Polizei weitet Sabotage an Stromnetzen aus: Sprengvorrichtungen nahe Kraftwerk

Polizei weitet Sabotage an Stromnetzen aus: Sprengvorrichtungen nahe Kraftwerk
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Category: Politics
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KÖLN/REMSCHEID/DRESDEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach einer Serie von Sabotageakten an mehreren Stromnetzen weitet die Polizei die Suche nach einem Tatverdächtigen aus. Bei Weisweiler nahe Aachen wurden erneut Sprengvorrichtungen in der Nähe von Hochspannungsleitungen gefunden und das Gebiet großräumig abgesperrt. Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes machten die Sprengsätze unschädlich, während Fahndung und Spurensicherung weiterlaufen. Parallel dazu untersuchen Ermittler weitere Hinweise in Nordrhein-Westfalen und prüfen bundesweite Zusammenhänge, während auch in Berlin ein Vorfall in einem Umspannwerk analysiert wird. 🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren Die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Sabotage am Stromnetz laufen derzeit auf mehreren Ebenen parallel und wirken dadurch wie ein Knoten aus Tatortabsicherung, technischer Gefahrenabwehr und Beweissicherung. Ausgehend von Hinweisen im Umfeld eines Kraftwerks in Weisweiler bei Aachen hat die Polizei am Nachmittag weitere Abschussvorrichtungen beziehungsweise Sprengvorrichtungen nahe Hochspannungsleitungen entdeckt. Das Gebiet wurde weiträumig gesperrt; zeitweise war auch ein Abschnitt der Bundesautobahn 4 zwischen Eschweiler-Ost und Langerwehe betroffen. Hintergrund des Einsatzmodus war nach Angaben eines Polizeisprechers der 'Einsatz von Entschärfern', also Spezialisten des Landeskriminalamtes, die vor Ort Sprengsätze unschädlich machen sollten. Technisch betrachtet zielt das Vorgehen offenbar weniger auf den großflächigen Ausfall als auf das Erzeugen von Störungen entlang konkreter Infrastrukturpunkte. Laut Darstellung der Ermittler versuchte der Verdächtige, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen, um dadurch einen Kurzschluss auszulösen. In Bergheim westlich von Köln waren dabei mehrere Blöcke eines Stromkraftwerks lahmgelegt worden; obwohl es zu keinen Stromausfällen kam, zeigt gerade diese Mischung aus 'Lahmlegung ohne flächige Dunkelheit', dass schon einzelne Schalt- oder Schutzvorgänge erhebliche Auswirkungen auf Betrieb und Verfügbarkeit haben können. In Jänschwalde in Brandenburg war ein solcher Angriff auf das Stromnetz hingegen erfolgreich, was die Bandbreite möglicher Folgen unterstreicht. Während die Polizei in Weisweiler keine Angaben zur genauen Zahl und Bauart der gefundenen Vorrichtungen machte, lässt sich aus dem laufenden Ablauf ein klares Einsatzmuster lesen: Sperrung, technisches Vorgehen der Entschärfer, dann fortgesetzte Fahndung. 'Von den Sprengvorrichtungen geht nun keine Gefahr mehr aus', sagte der Polizeisprecher am Abend. Den Tatverdächtigen konnte man bislang nicht finden; Fahndung und Spurensicherung dauerten an, am Abend kreiste zudem ein Hubschrauber über dem Gebiet und auch ein Spürhund kam zum Einsatz. Ergänzend bittet die Polizei die Bevölkerung um Meldungen verdächtiger Beobachtungen und fordert etwa Material aus Wildkameras an, weil solche Quellen häufig zeitlich enge Korrelationen zwischen Personensichtung und Infrastrukturereignis liefern. Nordrhein-Westfalen bleibt dabei ein Schwerpunkt der Ermittlungen, wobei die Fahndung nicht nur auf einen möglichen Tatort, sondern auch auf eine bestimmte Personenkonstellation ausgerichtet ist. In einem weiteren größeren Einsatz suchte die Polizei seit dem Vormittag zwischen Wuppertal und Remscheid nach einer verdächtigen Person mit Rucksack, nachdem diese an einem Umspannwerk im bergischen Remscheid gesehen worden war. Ein Hubschrauber war zeitweise im Bereich zwischen Remscheid-Lüttringhausen und Wuppertal-Ronsdorf im Einsatz, Detailangaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zurückgehalten. Aus demselben Grund verwies ein Sprecher darauf, dass im ganzen Land Nordrhein-Westfalen inzwischen Maßnahmen laufen würden – inklusive verdeckter Maßnahmen. Zusätzlich ermitteln eine 60-köpfige Gruppe und prüfen Unterlagen aus dem Besitz des Gesuchten 'auf mögliche weitere Tatorte im gesamten Bundesgebiet'. Auch der Blick auf andere Bundesländer zeigt, wie stark die Ermittler die Taten nicht als isolierte Vorfälle behandeln. Bei einem Einsatz an einem Umspannwerk im Kreis Wesel am Niederrhein fiel in der Nacht zu Montag ein aufgeschnittener Zaun auf; tagsüber wurden laut Polizei Spuren gesichert, und die Anlage wird derzeit mit dem Betreiber überprüft. Seit Tagen fahnden die Behörden nach einem 48-Jährigen aus Gevelsberg, der den Sabotage-Aktionen in NRW und Brandenburg zugeordnet werden soll. Zu Brandenburg und NRW werden zudem Bekennerbriefe thematisiert, die die Ermittler für authentisch halten und dem Gesuchten zuordnen; gleichzeitig prüfen sie einen Zusammenhang 'auch wegen der Art der Sprengvorrichtungen' zu Fällen in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. In Sachsen fanden sich nach den Entschärfungen weitere selbst hergestellte Abschussvorrichtungen im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen; die Zahl allein in Sachsen erhöhte sich den Angaben zufolge auf 21. Am Niederrhein setzt die Polizei zudem auf die Erhöhung der Entdeckungswahrscheinlichkeit. Ein Polizeisprecher betonte, man sei 'jetzt sensibilisiert' und fahre vermehrt Streife zu solchen Einrichtungen, nachdem in Wesel ein Loch im Zaun einer Umspannanlage festgestellt worden war. Der Kontext zeigt auch: Selbst wenn einzelne Infrastrukturbetreiber oder Einsatzkräfte lokal reagieren, braucht es für Sicherheit im kritischen Bereich eine übergreifende Mustererkennung. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass es am Sonntag bereits einen Großeinsatz im Umfeld des Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Köln gab, bei dem zuvor der Camping-Lastwagen des Verdächtigen nahe gefunden worden war; dort ergaben sich jedoch keine Hinweise auf den Mann. Auch in Berlin-Mitte wird ein Vorfall untersucht: In einem Umspannwerk kam es zu einer Explosion, rund 90 Ampeln in der Hauptstadt fielen aus. Ein Unternehmenssprecher gab zwar an, es deute einiges auf einen technischen Defekt hin, und die Polizei bestätigte dies nach ersten Ermittlungen, dennoch bleibt der genaue Ursprung Gegenstand der Untersuchung. Für die Einordnung sind zuletzt auch die Aussagen in den Bekennerbriefen relevant, weil sie die Ermittlungslogik mit einer erklärten Motivation verknüpfen. Die Fahnder hoffen weiter auf Zeugenaussagen; nach den Vorfällen in Brandenburg und NRW sucht die Polizei seit Samstag auch mit zwei Fotos öffentlich nach dem 48-Jährigen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußerte mit Blick auf die Bekennerbriefe am Freitag: 'Das Wissen, was offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen.' Außerdem handele es sich offensichtlich um 'Klimaterrorismus' eines Einzeltäters. In den Briefen wird die Begründung der Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien verknüpft; wörtlich heißt es dort: 'Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen'. In der Wohnung des Tatverdächtigen fanden Ermittler Sprengstoff; außerdem fahnden sie nach einem Fahrrad, das er möglicherweise benutzt hat. Für Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen ist die Berichterstattung vor allem deshalb bedeutsam, weil sie mehrere technische und organisatorische Erfolgsfaktoren sichtbar macht: Erstens die Bedeutung schneller Gefahrenabwehr entlang der physischen Perimeter von Umspannwerken und Trassen, zweitens die Rolle von Entschärfungsfähigkeiten für Sprengsätze in unmittelbarer Nähe von Hochspannung, und drittens der Wert von redundanten Informationskanälen für die Fahndung. Der Umstand, dass es trotz einzelner Lahmlegungen nicht zwangsläufig zu flächigen Stromausfällen kam, sollte Betreiber nicht beruhigen, sondern in Sicherheitskonzepte übersetzt werden: Schutz- und Abschaltlogiken können den Schaden begrenzen, sie können aber zugleich Betrieb, Dienstqualität und Netzstabilität beeinträchtigen. Solange die Suche nach dem Verdächtigen läuft und das Verfahren zur Klärung weiterer Tatorte andauert, bleibt die Lage dynamisch – sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch darüber hinaus, etwa wenn Behörden wie in Sachsen weitere Vorrichtungen im Bereich von Hochspannungstrassen entdecken und Entschärfungsmaßnahmen nach sich ziehen. 946 Bewertungen Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung) V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können. 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