick einen neuen Kurs eingeschlagen: Künftig sollen vorrangig junge Spieler mit Entwicklungspotenzial und hohem Wiederverkaufswert verpflichtet werden. Erfahrene Routiniers mit entsprechenden Gehaltsvorstellungen passen nicht mehr in dieses Konzept.
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Im Hintergrund agiert dabei eine bekannte Figur: Pini Zahavi. Der israelische Starberater ist seit Jahren für Alaba tätig – und hat dabei schon einmal für mächtig Wirbel gesorgt. Als die Vertragsverhandlungen zwischen Alaba und dem FC Bayern 2020 zu scheitern drohten, eskalierte der Streit öffentlich.
Uli Hoeneß bezeichnete Zahavi damals als 'geldgierigen Piranha', dem es 'wirklich nur um Geld und sonst gar nichts' gehe, wie er im 'Sport1-Doppelpass' erklärte. Alabas Vater George konterte mit dem Vorwurf 'schmutziger Lügen' – ein Zerwürfnis, das die Münchner Säbener Straße monatelang in Atem hielt und letztlich im ablösefreien Abgang Alabas zu Real Madrid mündete.
Nun könnte Zahavi erneut zum Stolperstein werden. Alabas hohe Gehaltsvorstellungen, die Medienberichten zufolge aus seinen Jahren als Topverdiener bei Real Madrid resultieren, dürften auch bei der aktuellen Klubsuche eine zentrale Rolle spielen. Dass Zahavi für seinen Klienten keine Abstriche macht, hat er in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen. Das Problem: Wer Alaba verpflichtet, muss nicht nur ein üppiges Gehalt stemmen, sondern auch Zahavis Provisionsvorstellungen berücksichtigen.
Alaba-Zukunft offen: Wechsel auch nach Transferfenster noch möglich
Das Paradoxe an Alabas Situation bleibt: Ausgerechnet seine Ablösefreiheit, die ihn theoretisch für jeden Klub erschwinglich machen sollte, scheint kaum als Argument zu zählen. Dabei wäre sein Erfahrungsschatz kaum zu übertreffen. Mit dem FC Bayern gewann er unter anderem zehnmal die deutsche Meisterschaft, sechsmal den DFB-Pokal und zweimal die Champions League. Bei Real Madrid kamen zwei weitere Königsklassen-Titel sowie zwei spanische Meisterschaften hinzu.
Immerhin hat Alaba als vereinsloser Spieler einen entscheidenden Vorteil: Er kann jederzeit unterschreiben, auch nach dem Ende des regulären Transferfensters. Die Hoffnung auf einen neuen Klub ist also noch nicht erloschen. Doch mit jeder weiteren Absage – nach Inter, Lazio und nun Manchester United – wird das Feld der realistischen Optionen schmaler. Und solange Zahavi die Verhandlungen führt, dürfte das Gehalt das entscheidende Nadelöhr bleiben. Droht sogar das traurige Karriereende? (ck)
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