Washington – Donald Trump vergrößert die Vereinigten Staaten – zumindest auf Landkarten! Diesmal klotzte der US-Präsident bei seinen Ambitionen einer Riesenexpansion richtig: Der 80-Jährige postete eine Karte Nordamerikas, auf der plötzlich zahlreiche weitere Staaten zu den USA gehören. Kanada, Mexiko, Zentralamerika und Teile der Karibik: alles überzogen mit den 'Stars and Stripes'. In Balkenlettern prangte über der Montage: 'United States of America!' Auch das zu Dänemark gehörende Arktis-Territorium Grönland war erneut eingemeindet – und diesmal sogar auch Island.
Es wirkt, als würde der Republikaner wieder die halbe Welt 'trollen', also gezielt provozieren. Doch solche bei seinen Fans beliebten Groß-Amerika-Karten lösen in den betroffenen Staaten Schockwellen aus. Die Wut kocht vor allem beim nördlichen Nachbarn hoch: Mit Kanada steckt Trump mitten in einem Handelskrieg. Davor hatte er das Land bereits als möglichen '51. US-Bundesstaat' verspottet. In einem weiteren Post degradierte er Kanadas Premier Mark Carney (61) zum 'Gouverneur'.
Alarmglocken schrillen in Island und Grönland
Auch in Grönland und Kopenhagen schrillen erneut die Alarmglocken. Trump hatte besonders zu Jahresbeginn eine US-Übernahme des dänischen Autonomiegebiets gefordert, notfalls mit militärischer Gewalt. Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen (48) betonte erneut, dass die Grönländer nicht Teil der USA werden wollen.
Völlig verblüfft – und empört – reagierten auch die Isländer. Außenministerin Thorgerdur Gunnarsdottir (60) ließ US-Botschafter Billy Long (76) ins Außenamt zitieren. Die Karte sei 'völlig unangemessen', hieß es in Reykjavik. Besonders brisant: Island besitzt keine eigene Armee, ist NATO-Mitglied und sicherheitspolitisch eng an die USA gebunden.
Aus dem Ontariosee wurde der 'Lake America'
Bei Trumps immer häufigerem Karten-Trolling geht es oft auch um Namensänderungen. Nach der Umbenennung des Ontariosees in 'Lake America' verbreitete er zuletzt Karten, auf denen der US-Bundesstaat New Mexico kurzerhand zu 'New America' wurde. Ein solcher Schritt sei 'prestigeträchtig und wunderschön', lobte Trump seine Idee.
Auch die strategisch wichtige Straße von Hormus spielte in Trumps jüngster Territorial-Rhetorik eine Rolle. Er hatte gerade vorgeschlagen, die Öl-Route zum US-Territorium zu erklären. Und er überlegte auch, ob sie nicht besser 'Trump-Straße' heißen solle.
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